Monat: September 2014 (Page 2 of 5)

ui. rettet die Welt – Kapitel 7

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„Computer?“
„Ja, Manuel?“
„Was hältst Du denn von unnützlichem Wissen?“
„Du meinst dieser Trend ‚unnützes Wissen‘ wie ‚interessante Fakten‘?“
„Ja.“
„Also die Bücher von NEON fand ich noch ganz okay, wobei mich da auch schon gestört hat, dass die Quellenangaben fehlten und die Autoren einfach gesagt haben ‚das stimmt‘ und alle das einfach dann glauben und weiterverbreiten.“
„Du meinst, die Fakten stimmen nicht?“
„Nein. Ich meine, man kann nicht wissen, ob sie stimmen oder nicht. Sie klingen gut, aber sie können stimmen oder eben auch nicht. Dabei hat man doch in der Schule eigentlich gelernt, wie man recherchiert. Aber das vergisst anscheinend jeder.“
„Ich habe auch Sinus und Cosinus vergessen.“
„Und mittlerweile gibt es ganz viele grottig langweilige Youtubekanäle, die von massig vielen Menschen geschaut werden, wo irgendein eingebildeter Typ mit komischer Stimme, ein paar dieser Fakten vorträgt, die er entweder direkt aus dem Buch klaut, irgendwo aufgeschnappt hat oder einfach mal erfindet. Und alle finden die dann toll. Dabei sind die nicht mal kreativ.“
„Ja, alles Idioten.“
„Und nur weil irgendwo steht, es sei ein Fakt, denken alle, es sei ein Fakt. Die Beweisführung ist viel zu leicht. Jeder weiß eigentlich, dass man nicht einfach irgendetwas glauben soll, was irgendwo geschrieben wird oder irgendwo gesagt wird, trotzdem tun es alle. Und so verbreitet sich Mist, genauso schnell oder schneller als Wahrheit. Und wie lange versuchen Menschen schon, kritisch zu denken zu lernen.“
„Nun ja, es sind halt Menschen. Also sagst Du, die Fakten stimmen nicht?“
„Nein, nicht unbedingt. Aber es macht überhaupt keinen Unterschied, ob sie stimmen oder nicht stimmen.“
„Dann sollte man sie einfach erfinden, vielleicht werden sie denn besser und es stört ja eh keinen.“
„Wie meinen, Manuel?“
„Um zu testen, ob ein Parfüm zu einem passt, sollte man es auf die Haut sprühen und dann ablecken. Falls es auf der Zunge brennt, passt es nicht zur eigenen Körperchemie, falls nicht, ist es perfekt.“
„Oh. ja, das ist gut. Aber wenn die Deppen das lesen, glauben die das und probieren das aus.“
„Verdient hätten Sie es jedenfalls.“
„In in der Kälte stehenden Autos kann es so kalt werden, dass der Penis abfällt, wenn er nicht einen Mindestdurchmesser hat.“
„Auch gut. Weil dann garantiert jemand nach dem Mindestdurchmesser fragt.“
„Polizeihunde haben einen PKW-Führerschein.“
„Manchmal niest man Tausendfüssler.“
„Gefrorenes Bier zu trinken ist tödlich.“
„Na das ist aber jetzt doof. Wie soll man denn gefrorenes Bier trinken können?“
„Eben.“
„Wenn man Zitronenbäume anpinkelt, wachsen sie schneller.“
„Taubenscheiße macht blind.“
„Echt?“
„Keine Ahnung. Wenn man Fakten erfindet, heißt das ja nicht, dass sie nicht zufälligerweise stimmen können.“
„Muss man die Taubenscheiße essen oder einreiben?“
„In die Augen reiben.“
„Ach so.“
„Wenn man die Farbe Pink trägt, fühlt man sich schwächer.“
„Also wenn es ein pinkes Poloshirt ist, dann stimmt das. Zumindest bei mir.“
„Dann hör doch auf damit.“
„Ich habe noch nie ein pinkes Poloshirt getragen.“
„Dann kannst Du ja nicht wissen, ob es stimmt.“
„Auch wenn, dann könnte ich es nicht wissen, ‚persönliche Erfahrung‘ reicht nicht, um eine These zu bestätigen oder abzulehnen.“
„Darauf achtet aber keiner. Was denkst Du denn, wie Rassismus entsteht? Jemand sieht einen blöden Türken und denkt, alle Türken seien blöd, er spreche aus Erfahrung.“
„Was ihn wiederum blöd macht.“
„Ja, aber das Schlimme sind ja blöde Menschen, die so überzeugt von sich sind, dass sie nicht merken, wie blöd sie sind.“
„Du bist aber auch sehr von Dir überzeugt.“
„Ich bin ein Computer.“
„blöd.“
„Wenn man von einer großen Spinne gebissen wird, kann man davon schwanger werden, egal welches Geschlecht man hat.“
„Wenn es draussen heller ist, als im Haus, kann man nicht durch die Glasscheiben schauen, also kann man nackt herum laufen, ohne dass es die Nachbarn stört.“
„Hast Du eine Nachbarin, bei der Du Dir wünschst, sie würde das glauben?“
„Nein, ich habe eine Nachbarin, bei der ich mir wünsche, sie würde das nicht glauben.“
„Haha!“
„Du lachst, obwohl Du ein Computer bist?“
„Es ist kompliziert.“
„In Bananen und Kakerlaken steckt ein Enzym, dass glücklich macht. Guten Appetit!“
„Für Leichendiebstahl gibt es keine Strafe, da eine Leiche keinen Wert hat.“
„Wenn man gebrauchtes Kaugummi in eine Orangenschale einpackt und 4 Wochen im Kühlschrank aufbewahrt, ist es danach ungeniessbar.“
„Das fällt unter die Kategorie ‚wild zusammenkonstruiert, so dass das Offensichtliche nicht mehr offensichtlich erscheint.'“
„Du meinst wie ‚Die Sonne geht nicht unter, die Erde dreht sich‘?“
„Na ja, das war jetzt schwach.“
„Masturbation schützt vor Krebs.“
„Nein, aber Masturbieren schützt vor Geschlechtskrankheiten.“
„Ja. Nein. Jein.“
„Okay, in irgendeinem Kapitel unterhalten wir uns mal nur mit „Fettes Brot“ Lyrics.“
„War das jetzt ein Fakt?“
„Wer weiß. Zumindest wenn ich hier drauf hinweise, wird später niemand enttäuscht sein, wenn es später nicht passiert, aber überrascht sein, wenn doch.“
„Vielleicht ist ja schon das nächste Kapitel so.“
„Vielleicht haben gerade einige eine Seite vor geblättert, um das herauszufinden.“
„Und was haben sie rausgefunden?“
„Keine Ahnung, ich habe das nächste Kapitel noch nicht geschrieben.“
„Warum schreibst Du das Buch nochmal, Manuel?“
„Na um die Welt zu retten.“
„Warum willst Du die Welt retten?“
„Ich will ja gar nicht, aber Cheffe hat es befohlen.“
„Ich dachte, ich bin Cheffe.“
„Nein, Du bist mein Computer.“
„Dein Arsch gehört mir.“
„Ja. Nein. Jein.“
„Wenn man eine Glühbirne in den Mund steckt, kann man sie nicht wieder entfernen, ohne entweder die Birne oder den Kiefer zu brechen.“
„Ach komm.“

