Der Selbstmord von Robert Enke

Robert Enke tot. Die Fußball Welt trauert.

UPDATE: Absolut lesenswerter Artikel einer Suizidalen, der aus den Diskussionen um diesen Beitrag entstand.

UPDATE, Mittwoch 11.11.09, 17:34: Es wurde ein Abschiedsbrief hinterlassen, in dem Robert Enke sich bei seinen Kollegen und Ärzten entschuldigte, sie in die Irre geführt zu haben. Seine Frau berichtete auf der Pressekonferenz mutig über die schweren Depressionen von Enke.


Hinweis vor dem Lesen des Artikels: Seit ich diesen Artikel eingestellt habe wird dieser Blog torpediert von Kommentarschreibern, die teilweise berechtigte Kritik äußern, teilweise aber auch einfach übelste Beleidigungen vom Stapel lassen. Allerdings gibt es auch einige sehr fruchtbare Diskussionsansätze. Mir geht es auf keinen Fall darum mir ein Urteil über irgend jemand zu erlauben und irgend jemand zu verurteilen und ich mache mich nicht über Depressionen lustig noch mokiere ich mich über irgendwas. Ich dachte eigentlich, der Inhalt des Artikels sei nicht wirklich missverständlich und die aufgestellten Gedanken müssen doch erlaubt sein, aber anscheinend fordern einige eine Thought-Polizei, die mir bestimmte Dinge untersagt, aber im gleichen Atemzug fordert, dass ich auf meiner eigenen Seite Kommentare, die mich und andere beschimpfen und voller Wut und ohne Verstand geschrieben sind, stehen lasse, weil das sonst Zensur wäre und gegen die Meinungsfreiheit.

Solche Diskussionen sind wirklich sehr unangemessen, es ist ganz einfach: Es ist meine Seite, ich entscheide, was ich stehen lasse und was nicht. Es gibt kein Recht auf der Welt, dass irgendjemand gestattet auf meine Seite alles zu schreiben, was er mag, sondern nur ich selbst entscheide das. Das klingt vielleicht eingebildet, aber genauso habt ihr das Recht auf Eurer Seite zu schreiben, was ihr wollt. Und diese Diskussion ist so alt wie das Internet selbst und ich habe darauf einfach keinen Bock mehr, wie ungefähr 99% der Internetnutzer auch nicht.

Hier der nochmals überarbeitete Artikel, ich hoffe wirklich, dass sich jetzt jemand auf den Schlips getreten fühlt:

Der Nationaltorwart und Hannover 96 -Spieler Robert Enke ist gestorben. Er war erst 32 Jahre alt, als er Selbstmord beging und sich das Leben an Bahngleisen nahm, in Neustadt am Rübenberge im Ortsteil Eilvese. Gerüchte, die einen Todesursache wegen seiner – eigentlich überstandenen – rätselhaften bakteriellen Viruserkrankung sprachen, bestätigten sich nicht.

Robert Enke hat sich also auf die Bahngleise geschmissen. Ich persönlich finde das ja eine etwas feige Art sich das Leben zu nehmen, weil dabei andere Menschen zu Schaden kommen. Aber so gesehen kommen immer andere Menschen zu schaden, Familie, Freunde, insofern ist Selbstmord immer etwas egoistisch und feige. Doch Depressionen machen Entscheidungen irrational, schwer Depressive sehen einfach keine andere Möglichkeit. Man weiß nicht und kann nicht nachvollziehen, was in einem Menschen vorgeht, warum er zu solchen Entschlüssen kommt, welche Probleme er hatte und wo wir als Gesellschaft mit Hilfe versagt haben oder nicht helfen konnten.

Wenn sich jemand auf die Gleise vor den Zug schmeißt, nennt die Bahn das einen Personenschaden und die meisten Reisegäste reagieren dann unmenschlicherweise damit, dass sie entnervt auf ihre Uhr schauen und sich fragen, wie lange das für eine Verspätung geben würde. Tja, denkt nächstes Mal zwei mal drüber nach, es könnte Euer Nationaltorwart sein, der sich gerade verabschiedet hat.

Dennoch, Robert Enkes Selbstmord ist sehr tragisch, aber auch nicht tragischer als jeder andere Selbstmord. 800 Menschen werfen sich in Deutschland jährlich vor den Zug. Und ca. 1 Million Menschen weltweit bringt sich jährlich um, 10 bis 20mal mehr, versuhen es. Schicksale von denen wir nie etwas hören und die sich wenigstens nicht vor einen Zug geschmissen haben und dem Lokführer ein nicht nettes Erlebnis bescheren, an dem sie trotz psychischer Betreuung oft kaputt gehen. Nett ist das nicht. Durchdacht auch nicht. Und er hinterlässt eine Ehefrau, die jetzt völlig am Boden ist und eine kleine Tochter.

Es gibt vieles, was noch unklar ist und vielleicht sollte man besser nicht all zu viel spekulieren. Doch diese Gedanken müssen erlaubt sein.

Und morgen in BILD:

Wurde Robert Enke ermordet?

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Über ui.

Manuel Wolff ist der Autor von „ui. der blog.“, Außerdem „ui. der vlog.“ auf Youtube und diverse andere Projekte.

Hauptberuflich Stand Up Comedian und Musikkabarettist und Improgott.

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310 Gedanken zu „Der Selbstmord von Robert Enke

  1. Robert Enke war ein guter Torwart und im öffentlichem Auftritt ein angenehmer Zeitgenosse. Es ist sehr traurig, dass er so früh von uns gegangen ist. Er hätte noch viel erreichen können…

  2. Ich habe den Namen heute zum ersten Mal gehört. Auch nicht tragischer, als jeder andere Tod/Selbstmord/Unfall. Warum sollte die Polizei überhaupt den Chef des Vereins anrufen?

  3. @David: Richtig, es ist nicht tragischer als jeder andere Selbstmord. Aber wer sagt denn, dass andere Selbstmorde nich tragisch sind? Und wenn es jemanden trifft, den fast jeder kennt, betrifft es auch jeden irgendwie. Nur weil Du ihn nicht kanntest, ist das ja kein Grund, Dich zynisch zu äußern.

    In einem hast Du aber Unrecht, natürlich ist ein Selbstmord tragischer als so mancher Unfall.

    Und warum die Polizei da angerufen hat, weiß ich nicht. Aber ich kann mir natürlich vorstellen, dass die Polizei auch die Hintergründe herausfinden will und dann natürlich auch bei der Arbeitsstelle anruft. Oder sollen sie erwarten, dass die Ehefrau anruft und sagt: „Hey, hallo, mein Mann ist tot“? Oder das Telefon abnimmt, wenn die am nächsten Tag anrufen und fragen wollen, warum er nicht zur Arbeit gekommen ist?

  4. Nun, mag ja sein, dass Selbstmord feige ist, aber dennoch hatte er einieg Rückschläge hinnehmen müssen. als Beispiel nehm ich da mal einfach den Tod seiner Tochter im Jahre 2007. Ich weiß nicht, wie ich mich gefühlt hätte, aber trotzdem kann ich es verstehen..

    RIP Robert ?

