Die Stadt zu benutzen ist schwer, und die Bezirksregierung macht es einem auch nicht leicht.

Oh ja, es war 15:00 Mittwoch, frohen Mutes machte ich mich auf um einige Dinge in der Stadt zu erledigen. Zuerst ging es zu meiner Post, ja genau, zu der mit den langen Schlangen, weil immer so viele Schalter geöffnet sind, dass man genau eine halbe Stunde anstehen muss. Wenn es schneller geht, machen sie ein paar Schalter zu.

Ich wollte eine Büchersendung verschicken, aber ich hatte vorgesorgt. Ich wusste nämlich genau welche Briefmarke ich wollte, und durch tagelanges Üben hatte ich auch schon die Tücken des Briefmarkenautomaten im Griff. Ich brauchte eine 77 Cent Briefmarke. Zahlung mit Scheinen macht der sowieso nicht, Münzen scheidet auch aus, da er Rückgeld nur in Marken gibt, EC-Karte nimmt er auch nicht, aber das wusste ich ja alles schon und lud extra zu dem Zweck die Geldkarte auf. Um eine Marke zu kaufen. Egal. Immerhin ging das schneller, als mich in der Schlange anzustellen. Also los zum Briefkasten und … das Päckchen passt nicht durch den Schlitz. Ich musste mich also in die Schlange stellen, nur um das Päckchen abzugeben.

Aber immerhin nun ist die Sendung raus. Hoffentlich. Etwas angesäuert ging ich zur Bank, um Geld einzuzahlen, aber … die Bank hat schon um 14 Uhr zugemacht. Was ist das denn? Manche Menschen stehen um die Uhrzeit erst auf!

Also ging ich unverrichteter Dinge nach Hause und dann fing der Ärger mit der Bezirksregierung an. Die ganze Bezirksregierung Düsseldorf Geschichte zieht sich schon etwas über drei Monate, seit ich auf See bin, aber das erzähle ich mal an anderer Stelle ausführlich. Kurz gesagt jedenfalls meinen die, mein Impressum sei nicht in Ordnung. Ich habe mittlerweile schon drei Briefe von denen, in denen unter Androhung einer Geldbuße von bis zu 50.000 Euro steht:

“Die Bezirksregierung Düsseldorf ist zuständig für die Überwachung der Einhaltung der Bestimmungen des Teledienstgesetzes (TDG) und des Mediendienstestaatsvertrages (MdStV) in Nordrhein-Westfalen. Ich wurde tätig nachdem Ihre web url mir durch einen Bürger mitgeteilt wurde.“

Ein Bürger also. Eine Petze. Ein Denunziant. Anstatt mir zu mailen und mich drauf hinzuweisen was auch immer ich falsch gemacht habe und ihm übel aufstößt, meldet er mich der Regierung. Solche Bürger braucht das Land. Und wenn ich herausfinde, wer dieser Bürger ist, dann hat diese Republik einen Bürger weniger. Und wahrscheinlich werde ich jetzt von den Düsseldorfern wegen Aufruf zum Mord verklagt, weil die nicht kapieren was ein Witz ist, wenn danach keine Kapelle einen Tusch spielt.

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