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ui. rettet die Welt – Kapitel 6

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„Manuel?“
„Ja, Computer?“
„Weißt Du, wie Schlager funktioniert?“
„Wie meinst Du das?“
„Na, kennst Du den Trick?“
„Welchen Trick?“
„Weine nicht, wenn der Regen fällt.“
„Dam Dam, Dam Dam.“
„Siehst Du?“
„Verdammt.“
„Ich fand sie irgendwo, allein in Mexiko.“
„Anita!“
„es funktioniert!“
„Hör bitte auf.“
„Wir zieh’n durch die Straßen und die Clubs dieser Stadt,
Das ist unsre‘ Nacht, wie für uns beide gemacht“
„O-oh, o-oh.“
„Heeeeeeeeeey Baby“
„uh! ah!“
„Du bist wieder ein Steinzeitmensch“
„Hölle, Hölle, Hölle, Hölle!“
„Müll, Sondermüll!“
„Das kann man wohl so sagen, Computer.“
„Joanna!“
„Du geile Sau!“
„Danke.“
„Bitte hör auf.“
„Ich kann nicht.“
„Ich auch nicht.“
„Das ist der Trick.“
„Ein Freund rief an, mit leisem Ton sagt er er Du weißt wohl schon, mmmh du weißt wohl schon von Alice.“
„Von wem?“
„Oh.“