  5. Was hier zu lesen ist, ist ziemlich anmaßend. Zwar ist einiges von den Fakten richtig, ein Selbstmord ist in gewisser Weise egoistisch, auch dem Lokführer gehört mein Mitgefühl.
    Wenn die Polizei und ein naher Freund Enkes von einem Selbstmord sprechen, gibt es sicher auch Fakten, die das belegen. Öffentlich muss man die (Abschiedsbrief?) ja nicht machen – erst recht nicht ohne Rücksprache.
    Und selbstverständlich ist so etwas ein öffentliches Thema. Kann man das lange geheim halten? Nein. Warum sollte man es tun, wem sollte es helfen? Wie fallen denn die Schlagzeilen aus, wenn Verein/Spielerberater/Polizei die Öffentlichkeit belügen?
    Robert Enke war ein Mensch, der vielen durch sein Auftreten und seine Leistungen ein Vorbild war – ob es Dir nun passt oder nicht. Das sollte man nicht mit einem Kommentar mit Füßen treten, dessen tieferer Sinn sich mir auch nach mehrmaligem Lesen nicht erschließt.

  6. @Kevin: Na verstehen kann ich es leder nicht, ich würde es gerne verstehen. Ich frage mich, was jemand dazu treibt und kann es nicht verstehen, wie jemand bereit ist mit dem Leben abzuschließen und einiges zurückässt. Oder ist es so, dass man sich nicht mehr in der Lage fühlt weiterzumachen, obwohl man sich bewusst ist, was man mit dem SElbstmord anrichten würde?

    @Jack: Was ist denn jetzt anmaßend? Und wo schreibe ich, dass man einen Abschiedsbrief ohne Rücksprach öffentlich machen sollte? Ich weiß nur, dass die Medien nichts wissen, was wir nicht auch wissen und daher mit Spekulationen vorsichtig sein sollten. Ich will den Inhalt eines Abschiedsbriefes auch gar nicht wissen, ich will wissen „ob“. Ich will dass eine Tatsache geprüft wird, bevor behauptet wird, es sei eine Tatsache. Erinnerst du Dich nicht, wie viele Medien Monate vor Patrick Swayzes Tod berichtet haben er sei gestorben?

    Letztendlich trete ich Robert Enkes Leistungen überhaupt nicht mit Füßen und sein Auftreten auch nicht, wo steht das denn?

  7. im unterschied zu enke lebt der lokfahrer noch, kenne aus meinem bekanntenkreis einige lokführer (s,u-bahn berlin) von denen 2 bereits personenschaden erlebt haben als aktive fahrer, und sie sind auch dank der klasse arbeit der psychologen wieder auf dem damm und sich alle bewusst, dass sie nicht an dem frei gewählten tod einer person schuld sind…

    klingt blöde einfach ist aber so, viele lokführer wissen um diesen zustand und haben möglichkeiten und wege das zu verarbeiten…

    rip robert, jeder freitod wirft fragen auf so auch dieser…

  8. hör mal zu du spinner.man schreibt nicht schlecht über tote menschen und vorallem nicht so eine 0 wie du es bist!es mag(es ist)feige sein,aber sowas schreibt man nicht!vorallem,jemand macht einen link zu einer kerze und nimmst es raus und schreibst noch dazu so einen käse!tze tze tze.ich geb dir ja sogar recht in manchen punkten!(lokführer,fam.usw)aber so wie du es schreibst geht gar nicht!naja das gute ist,dein dreck ließt fast keiner!

  9. @eppi: Nicht alle Lokführer verkraften das: http://www.derwesten.de/nachrichten/waz/rhein-ruhr/2009/1/8/news-103429622/detail.html

    @jw: Sorry, aber der Ton und die Art Deines Kommentars ist mir einfach zu niveaulos, um darauf zu reagieren. Lass die persönlichen Beleidigungen sein und versuche mal nach Satzzeichen ein Leerzeichen zu machen, dann können wir weiter reden und ich höre mir gerne Deine Meinung an, vor allem wenn sie begründet ist, aber „sowas schreibt man nicht“ ist mir zu flach.

  10. Der Fahrer lebt noch,dem wird es iwann besser gehn,aber Robert Enke kommt nie wieder!Selbstmord mag feige sein und was ist dann ein Amoklauf?RiP Robert Enke

  11. @Manuel: Vielleicht Bernd und Leuten, die wie Bernd drauf sind?

    @David: *zustimm* Es sterben ständig Leute. Ich find viel schlimmer, wenn Leute an den europäischen Außengrenzen verhungern oder ertrinken. Oder wenn die Bundeswehr Afghanen exekutiert. Dieser Fußballer ist wenigstens freiwillig gestorben.

  12. Georg: Nein, es bringt den Betreibern der Online-Kerze-Anzünden-Seite Kohle und ich halte das für zu billig und offensichtlich, dass die da mit dem Leid der anderen Geld verdienen. Ich habe mir die Seite angeschaut, da konnte man unentgeltlich einfache „in memoriam“ Seiten erstellen und für Geld etwas aufwendigere Seiten. Muss nicht sein, ich hab‘ mir ja die Seite angeschaut.

  13. Georg: Ich habe das mal nämlich auch kurz recherchiert, dieser „Bernd“ hat exakt den gleichen Kommentar auf allen Blogs, die darüber berichteten gespammt. Es würde mich nicht wundern, wenn er selbst von der Seite ist und dadurch profitieren will.

    Ich habe gar nichts dagegen, wenn jemand eine Kerze anzünden will, kann man zu Hause machen, auf der Straße, in der Kirche – aber virtull für Geld, damit jemand mit einer fixen web2.0-Idee jubeln kann, weil heute ein Promi gestorben ist? Nein, Danke.

  14. @jw ??? warum schreibst du hier? mal deinen spiegel voll!

    traurige sache, ich verstehe seine entscheidung nicht, akzeptiere sie aber. jeder mensch hat das recht auf seine entscheidungen. und wenn diese auf/an gleise zu gehen war, ok. wäre man in der lage einen suizid auszuüben und alle konsequenzen daraus mit zu berücksichtigen? gab es nicht mal gründe etwas zu bedenken (hat er was gesucht?) warum war er nicht beim training? er hat sich entschieden…

  15. Es ist tragisch wenn ein Mensch soweit ist freiwillig aus dem Leben zu scheiden! Egal ob bekannt/ berühmt oder nicht. Ich finds nur schade das manche nix besseres zu tun haben als sich nur wenige Stunden nach bekannt werden des Freitods, sich über den verstorbenen hermachen. Wie würdest du denn drauf reagieren wenn jemand der dir nahe steht, als letzte ausweg den Suizid sieht, und jemand dann so darüber abzieht wie es hier geschieht????
    Ich find diesen Artikel niveaulos….
    Ich bin kein H96 Fan doch auch mich hat diese Nachricht heute sehr geschockt!

    Mein Beileid den Angehörigen.

    Grüße Vidar

    ps:Lass das Thema BW in Afganistan sein, man merkt du hast davon nicht wirklich viel Ahnung!

    1. @Vidar: Artikel in denen User mehrere Fragezeichen oder Ausrufezeichen hintereinander benutzen, landen automatisch im Spamfilter und müssen erst von mir freigeschaltet werden. Das liegt daran, dass man im Gespräch mal laut und emotional reagieren kann, aber bei einem wohlüberlegten schriftlichen Kommentar ist so etwas nicht nötig. Bevor man auf den abschicken Knopf wutschnaubend hämmert, kann man sich das Ganze nochmal durchlesen.

