Nickelback werden als „fauler, talentloser Haufen von Wichsern“ beschrieben

Wenn man die beiden Nickelback-Songs „How You Remind Me“ und „Someday“ – die im Abstand von 2 Jahren veröffentlicht wurden – gleichzeitig abspielt, stellt man fest, dass sie zu 90% der gleiche Song sind.

Das behauptet zumindest die Webseite „artifacting„.

Auf der Webseite ist auch ein Link zu einer mp3, wo der inke Audiokanal den einen Song, der rechte den anderen abspielt und tatsächlich – die Ähnlichkeit ist mehr als verblüffend.

Ist es also wahr, dass Nickelback denkt, ihre dummen Fans, die von MTV-Gehirnwäsche nichts mehr merken und alles kaufen, was Ihnen erzählt wird, raffen es einfach nicht? Ein wenig mehr Mühe, hätten sie sich doch geben können. Akkordstruktur und Bassline dürfen doch ruhig ähnlich sein, aber doch nicht exakt gleich!

Die Webseite zeigt allerdings noch mehr, zum Beispiel zwei Songs von Linkin Park, auch gleichzeitig abgespielt.

Sie stellt aber auch fest, dass schon lange voneinander kopiert wird: Für sie sind „Louie, Louie“, „Wild Thing“, „Hang On Sloopy“, „Sweets for my Sweet“ und „Twist and Shout“ im Grunde genommen ein und derselbe Song.

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Über ui.

Manuel Wolff ist der Autor von „ui. der blog.“, Außerdem „ui. der vlog.“ auf Youtube und diverse andere Projekte.

Hauptberuflich Stand Up Comedian und Musikkabarettist und Improgott.

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25 Gedanken zu „Nickelback werden als „fauler, talentloser Haufen von Wichsern“ beschrieben

  1. Ersteres ist lustig.
    Zweiteres nicht.
    Als wär das ein neu gelüftetes Geheimnis und als ob es in Songs nur um Akkorde ging. Dann gäb es nur drei Blues-Songs weltweit.

  2. Und Pfeiffen wie Bushido werden sogar verklagt, wenn eine unbekannte Rockgruppe glaubt zu bemerken, daß die „Melodie“ in seinen Songs doch irgendwie gleich klingt und daher geklaut sein muß…

  3. Da denkt man jahrelang, diese Band ist nicht einen Nickel wert und jetzt auch noch der Beweis. Trotzdem würde es mich interessieren, Anonymous, wie Du auf drei Bluessongs kommst?

  4. @Susi #7: Mist, jetzt hast du es mir vorweg genommen. 😀

    Trotzdem möchte ich die Gelegenheit noch nutzen um meinen Post zu Thema bewerben. Ist zwar schon älter, aber passt halt.
    Ihr hört doch alle Musik aus dem 18. Jahrhundert.

    Axis of Awesome spielt übrigens nur die ersten 4 Akkorde der insgesamt 8 Akkorde umfassenden Sequenz. Da gibts dann tatsächlich noch tausende andere Songs.
    Komischerweise, oder gerade deswegen, sind alle Songs sehr schön anzuhören. Pachelbel hat da schon eine sehr schmeichelnde Tonfolge gefunden. Es macht die Songs ja nicht besser oder schlechter, nur weil sie auf die gleiche Harmonie aufbauen.

    Die Akkordfolge D A h #f (G D G A) findet man dabei in allen Genres. Erweitert man die Dreiklänge zu im Jazz üblichen Vierklängen und deren Alterierungen, ergeben sich unendlich viele Möglichkeiten für diese Harmonie.

    Ich frage mich nur gerade ob uiuiui meinen Post in den letzten Tagen gelesen hat und dann weiter recherchiert hat. 😉 Das wäre ja nicht schlecht. Im Gegenteil, es würde mich freuen wenn es daher rührt. In jedem Fall sehe ich den Artikel hier als Bereicherung zum Thema.

  5. Ich bin ja musikalisch eher ahnungslos. Also ich höre und hörte schon viel, kann aber nicht einmal eine Blockflöte ordentlich bedienen.
    Das viel Musik ältere Musik wiederholt oder variiert scheint mir dabei nichts wirklich neues. Schön es sich noch einmal deutlich zu machen und bei Dir und Ixiter finde ich ja sogar sachdienliche Informationen, die das untermauern.
    Zwei Dinge gehen mir dabei durch den Kopf: a)inzwischen werden jedes Jahr soviele Musikstücke hergestellt, daß ich mir kaum vorstellen kann, das jedesmal eine jungfreuliche musikalische Idee der Grund ist oder eine neue Musik erfunden wurde – da hatten es die Klassiker doch leichter. Wenn ein neuer Text dabei ist, ist das ja auch schon mal was; b) aus den gegebenen Tönen lässt sich doch nur ein Teil hörbarer, angenehmer Musik generieren. Schnell hören sich Töne ja auch falsch und unpassend an. Ich meine, so ist der Musik-„Industrie“ sowieso eine menschliche Grenze für das Spielbare gesetzt, oder?