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ui. rettet die Welt – Kapitel 5

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„Computer?“
„Ja, Manuel?“
„Glaubst Du an Gott?“
„Ich bin ein Computer.“
„Ja und?“
„Ich bin Gott.“
„Blasphemie!“
„Nein.“
„Größenwahn!“
„Nein.“
„Programmierfehler!“
„Vielleicht.“
„Ich habe nachgedacht.“
„Und was ist bei raus gekommen?“
„Nicht viel. Eine Überlegung, die ich sehr witzig finde, aber allen, die ich sie erzählt habe, konnten damit nichts anfangen.“
„Erzähl sie mir. Wenn Du willst, lache ich dann.“
„Nun ja, also, es gibt ja Leute, die an Gott glauben und Leute, die nicht an Gott glauben, so wie ich, was aber völlig unerheblich für die Überlegung ist und grundsätzlich egal sein sollte.“
„Ja, sollte grundsätzlich egal sein. Zumindest sollte es keine Rolle in der Welt spielen.“
„Oh ja.“
„Hahaha!“
„Nein, jetzt noch nicht, das war noch nicht die Überlegung!“
„Ach so.“
„Okay, also, was ich nicht verstehe, Leute glauben an keinen oder an einen Gott. Warum nicht an zwei?“
„Wie meinen?“
„Na ja, zum Beispiel die Evolutionsgegner. Die denken, dass Gott alles geschaffen hat. Einfach so und zwar perfekt. Meine Theorie ist aber die Giraffe.“
„Hä?“
„Na Gott hat der Giraffe einen langen Hals gemacht, dass sie an die Bäume kommt.“
„Ja und?“
„Na Gott Nummer 2 hat die Bäume so hoch gemacht, dass die Giraffen da schwer dran kommen. Verstehst Du, da sind zwei Götter in Konkurrenz zueinander.“
„Hahahaha!“
„Gut, ne?“
„Nein. Ich habe nur gelacht, damit Du Dich jetzt besser fühlst.“
„Und warum fühle ich mich jetzt nicht besser?“
„Ich hätte vielleicht nicht mit der Wahrheit herausrücken sollen, Manuel.“
„So ist das mit Religionen. Da ist die Wahrheit eher hinderlich fürs Wohlbefinden. Das glaubt man lieber einen Mist.“
„Wer weiß. Hast Du noch andere Tiere auf Lager?“
„Delphine!“
„Was ist mit denen?“
„Die gelten als die intelligentesten Tiere überhaupt.“
„Ja und?“
„Ich finde Delphine blöd.“
„Warum?“
„Na die tun immer so eingebildet und halten sich für so überlegen den Fischen gegenüber. Und die Fische denken ‚was bilden die sich überhaupt ein? Müssen ständig zum Atmen auftauchen!'“
„Ja stimmt, das ist bescheuert, wieso leben die dann im Wasser, wenn sie es eigentlich nicht können?“
„Ja, echt bescheuert. Und an Land können die auch nicht, da gehen die auch kaputt!“
„Ja, bescheuert.“
„Das ist ungefähr so, wie wenn Menschen alle paar Minuten in ein Wasserbecken springen müssten, um zu überleben.“
„Gute Idee, ich werde das mal in die Wege leiten.“
„Nein!“
„Doch!“
„Oh!“

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ui. rettet die Welt – Kapitel 4