      Die Nachricht hat alle geschockt, das hat mit H96-Fans überhaupt nichts zu tun, das brauchst Du also nicht extra anzumerken. Unterstelle bitte damit nicht anderen, sie wären nicht geschockt. Und was heißt denn „über den Verstorbenen hermachen“? Ich habe Stunden nachdem auf allen Medien-Webseiten schon davon zu lesen war, meinen Kommentar dazu veröffentlicht.

      Das Thema BW in Afghanistan habe ich hier gar nicht angesprchen, woher willst Du merken, ob ich davon Ahnung habe, oder nicht?

  16. du miese missgeburt!! wie kann man sich nur darüber lustig machen wenn ein so großartiger mensch wie robert enke aus dem leben tritt!? ich hab’s grad erfahren, und ich könnte ausrasten wenn ich so ne hohle scheiße lese wie das was du hier von dir gibst! robert enke war ein phantastischer torwart und ein super charakter und hat es nicht verdient, dass so einer wie du auch nur über ihn redet!!

    1. @Volxmutant: Für Dich gilt das Gleiche, wie für jw. Versuch mal gesittet und ohne Beleidigungen zu dikutieren, dann kommen wir witer. Andernfalls brauchst Du Dir nicht die Mühe machen, wird gelöscht. Wo bitte mache ich mich darüber lustig? Und kanntest Du ihn persönlich? Was weißt Du über seinen Charakter? Also mich kennst Du nicht, also lass mal das „so einer wie Du“. Was ist denn so einer wie ich?

  17. Alles spricht dafür, dass Robert Enke unter einer schweren Depression gelitten hat, seine Entscheidung, sich das Leben zu nehmen, ist dementsprechend nicht an rationalen Maßstäben zu messen.

    Bevor du ihm also „Feigheit“ und „Egoismus“ unterstellst, informiere dich bitte erst einmal über das Krankheitsbild „Depression“. Vielleicht siehst du die ganze Sache dann etwas klarer.

    1. @Mandy: Ja keine Ahnung – sag Du mir es? Was willst Du mit der Frage denn sagen, die ist doch sicherlich rhetorisch gemeint? Ich verstehe den Zusammenhang nicht – „Wenn eine Erdbeere süß ist, was ist denn dann ein Auto?“

  18. Die meisten Schreibfehler machst du Ui! Das mal so am Rande! Am Tonfall hast du die Schuld,schreibe die Texte einfach anders! und zu guter letzt,warum verstehst du meine Frage nicht und warum löscht du Texte,wie von Claudia die Recht haben,mit dem was sie schreiben?

  19. Zum Thema Online-Kerze. Danke für die Aufklärung. Da du den Link ja entfernt hast, konnte ich nicht wissen, daß das virtuelle Anzünden Geld kostet. Hättest du vielleicht in deiner Kritik an Bernd erwähnen sollen.

  20. nimmt gott ui hier einfach top texte wie von claudia raus,man kann es nicht verstehn!kann gott ui keine gute kritik ab?die nun wirklich gut geschr.war!

  21. @jw und @mandy: Siehe den Hinweis im Artikel.

    @Mandy: Wieso ich Deine Frage nicht verstehe, kann ich Dir nicht sagen, aber Du könntest versuchen, sie mir zu erklären. Bei Meinungen gibt es übrigens kein richtig und kein falsch und gegen den ein oder anderen Tippfehler habe ich nichts, aber

    „du plöde miss geburd!!!!!!1111“

    z.B. ist kein Tippfehler.

  22. @Manuel: Vidar meint meinen Beitrag, ich hatte die Kriegsverbrechen der BW erwähnt.

    @Vidar: Am besten informierst du dich mal. Vgl. Monitor-Beitrag vom 5.11. -> youtube.com/watch?v=VKcXvU61Dkg

    Ich finde, daß Manuels Kommentar hier nicht den Vorwurf eines „sich über den Verstorbenen hermachen“s erfüllt. Wer gelesen hat, was er anläßlich des Todes eines anderen kürzlich verstorbenen Prominenten geschrieben hat, weiß, wie das dann geklungen hätte.
    Der Beitrag ist nachdenklich und vereinigt Bericht, Kritik an Polizei und Online-Presse sowie am Selbstmörder; außerdem an unüberlegt egoistischen Zugfahrenden.
    Selbstverständlich verdient ein medizinisch diagnostizierter Depressiver als Selbstmörder nicht den Vorwurf der Feigheit. Aber es liegen ja keine Belege dafür vor, daß er daran erkrankt war.

  23. Claudias text hatte nur Kritik an deinen Text,das war genau so wie ich und alle hier im Auto z.b.auch jw das hier sehn.wir waren am stadion,4 std.hin 4std zurück!alle gehn arbeiten morgen!warum fahren wir dahin?robert enke hat viel schlimmes durch gemacht,andere menschen auch,ganz klar!(wir hatten im jahr 2001,selber bei einem autounfall 3 todesopfer aus unserer clique,kannst ja auch dumme texte zu schreiben!)zurück zu robert enke.wir sind alle werder bremen fans,also mit h96 nix zu tun!ob feige oder nicht,ob selbstmord oder nicht,robert enke ist tot,er kommt nich wieder!warum wegen seinem kind?war er schwerkrank?das wird viell.die tage bekannt!es ist egal wie bekannt(star)jemand ist,der tot war viel viel viel zu früh!…..ja mein text ist nich supi jetzt,aber mit handy ist nicht so einfach!

  24. ein amoklauf ist sehr feige!man schießt auf menschen die keine chance haben!ein selbstmord ist viell.manchmal bestimmt feige,aber nicht immer!hat robert enke sich“““nur“““wegen seiner toten tochter umgebracht,wäre es nicht „fair“gegenüber seiner frau,seinem anderen kind usw…weil wie würde das dann weiter gehn,würde sich dann jetzt seine frau umbringen usw…?aber von feige zu sprechen,ne das kann man auch dann nicht so richtig!der unfallverursacher von dem unfall aus unserer clique(ein lkw fahrer)tötete sich 3 jahre später,er konnte die schuld nicht ertragen!das machte es auch nicht „besser“im gegenteil,frau und 2 kinder alleine.aber ich würde nie sagen,er war feige!

  25. Halloe’chen. :>
    Also, ich versteh‘ erstmal gar nicht, warum ihr euch hier so aufregt. Beim ersten Lesen hab ich auch gedacht, dass der Autor etwas uebertreibt, aber ich finde schon, dass er das gut geschrieben hat und sachlich geblieben ist. Mich hat die Nachricht vom Tod Enkes auch geschockt, auch wenn ich’s erst fuer’n schlechten Witz gehalten hab.
    Natuerlich schockt der Tod von ihm jetzt un gemein, aber das liegt zum Teil auch nur an seiner Prominenz .. Wie im Artikel schon beschrieben, gibt es viele solcher Schicksaele, von denen man nie etwas hoert. Robert Enke ist ein ganz normaler Mensch gewesen, wie wir auch. Bei ihm lief auch nicht immer alles gut, aber warum musste er sich auf dieser Weise das Leben nehmen??
    Dachte er nicht mal an seine Frau, das Adoptivkind, Verwandte, Bekannte, Verein und Fans??
    Er war doch so erfolgreich. :0
    Naja, also abschließend finde ich, dass ihr mit euren negativen Kommentaren etwas uebertreibt. Seine Meinung ist nun mal diese und es gibt viele die so denken. Man kann nicht immer alles ‚positiv‘ sehen. Finde deine Kritik gut, ui. 😉