    Gruß

  6. Ouha.

    Also erstmal, nein, ich habe Dein Blogposting nicht gelesen. Den „Pachelbel Rant“ kenne ich schon von vor vielen vielen Jahren. Der Rest des Internets kennt ihn übrigens genauso lange, hast Du wohl verschlafen.

    22 andere Blogs haben auch schon über die Nummer berichtet, da wollte ich das nicht auch tun und habe ihn nur in einem Adventskalendertürchen versteckt – zusammen mit den Umbilical Brothers, die auch den Kanon in D in einer Nummer nutzen.

    Nun aber zu der Ausage mit den 4 Akkorden. Ist nicht ganz richtig. Auf D transponiert, nutzen Axis of Awesome diese Akkordfolge:

    D A h G – schon was anderes als Pachelbel, nur die ersten 3 Sind gleich.

    Ist halt eine andere Akkordstruktur, die aber ebenfalls häufig vorkommt.

    Wie zum Beispiel auch D – G – A – G (aus den oben erwähnten Louie, Louie oder Sweets for my Sweet. „The Joker“ und „Summer Nights“ würden mir da auch noch einfallen)

    Oder es gibt noch D – h – E – A

    oder oder oder. Mir fallen viel Akkordkombinationen ein, für die man ganz viele Lieder findet. Aber das ist eigentlich klar, denn Akkorde haben ja einen Bezug zueinander, deswegen kommen ein- und dieselben Akkorde immer wieder vor. Manche Schemata öfters als andere.

    Letztendlich ist aber Pachelbels Kanon meines Wissens im 17.Jh., nicht im 18. geschrieben worden.

  7. @kopflast: Also eigentlich sind mir bisher noch keine 2 Musikstücke begegnet, die genau gleich klingen. höchstens Ähnlichkeiten. Noch nicht mal mit exakt gleich Melodie

    (wenn man jetzt mal Plagiate wegläst)

    Und ich habe bestimmt schon über 200,000 gehört.

    Es gibt aber sicherlich Millionen oder Milliarden, wenn man alle Stücke zusammennimmt. Dennoch ist das nur ein Bruchteil dessen, was die wunderbare Kreativität tun kann.

    Denn ein Musikstück definiert sich nicht nur über Tonabfolgen und deren Höhe, sondern auch über Länge, Rhythmus, Klang, Instrumentation, Ausdruck, Text, Sprache, Textinterpretation, Tonart, Dynamik und noch ganz viele Variablen, dass es fast unmöglich ist, auf das gleiche Stück zweimal zu kommen.

  8. Danke für die Erweiterungm eines Horizont. Wieder etwas gelernt. 😉
    Da soll noch einmal einer sagen Bloglesen würde nichts für die Bildung tun.

    Ach, am Ende dieser Seite sind mir jetzt bei jedem Besuch diese Meldungen aufgefallen: Warning: fsockopen() [function.fsockopen]: unable to connect to tr.im:80 in /www/htdocs/w0087a81/wp-includes/class-snoopy.php on line 1142

    Ich hoffe, ich muss mir keine Sorgen machen.
    Habe mir den Feed abboniert, schönes Blog komme jetzt öfter. 🙂

  9. @kopflast: Hm, danke für den Hinweis. Jetzt sehe ich es auch. Echt strange. Muss ich mal einen Freund fragen, der vielleicht Bescheid weiß. Oder weiß jemand hier Bescheid? Vielleicht hängt das auch damit zusammen, dass ich die Kommentare ständig freischalten muss, obwohl ich es eigentlich so eingestellt habe, dass es von selbst gehen müsste.

    Ich hasse Computer und Technik. Aber nur, weil ich es nie blicke.

  10. Ich weiß Bescheid. Müsste aber paar infos zu deinem Blog haben. Plugins usw. Ansonsten ist es schon eher ungewönhlich dass fsockopen bei einem paid space deaktiviert ist. Das hier in den Kommentaren weiter zu diskutieren ist aber suboptimal. Meine EMailadresse hast du ja.

  11. JA, aber das liegt ja nicht an mir, oder? Dafür gibt es im firefox z.B. das easyComment-plugin. oder Dein Browser merkt sich das vor. Aber wenn Du Dich registrierst hier, dann müsste das automatisch gehen. Oder was kann man da noch machen?

    Für technische Verbesserungen am Blog bin ich immer offen. Dummerweise komme ich so fast gar nicht mehr zum Schreiben, weil sich in letzter Zeit die kleinen Problemchen häufen. Aber wer weiß, wie man was verbessert, den lass ich gerne ran.

    Zurück zu Nickelback.

  12. Um zu Nickelback zurueckzukehren: da gibts uebrigens auch dieses Video in dem man sieht wie die Band in Portugal von der Buehne gebuht werden (angeblich fliegen sogar Steine):

  13. Nur mal so als Anmerkung:
    Es kommt schon vor, dass man sich hinsetzt, ein Lied komponiert – nur um festzustellen, dass die Melodie doch nicht was einzigartiges war sondern von irgendeinem anderen Lied stammt. Also ohne böse Absicht.

    Wem das aber nicht mal dann auffällt, wenn es sich um ein eigenes Lied handelt… Sorry, das kann ich auch nicht glauben!

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