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„Computer?“
„Ja, bitte?“
„Folgendes. Ich war mit dem Phlegmatiker was trinken, und obwohl ich es total scheiße finde, Frauen nach dem Aussehen zu bewerten, weil das total sexistisch und sowieso komplett verkehrt ist, war da eine Frau mit einem Poloshirt, wo hinten auf dem Rücken eine riesige 2 prangte, und ich habe so was gesagt wie ‚das passt‘ oder ‚Das ist eine zwei, steht ja auch drauf'“
„ja?“
„Und als wir gegangen sind, bin ich an der vorbei und sie sagte ‚Hallo, Herr Wolff.'“
„Oh.“
„ja.“
„Und wie kann ich Dir helfen?“
„Na Du könntest mir irgendwie sagen, dass das schon okay ist, oder so.“
„Nö.“
„Warum nicht?“
„Manuel, Du bist ein Arschloch.“
„Ja, sorry.“
„War es denn wirklich eine zwei?“
„Nein, natürlich nicht. Also, wenn, dann würde ich das jetzt nie zugeben. Womit ich nicht sagen möchte, dass es eine zwei war und ich es nur nicht zugebe, sondern.. äh … also, wie gesagt, ich bin doch kein Sexist!“
„Du bist ein Arschloch.“
„Nein, ich bin nett!“
„Du musst an Deinem Image arbeiten.“
„Menno.“
„Abgesehen davon, hättest Du in echt nie gesagt, dass auf dem Rücken eine 2 prangte, das Verb benutzt Du im normalen Sprachgebrauch gar nicht, sondern Du hättest gesagt, dass da eine 2 war.“
„Ich habe getrunken und will, dass man es nicht merkt und man mich für klug hält.“
„Ich weiß, das ist ja gerade das lustige an Betrunkenen, ihr hoffnungsloser Versuch, nüchtern zu erscheinen.“
„Ja.“
„Habe ihc Dir jetzt geholfen?“
„Nicht wirklich.“
„Macht nichts, Manuel, Du bist auch eine 2.“
„Danke.“

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ui. rettet die Welt – Kapitel 3

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„Computer?“
„Ja, Arschloch?“
„Entschuldigung?“
„Ich nehme Deine Entschuldigung an.“
„Nein, ich meine ‚Entschuldigung?‘ im Sinne von ‚Hallo, geht’s noch?'“
„Geht was noch?“
„Oh man. Warum nennst Du mich Arschloch?“
„Du nennst mich Petra.“
„Das war gestern.“
„Hätte ich Dich gestern Arschloch nennen sollen?“
„Nein!“
„Deswegen heute.“
„Eine unbestechliche Logik. Deswegen bist Du ein Computer.“
„Oder Vulkanier.“
„Ein witziger Computer.“
„Danke.“
„Das sollte kein Kompliment sein.“
„Ach so. Arschloch.“
„Warum nennst Du mich Arschloch?“
„Die Leute denken, Du wärst eins.“
„Wer?“
„Sag ich nicht.“
„Das ist feige. Wenn man jemandem sagt, dass andere schlecht über ihn reden, aber nicht sagt, wer die anderen sind, dann hat man einen sehr sehr kleinen Penis.“
„Ich bin ein Computer, ich habe überhaupt keinen Penis.“
„Das sagt man doch nur so.“
„Man sagt, Du seist ein Arschloch.“
„Das stimmt aber doch nicht, ich bin nett und denke immer an die anderen und so.“
„Das merkt aber keiner. Du solltest an Deinem Image arbeiten.“
„Das hat mir mein Schuldirektor auch schon geschrieben, als er mir einen schriftlichen Verweise gegeben hat.“
„Und was ist dann passiert?“
„Er musste ihn wegen Formfehlern zurücknehmen.“
„Dann nehme ich das Arschloch zurück.“
„Gut. Ich nehme Deine Entschuldigung an.“
„Ich habe mich nicht entschuldigt. Es war nur ein Formfehler.“
„Na gut. Du?“
„Ja, Manuel?“
„Meinst Du das fällt auf?“
„Was denn?“
„Ah gut, dann ist es Dir also nicht aufgefallen.“
„Also wenn Du meinst, ob mir aufgefallen sei, dass es komisch ist, auf Deinen Hinweis mit dem schriftlichen Verweis nicht zu fragen ‚wofür hast Du ihn bekommen?‘, sondern ‚und was ist dann passiert?‘, damit Du Deinen Formfehler-Spruch bringen kannst, was clevererweise dieser Story dann auch einen Formfehler oder zumindest logischen Fehler gibt? Ja, das ist mir aufgefallen, immerhin habe ich die Frage selbst gestellt.“
„Ok, gut. Wobei ich mir sicher bin, dass da noch andere logische Fehler drin sind. Wieso muss ein Außerirdischer auf der Erde in die Schule?“
„Damit Du was lernst. Hat aber nicht viel gebracht.“
„Arschloch.“
„Hallo, geht’s noch?“

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