    R.I.P. Robert Enke.. :/

  26. Beiträge wie der Deinige stimmen mich sehr nachdenklich. Es scheint mir bei einigen zu einem typischen Verhaltensmuster geworden zu sein, Menschen, deren Handlungen sie auf den ersten Blick nicht in der Lage nachzuvollziehen sind (teils, da es sich um irrationale, durch psychische Erkrankungen hervorgerufene Verhaltensmuster handelt, teils, da der Betreffende nicht sehr mitteilssam bezüglich seiner Motivationen ist), in unnachgiebiger Weise zu dämonisieren und beliebig mit sehr oberflächlichen Begrifflichkeiten wie „feige“ zu belegen.
    Mal ganz ab von dem Nationaltorwart (den ich im Übrigen sowieso nicht kannte, da mir Fußball egal ist);- ein ganz großer Teil der ausgeführten Suizide gehen vor allem darauf zurück, dass eine systematische psychische, aber oftmals auch eine physische (sexueller Mißbrauch,- übrigens nicht nur gegenüber Frauen/jungen Mädchen, sondern auch männlichen Personen) durch das Umfeld stattgefunden hat. Das sind natürlich häufiger die Eltern und Geschwister, weniger die Ehefrauen. Aber auch hier können sich, teils heftige, Verbindungen aufbauen.
    Wenn Du Selbstmord mit Begriffen wie „feige“ stereotypisierst, da jener ja dem Umfeld schaden zufügen würde, solltest Du das oben erwähnte nicht außer Acht lassen. Und ganz davon abgesehen, dass Egoismus die positivste und lebenserhaltendste Eigenschaft ist (gerade deshalb ist jene Eigenschaft oftmals wirklich Suizidgefährdeten abgängig und eben nicht mehr Teil ihres Handlungsmusters), und diese allgemeine negative Würdigung nicht verdient hat,- hast Du offensichtlich vergessen, dass der vermeintliche Anspruch, auf das Weiterleben einer so schwer deprimierten Person, dass sie mit dem Leben abgeschlossen hat, ein noch wesentlich egoistischerer ist; niemand hat jemals einen Anspruch auf das Leben einer anderen Person. Diesen Anspruch aber gestehst Du den Verwandten zu; mehr noch, Du erhebst ihr temporäres Leid durch Verlust über das Leid des Betreffenden, der unter schwersten Depressionen nur noch in der Lage ist, zu existieren, nicht mehr zu leben. Du unterstellst, dass ein jeder Verwandter oder enger Freund einen höheren Anspruch auf die Bestimmung des Lebensverlaufs einer Person habe, als jene selbst. Dies ist eine in höchstem Maße egoistische Inanspruchnahme, die dem betreffenden Individuum jegliche Selbstbestimmung entzieht. Nett ist das nicht. Klug auch nicht.

  27. Also, ich finde diesen Artikel sehr gut. Ich mochte Robert Enke sehr, sehr gerne und mir kommen auch die Tränen, aber leider hat er seine Frau und Tochter im Stich gelassen. Die müssen jetzt damit klar kommen. Genauso wie der Lok – Führer. Die werden Ihres Leben nicht mehr froh.
    Ich finde es auch schon recht egoistisch. Aber anscheinend hat er keinen anderen Weg gefunden.

    So ist er jetzt bei seiner kleinen Tochter…

  28. Also erst mal mein tiefstes Beleid an Robert Enke´s Familie und Freunde.

    Also ich muss schon sagen, das einige Kommentare sehr geschmacklos und taktlos. Für manche sieht es vielleicht aus, das er seine Familie im Stich gelassen hat. Aber keiner weiß wie es in ihm aussah. Menschen sind gebrechlich und wenn ihnen nicht geholfen wrd/kann, ist es keine schöne Art über einen Menschen so zu urteilen. Es gibt einfach Menschen, denen ihr Leben so kaputt geht und sich nicht ausdrücken können, weil sie selber nicht wissen was mit ihnen geschieht. Sich dieses Urteil erlauben, das Selbstmord feige ist, finde ich taktlos und geschmacklos. Vielleicht ist euer Leben gut so wie es ist, aber es gibt Menschen deren Seele so gebrochen ist, das sie nicht mehr sie selbst sind und keinen Ausweg sehen. Man sollte diesen Menschen helfen solange man es noch kann. Robert konnte man nicht mehr helfen und das bedeutet, das man einen Menschen in guter Erinnerung behalten. Ein Mensch ist nicht feige oder schlecht, nur weil er einfach keine Lösung hatte, wie er sein Leben hätte anders meistern können. Wenn man oft genug die zeitung liest oder Nachrichten schaut, sieht man sehr wohl, oft Berichte über Selbstmordopfer. Und wenn man diesen Menschen dann gekannt hat, ist es noch schlimmer und wenn man diesen Menschen nicht kannte, sollte man einfach taktvoll bleiben und entweder trauern oder einfach schweigen. Ich möchte nämlich nicht wissen, wie ihr euch fühlen würdet, wenn man über einen Geliebten Menschen eurerseits reden mag. Das ist nämlich ein ziemlich beschissenes Gefühl um es harmlos auszudrücken.

    Außerdem wer die Zeitung liest und die Nachrichten hört, müsste wissen, das sehr wohl Seelsorger für den Lokführer sorgen und ihn unterstützen. Lokführer werden dabei unterstützt und zudem in ihrer Ausbildung geschult. So schlimm das auch klingt solche tragischen Dinge werden oft passieren. In vielen Berufen bekommt man das zu hören. Oder macht sich einer Gedanken um Ärzte, denen Menschen auf dem Tisch wegsterben? Darüber macht sich keiner Gedanken!!! Also urteil nicht über einen Menschen, wenn ihr überhaupt nicht wisst was in diesem Menschen vorgeht und warum er so gehandelt hat.

    Meine tiefste Trauer geht an seine Frau Teresa, seine Tochter Leila, seinen Angehörigen und engsten Freunden!!!!

    Robert wirst immer in Gedenken an die schöne Zeit bei uns sein.

    R.I.P

  29. Das hat nichts mit Fetzen zu tun. Ich weiß, wovon ich rede, denn auch mein Mann hat sich vor knapp 12 Jahren mit 28 aus dem Leben „gestohlen“ und mich mit zwei kleinen Kindern allein gelassen. Die Familie, vor allem seine Frau wird sich immer wieder fragen, was sie falsch gemacht hat. Sie wird sich fragen, was sie versäumt hat – und darauf niemals eine Antwort bekommen. Es sind zwei Dinge, mit denen sie leben muss: sie hat den Mann verloren und sie wird auf viele Fragen nie eine Antwort bekommen – und das nagt. Daran wird auch ein Abschiedsbrief nichts ändern. Denn auch der beantwortet nicht alle Fragen, Jedenfalls nicht die Fragen, die man sich als Hinterbliebener selbst stellt.
    Der Lokführer wird sich fragen, ob er zu spät reagiert hat, ob er den Zusammenprall hätte verhindern können. Nach seinem Gefühlsleben fragt niemand. Aber er muss damit leben.

  30. Jeder Tod ist traurig ! Wenn dann ein Promi stirbt, wird aufgrund seines Bekanntheitsgrades natürlich auch mehr darüber gesprochen. Geschockt bin ich aber nicht. Vorgestern ist hier eine junge Mutter bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen. Da war ich schockiert. Sie wollte nicht aus dem Leben scheiden. Enke wollte dieses, hat es erreicht und genug des Geredes über ihn.
    Er hinterlässt Frau und Adoptivkind und einen sicherlich psychisch beeinträchtigten Lokführer. Egoistisch! Und wer jetzt mit ‚keiner konnte in sein Gefühlsleben schauen‘ kommt : Sexualstraftäter zB verarbeiten auch i.d.R. irgendwelche Traumata. Habe ich mit denen Mitleid/Verständnis? Nein !
    Und alles weitere Gerede kann eh nur Spekulation sein.

  31. Ich bedaure den Tod von Robert Enke sehr, aber nicht seine Art der Wahl des Suizids. Er belastet damit unbeteiligte , welche auch Familie haben psychologisch sehr stark. Sportler sollten fair sein und nicht Unbeteiligte mit den eigenen Problemen zwangsweise belasten. Ich habe selbst ein schwerstbehindertes Kind in Pflege; aber nie würde ich andere damit belasten.
    Frau Enke möchte ich mein tiefstes Bedauern und mein Mitgefühl ausdrücken. Ich glaube sie hat alles versucht den Schicksalsschlag mit dem Tod der eigenen Tochter zu dezimieren und überwinden. Ich ziehe den Hut vor einer Frau. Frau Enke, Sie haben mein vollstes Mitgefühl. Ich wünsche Ihnen und Ihrer Tochter, dass Sie irgendwann Ruhe finden und Robert nie vergessen.

  32. Unfassbar, dass es Menschen auf dieser Erde gibt, die sich tatsächlich in einem Thread, in dem es um einen verstorbenen menschen geht, so beleidigen oder sich gegenseitig die schlechte Grammatik vorwerfen. Zu dem Verfasser: Dein text ist gut geschrieben, über den inhalt lässt sich wohl streiten, aber so schlimm wie es hier dargestellt wird, ist es sicher nicht. Aber deine selbstgerechte Art hier ist einfach nur ekelhaft. man könnte meinen du hast das Thema hier nur veröffentlicht, damit du dich profilieren kannst. Schlimm solche Menschen..

  33. Bis vor ein paar Jahren dachte ich so ähnlich wie du.
    Seit ich aber mit einer Psychologin zusammen bin, hat sich das etwas gewandelt.

    Depression ist eine ernste Krankheit, die bei ca.15% der Betroffenen zum Tod führt. Sie ist wesensverändernd und die eigene Tötung erfolgt in vielen Fällen nicht geplant im Sinne von überlegt, sondern man sucht sich die beste Möglichkeit, zu sterben, ohne überhaupt richtig in der Lage zu sein, an Konsequenzen zu denken.

    Man ist nicht der Mensch, der man normalerweise war und wirklich frei ist der“Freitod“ in keinster Weise.

  34. Das habe ich auch nicht im geringsten behauptet. Ich arbeite auch in der Psychiatrie und habe sehr oft mit dem Thema Depression und Suizdalität zu tun. Und vor allem finde ich es geschmacklos wenn man ein Urteil über einen menschen fällt, den man gar nicht kennt. Sicher ist der Freitod nicht die Lösung, aber versuch das mal einem psychisch krankem Menschen zu erklären, der nicht einmal Herr über sich selbst ist.

  35. hallo, ich bin zufällig heute das erste mal auf diese seite gestossen; wer ist eigentlich dieser selbstgefällige ui?

    de mortuis nihil nise bene…das sollte auch hier gelten.

  36. Hallo!

    Habe den Beitrag zum Tod von Robert Enke gelesen.
    Ohne beleidigend zu werden, war es gemacklos und weit unter der Gürtellinie.

    Wie kann ein Außenstehender wissen, was in einem Menschen vorgeht, der sich das Leben nimmt?
    Es ist leicht von Feigheit zu reden.
    Das ist eine Entscheidung, die jeder für sich selbst treffen muß und darf.
    Was ist daran unmenschlich?

    Depressionen sind eine ernsthafte nicht zu unterschätzende Krankheit.
    Ich war selbst davon betroffen und habe es am Anfang auch auf die leichte Schulter genommen.

    Du musst deinen Erwartungen gerecht werden und deine Pflichten erfüllen.
    Obwohl du innerlich aufschreist und gar nicht willst.
    Das ist ein Gefühl, dass dich runterzieht und zum ständigen Grübeln verdammt.
    Es macht krank. Egal ob du arm bist oder reich.

    Vielleicht gerade wenn du alles hast.

    Als eingefleischter Fußballfan tut es mir sehr leid. Ich habe immer seine Art bewundert, mit den menschlichen und sportlichen Tiefschlägen klarzukommen.
    Aber die Nachricht mit dieser rätselhaften Virusinfektion wollte mir von Anfang an nicht so recht in den Sinn……

    Er war ein TYP, auch wenn ich nicht HANNOVER 96 Fan bin, der menschlich als auch sportlich eine Bereicherung war.

    Vielleicht geht es ihm dort oben besser.

    PS: An den Lokführer denke ich auch!

    1. @Susanne: Danke für Deinen Kommentar. Wenn Du sagst, mein Artikel sei beleidigend, dann sag mir bitte doch, welche Sätze eine Beleidigung darstellen, ansonsten ist das eine gemeine Unterstellung. Du fragst wie ein Außenstehender wissen kann, was in einem Menschen vorgeht, der sich das Leben nimmt – kann er nicht wissen. Und genau das habe ich auch geschrieben.

  37. Zunächst möchte ich feststellen, dass jeder Todesfall – egal, wodurch dieser ausgelöst wurde – für alle Beteiligten ein schwerer Schlag darstellt.

    Wie von Teilen der Schreiber in diesem und anderen Foren beschrieben, finde ich die Art und Weise, wie R. Enke den Selbstmord begangen hat, unschön. Es gibt sicherlich auch andere Möglichkeiten, freiwillig aus dem Leben zu scheiden. Dass er diesen Weg gegangen ist, respektiere ich, aber ich finde es unklug, sich ausgerechnet vor einen Zug zu werfen und noch andere Menschen in Gefahr zu bringen. So etwas hätte ich einem Menschen wie R. Enke, der sicherlich intelligent war, nicht zugetraut.

    Juristisch gesehen, ist m. E. R. Enke zu einem Straftäter geworden, da ja der Selbstmord strafbar ist. Bei einem unvollendeten Selbstmord können diese Personen juristisch zur Rechenschaft gezogen werden. Es wäre ein Prüffall für Juristen, inwieweit man die Angehörigen bei einem tödlich verlaufenen Selbstmord zur Rechenschaft ziehen könnte. Es kann ja nicht sein, dass solche Taten ungestraft bleiben, siehe auch die teils tödlich verlaufenden Fälle von Geisterfahrern auf der Strasse, die dies in Selbstmordabsicht tun. Wer ersetzt – wie in diesem Fall- der Deutschen Bahn und deren Fahrgästen – die hierdurch entstehenden Schäden? Im BGB steht drin, wer anderen einen Schaden zufügt, muss für diesen auch gerade stehen. Habe Selbstmörder da einen Freifahrtschein?
    Zuletzt möchte ich noch zur Berichterstattung in den Medien eingehen. Warum berichtet niemand über den Lokführer und die Fahrgäste, die – zumindest der Lokführer – einen erheblichen Schock davon getragen haben müsste. Ich finde dies sehr einseitig und die Opfer kommen hier zu kurz.

    1. „Juristisch gesehen, ist m. E. R. Enke zu einem Straftäter geworden, da ja der Selbstmord strafbar ist. Bei einem unvollendeten Selbstmord können diese Personen juristisch zur Rechenschaft gezogen werden. Es wäre ein Prüffall für Juristen, inwieweit man die Angehörigen bei einem tödlich verlaufenen Selbstmord zur Rechenschaft ziehen könnte.“ – Also Tom, so einen Blödsinn habe ich noch nie gelesen. Hat mal irgendjemand Deiner Verwandten etwas angestellt? Und wurdest Du dafür zur Rechnenschaft gezogen?

  38. Ich finde auch, dass du manche Stellen anders formulieren solltest. Menschlich war er allemal. Feige? Wieso? Hast du mal vor einer anrauschenden Bahn gestanden und dich getraut stehen zu bleiben? So kann man es auch auslegen.

    Allerdings muss ich dir in zwei Punkten absolut recht geben:
    Es geht nun wieder nur um den armen DFB, der ja einen tollen Torhüter verloren hat. Ich finde, Enke war nicht so überragend, dass er nicht von Tim Wiese -der ja viel besser ist, meiner Meinung nach- ersetzt werden könnte. Die Frau tut mir leid, die nun ohne Mann da steht; die vor ein paar Jahren ihre Tochter verloren hat. Und zum Schluss: Der Bahnfahrer. Der arme Mann, was der für nen Schock hat. Vielleicht kann er nie wieder in seinem Beruf arbeiten? Wer weiß das schon?

  39. Mich hat die Nachricht nicht geschockt, da ich nichtmal wusste, wer Robert Enke ist. Aber ich finde solche Meldungen diesbezüglich immer traurig, dass es sich um den unnötigen Tod eines jungen Menschen handelt, und mehr als der Mann selbst oder der Lokführer tun mir seine Frau und die kleine Tochter leid, habe gelesen, dass die Kleine erst adoptiert wurde. Solche Kinder haben oft eh schon einen Trauma davongetragen, weil sie einfach weggegeben wurden, und dann verliert sie auch noch nach kurzer Zeit den Vater.
    Aber ehrlich, auch wenn mir solche Sachen wirklich leid tun – ich kannte die Person nicht und lebe mein Leben einfach weiter, egal ob diese Person noch da ist oder nun nicht mehr. Und das tun die meisten Menschen, nämlich die, die nicht direkt betroffen sind. Das ist der Lauf der Dinge, ohne dass ich ein gefühlskaltes Biest wäre. Sonst könnte ich genauso gut jeden Tag zusammenbrechen, weil 1000e Menschen am Hunger oder im Bürgerkrieg elendig krepieren.
    Ich maße es mir nicht an, darüber zu urteilen, ob ein Selbstmörder egoistisch oder feige ist. Das alles ist halt einfach sehr schade. Hätte man es verhindern können? Klar, man könnte theoretisch alles verhindern – aber wenn das so einfach wäre und man in Menschen einfach mal reinschauen kann, gäbe es keine Amokläufe, keine Selbstmorde,…
    Also, wir sind uns wohl alle einige, dass es sehr traurig ist, was da passiert ist. Aber die Wogen schlagen nur so hoch, weil es sich hier um eine Person der Öffentlichkeit handelt. Hätte es die Nachricht gegeben, dass sich ein Unbekannter umgebracht hätte, würden zwar sicherlich noch viele Leute Mitleid empfinden, doch ich denke, mehr als 50% derer, die jetzt der Meinung sind, sie werden von Trauer schier zerfressen, weil sie den Mann ja (aus dem Fernsehen oder Stadion) „kannten“, hätten im Falle eines anonymen Toten nichtmal mit der Wimper gezuckt… Und da muss sich hier niemand angegriffen fühlen, da ich ja nicht weiß, wer zu welchen Leuten gehört.
    Und das Schlimme ist, jetzt wird daraus wieder ein Medienspektakel sondergleichen gemacht; besonders schön für die Hinterbliebenen, die mit dieser schwierigen Situation nun überall konfrontiert werden.

    Noch was zu Manuels Ton. Er ist vielleicht wirklich nicht sooo pietätvoll, andererseits ist dies in 1. Linie ein Blog mit viel Ironie und Zynismus (also im positiven Sinne gemeint, da es die Leute zum Lachen bringen soll). Es hat mich eh schon gewundert, dass er über eine solche Sache berichtet. Dass da kein triefend-kitschiger, voll schmerzlicher Trauer beeinflusster Ton angeschlagen wird, sollte jedem klar sein, der diesen Blog etwas kennt. Ich habe allerdings nichts Gemeines gelesen, denn Dinge wie „Wer denkt an den Lokführer?“ oder dass ein Selbstmord mitunter feige ist, sind berechtigte Anmerkungen. Und vermutlich dürft ihr damit rechnen, dass nach einer angemessenen Trauerzeit irgendwelche Comedians wirklich fiese Sprüche über die Sache bringen, siehe z. B. Rex Gildo und sein Sprung aus dem Fenster, über den ich erst neulich wieder Witzeleien im TV gehört habe.

  40. Ähm, ich hab diesmal gar nicht die Möglichkeit, meinen Beitrag nochmal zu überarbeiten? Habe gerade noch einige peinliche Fehler entdeckt… :-/ Man(uel) möge mir dies vergeben.

  41. @Tom: Ich dachte mir auch schon, dass es bestimmt findige Menschen geben wird, die aus dem Umstand noch Profit schlagen wollen, z. B. indem sie den sicherlich wohlhabenden Selbstmörder verklagen, da es ja zu Schaden kam bzw. hätte kommen können.

  42. woher willst das alles wissen
    niemand weiß genaues und du beschuldigst einen von schicksalsschlägen behafteten menschen
    menschlich war enke ein großartiger typ

  43. Menschen die unter Depressionen leiden, kann man nicht moralisch oder interlektuell logisch einordnen. Robert Enke war weder feige noch mutig als er sich vor den Zug warf, sondern krank.
    Wer solche Taten moralisch einordnet, hat aus meiner Sicht keine Ahnung, was es bedeutet depressiv zu sein.
    Sie schreiben und reden darüber, nach dem Motto, so etwas kann mir niemals passieren. Wie kann man so etwas bloß tun.
    Da paart sich Unwissenheit mit ein wenig Selbstherrlichkeit.
    Oder vielleicht auch Angst, vor einem möglichen persönlichem Versagen ?

  44. An alle gerichtet, die jetzt Enkes Art kritisieren aus dem Leben zu scheiden, sage ich: Ihr seit so heuchlerisch, brutal und zynisch, dass ich kotzen könnte…

    Jetzt habt ihr plötzlich ein Herz für Lockführer entdeckt, ansonsten interessieren die euch aber nicht die Bohne.

    Eure Statements sind so typisch für unsere kranke Gesellschaft: Konkurrenz, oder besser „Wettbewerb“, sich also gegenseitig fertig machen wo’s nur geht, findet ihr völlig normal und wer mit dem Druck nicht klar kommt, die Kälte einfach nicht mehr aushält, der ist selber Schuld und soll bitteschön nicht negativ auffallen und auch noch so unverschämt sein, die reibungslose Abwicklung des täglichen Wahnsinns zu stören.

    Die ganz normale, alltägliche Brutalität, die unser Leben bestimmt, kommt in diesen Kommentaren von Leuten zum Ausdruck, die sich jetzt scheinheilig für das Seelenleben von Lockführern interessieren.

  45. Der liebe ui mag zwar inhaltlich richtig mit seinem Kommentar liegen – aber seine Anmassung, auf Rechtschreibung, Ton und Logik bei den Antworten zu pochen, grenzt tatsächlich schon an Selbstgefälligkeit und gesteigerte Selbstüberschätzung.

  46. Ich finde es auch krass, was hier so geschrieben wird.
    Aber das spiegelt die Gesellschaft wieder.
    Keinerlei Mitgefühl…alles muss in Frage gestellt werden und die Menschen können noch nicht mal, wenn sie den Freitod gewählt haben (warum auch immer) in Ruhe gelassen werden. Werden als feige oder sonstwas bezeichnet.
    Und ich rede hier nicht nur über Robert Enge… Ich weiss, es gibt sicherlich noch wesentlich mehr Menschen, die den Freitod wählen und ich finde, es ist jedes Mal tragisch.
    Und wenn darüber nicht in der Presse berichtet wird, dann heisst das nicht, dass der Mensch weniger wert war.
    Aber es ist nunmal so, dass er eine Person war, die in der Öffentlichkeit stand. Daher auch die Reaktionen.
    Und wenn man sich ein wenig damit beschäftigt, dann sollte man sich schämen zu sagen, er war feige… Er hatte sicherlich ein hartes Schicksal zu tragen.
    Und jede Mutter oder Vater kann das nachvollziehen. Wenn ein Kind stirbt, dann ist das das Schlimmste, was Jemandem widerfahren kann…
    Und jetzt sein MItleid für den Lokführer zu entdecken…Unglaublich. Sicherlich ist das auch furchtbar, keine Frage, aber weil jemandem nichts besseres einfällt kommt man mit solchen Aussagen daher.
    Und wer denkt an die Frau und die Tochter, seine Eltern?
    Denkt darüber mal nach und schämt euch, solche Aussagen zu machen…
    Leider sind zu viele Menschen so, deshalb leben wir auch in so einer herzlosen und scheinheiligen Gesellschaft!

  47. Großes Lob an den Verfasser!
    Selbstmord ist Selbstmord, egal wer ihn begeht und damit moralisch in keinster Weise in Ordnung, außer im seltenen Falle eines Martyriums, des Verzichtes auf das eigene Überleben zu einem höheren Nutzen.
    Ich lese hier schon wieder Beschimpfungen aller Art mit einem angefügten menschlich war Enke ein großartiger Typ, der Autor nennt sich selbst „fan“. Lässt vermuten, dass gerade er ihn persönlich kannte, oder? Im Übrigen hat dieser herr Enke die PETA unterstützt, der schlimmste Lügenverein den ich kenne, noch vor Sekten. Und das macht ihn mir nicht sympathischer. Könnte man sich sogar für ihn freuen, er hat die Rückführung zur Natur erfolgreich hinter sich gebracht.
    Herr Enke war einfach ein Mensch. Und der ist jetzt tot. Und trotzdem ist die Weltbevölkerung auch gestern um 126.000 Menschen gewachsen. Ich verstehe die enorme Trauer um Michael Jackson, aber er war nicht einfach mehr ein einfacher Mensch. Herr Enke hat diesen „godlike“-Status nicht erreicht, hätte er vermutlich auch nie.
    Die denen er wirklich Leid zufügt sind tatsächlich der „Mörder“, also Zugführer, und die Familie. Bedenkt doch mal bitte, dass dieses kleine Mädchen schon einmal die Eltern und damit aus psychologischer Sicht eine Bezugsperson verloren hat! OK, finanziell braucht sie sich wohl keine Sorgen machen, auch als zweiter Torwart der Nationalelf verdient man unverschämt viel. Aber was die psychisch mitmachen muss… Wenn dann hat die Familie Mitleid verdient, wie jede andere Familie, die den Verlust eines Familienmitgliedes zu ertragen hat, dessen Zeit noch nicht gekommen war! Ich habe selbst schon einige freunde auf diese Weise verloren, Selbstmorde, Unfälle, Krankheiten… Hyped man nun diesen einzelnen, der nichteinmal etwas besonderes vollbracht, sondern sein ganzes Leben nur gespielt hat(und ja, man geht Fußball spielen, nicht Fußball arbeiten), dann ist das doch irgendwie auch als persönliche Beleidigung gegen meine Freunde zu sehen, denn die werden einfach nur abgestuft.

    Und genau das sehe ich in diesem Artikel, Enke war kein Gott, niemand von euch kannte ihn und den Familien anderer geht es genauso schlecht.

    Ruft mich wieder an, wenn Jesus stirbt…

  48. Hallo zusammen ich möchte mich gar nicht lang dazu äußern nur soviel ich bin auch Lokführer und ich weiß das sowas nie einfach ist für alle beteiligten aber in welcher Welt leben wir das solch ein Thema so zerrissen wird nehmt es einfach so hin Robert Enke wird seine Gründe gehabt haben mein Beileid für alle beteiligten und deren Familie es ist ein schwerer Gang für alle

  49. Und nachtrag noch: Ich bin nach psychologischem Gutachten als schwer depressiv und sozialgestört eingeordnet. Bring ich mich deswegen um? Nein.
    „Wie gestern so schön in Stromberg gesagt wurde: Depression ist eine ganz normale Krankheit – wie Krebs.“ Und Krebskranke bringen sich genausowenig um, obwohl ich ihnen eher das recht darauf zusprechen würde.

  50. der einzig sinnvolle post auf dieser seite kommt von claudius. muss dir da absolut rechtgeben.

    dieser ui sollte sich was schämen, solche einen anstandslosen text zu verfassen. manchen menschen gehört der inet zugang verboten.

  51. Ich will auch nicht beleidigend werden, jedoch muss ich der person unter mich recht geben.
    ich find den text hier sehr geschmacklos …
    es ist wie jeder selbstmord, ja jedoch musste er schonmal so einen schicksalsschlag mit seiner tochter wegstecken, man sollte auch mal an seine famielie, seine frau und seine kleine adoptivtochter denken !
    natürlich denke ich auch an den lockführer aber ich finde das es ihn wohl kaum soo hart trifft wie freunde familie und so weiter.
    noch dazu sollte man daran denken das er 2007 oder wann das war im herzzentrum war und hat den kindern ein lächeln geschenkt !
    es ist weder feige noch dumm oder sonst etwas jeder entscheidet für sich selbst und dies war eben ein schneller tod vielleicht wollte er es so, man sollte ihn damit in ruhe lassn und an ihn denken.

    immerhin war er auch ein sehr guter fußballer.
    jeder mensch hat krankheiten und jeder mensch geht anders damit um.
    er machte das so und wenn er das so wollte is das völlig okay.
    ich trauer um ihn und mich verletzt diese sache sehr.
    man solle so nicht von einem toten schreiben !

  52. Also ich finde Robert Enke weder egoistisch noch feige. Als aussenstehender sieht man immer Mittel und Wege die so etwas verhindern. Nur sieht der Betroffene diese meist nicht. Lächerlich finde ich, wenn man von Bestrafung der Angehörigen spricht. Soll seine Witwe jetzt auch noch Geld an den Lokführer bezahlen oder was? Sie ist meiner Meinung nach schon genug gestraft. Sie hat ihre Tochter verloren und jetzt ihren Mann und sie muss sich um die kleine Adoptivtochter kümmern. Das ist schon genug und da soll sie auch noch strafrechtlich belangt werden? Man sollte Tote nie beleidigen (nur mal so zu feige und egoistisch). Ich finde, dass es jetzt wichtig ist sich um die Hinterbliebenen und den Lokführer zu kümmern. Alles andere ist unwichtig. R.I.P Robert Enke

  53. pensi:
    Also, Michael Jackson war gottähnlich? Da darf getrauert werden? Und Du bestimmst, wer diesen Status erhält? Kann es sein, dass Deine Aversion gegen diesen „schlimmsten Lügenverein“ PETA von der Tatsache herrührt, dass die es gewagt haben, deinen Gott zu kritisieren, weil er für seine Bühnenshow Tiere benutzen wollte? Du bist genauso selbstgefällig wie der liebe ui.

  54. @fan: Woher will ich was alles wissen?

    @RCH: Ich verstehe nicht, wie man auf die Idee kommen könnte, soetwas könne mir nie passieren. Ich bin selbst oft feige und denke, dass jeder manchmal feige ist.

    Viele Kommentare schreiben so, als ob feige sein das Schlimmste sei, was es überhaupt gibt. Finde ich nicht. Und ich mache Robert Enke auch nicht groß Vorwürfe, ich fänd es aber besser, wenn er einen anderen Weg gewählt hätte.

  55. Also was ich am schlimmsten finde, ist die Tatsache, dass der manager von ihm, oder Betreuer, sich ja schon denken konnten, das er das machen würde… laut interview, dann muss man sich fragen, warum die nicht alarm geschlagen haben…was viell noch schlimmer ist, ist die Tatsache, das die Frau von Enke vor die Presse gezogen wird, wozu denn? Lasst sie trauern, die macht genug durch….gut, der Lokführer, das ist natürlich hart, aber auch hier meine Frage, wenn er so nen riesen Schock hatte, den er haben muss, warum sagt er aus, er habe jemanden auf den glleisen gesehen? Normalerweiße würde die Polizei so jemanden unter nicht vernehmbar melden…also das ist typisch Sensationsgeilheit…um den anderen kommentaren zu widersprechen…ich finde es eher komisch, dass erst so spät davon bekannt gemacht wurde…normalerweiße ist doch Löw mit einer der ersten der es wissen sollte…und meine Meinung ist im Endeffekt, irgendwas stimmt an dem Suizid hinten und vorne nicht…ich möchte keine Verschwörung anstiften, doch wenn man die Punkte überlegt, wird man auch darauf kommen das es so nicht gewesen sein kan…

    Tobi

  56. @Klaus-Dieter: Es tut mir leid, dass Du die Bemerkung zu den Kommentaren so aufgefasst hast, aber was hier teilweise vom Stapel gelassen wurde, ging gar nicht.

    Es ist ja okay, wenn man den Artikel scheiße findet. Meinetwegen auch, wenn man sauer wird. Aber als Kommentar dann noch einen drauf zu setzen und derbe beleidigend zu werden geht gar nicht.

    Vor allen Dingen sind die Vorwürfe dann vollkommen unnütz, wenn man sich selbst nicht an die eigenen Standards halten kann.

    @Nadinchen: Was soll denn heißen keinerlei Mitgefühl? Selbstverständlich habe ich Mitgefühl. Mit Robert Enke, seiner Frau, seinen Fans, dem Lokführer, mit den 800 Menschen, die sich jährlich vor den Zug werfen und mit allen die eine andere Art des Freitods wählen und vor allen Dingen mit ihren Freunden und Verwandten.

    Im Gegenteil finde ich es eher heuchlerisch jetzt sich bei diesem einen Fall zu empören, wenn einem gleichzeitig alle anderen Fälle am Arsch vorbeigehen.

    Wie viele der Fussballfans, die jetzt ausrasten, haben Michael Jacksons Tod amüsiert zur Kenntnis genommen und bei Patrick Swayzes und Bo Diddleys Tod nicht mal mit der Schulter gezuckt?

  57. @pensi: Ganz so sehe ich es nicht. PETA hin oder her (den Verein kann ich nicht beurteilen, da muss ich mich mal näher mit befassen), Enke hat ihn sicherlich nicht aus Bohaftigkeit unterstützt und daraus kann man ihm keinen Strick drehen.

    Und sorry, aber Michael Jackson war alles andere als ein Gott. Wie kann man den so fanatisch verehren? Das hat ja fast was von einer Sekte und Du hasst doch Sekten so.

    Womit Du natürlich Recht hast, ist, dass man diesen Selbstmord auf keinen Fall auf eine höhere Stufe setzen sollte, als den Deiner Freunde.

    Und was Jesus angeht, der ist schon lange tot.

  58. Oh mein Gott!
    Hast du deinen eigenen Bericht mal gelesen?Morgen steht in der Bild,daß du dich dort beworben hast.
    Es ist ganz klar,das bei einer öffentlichen Person sowas ganz schnell durchdringt und sei es weil ein Polizist,Feuerwehrmann oder Nachbar auf seine 5 Minuten Ruhm hofft.
    Und die Frage nach dem Lokführer finde ich sehr heuchlerisch.Die Damen und Herren müssen ein Psychologisches Profil haben,bevor sie überhaupt fahren dürfen.Das heißt sie werden theoretisch darauf vorbereitet,das sowas passieren könnte.Die Tragik liegt eher darin,das dies eine Prominente Person war und so schnell kein Gras über die Sache wachsen wird und der gute Mann wohl dadurch lange brauchen wird,es verarbeiten zu können.
    Tja,so viel zum Sachlichen. Ansonsten gilt für diesen Blog,der sich übrigens auch erstaunlich kurz nach Bekanntgabe der Nachricht im Netz fand:selig sind die Bekloppten,denn sie brauchen keinen Hammer!

  59. @Sven: Danke für den Kommentar, endlich mal einer, der Klarheit spricht.

    @harald: Ich glaube, Du hast das Wort „anstandslos“ nicht so benutzt, wie Du meintest, denn ein „anstandsloser Artikel“ ist eigentlich ein Kompliment. Was für Menschen möchtest Du den Internetzugang verbieten und mit welcher Begründung und welchem Recht?

    @Ich hald: Du hast insofern Recht, als dass der Kommentar, der eine Bestrafung der Angehörigen forderte, absolut unglaublicher Mist ist. Du hast nicht REcht, dass niemand an die Familie und Freunde denkt. Im Gegenteil. Zu Deiner Aussage „Man sollte Tote nie beleidigen“ – die finde ich, aber das geht am Thema vorbei, falsch.

    Aber erst mal, man sollte Lebende auch nicht beleidigen. Und ich denke nicht, dass hier Robert Enke beleidigt wurde.

  60. Also was ich am schlimmsten finde, ist die Tatsache, dass der manager von ihm, oder Betreuer, sich ja schon denken konnten, das er das machen würde… laut interview, dann muss man sich fragen, warum die nicht alarm geschlagen haben…was viell noch schlimmer ist, ist die Tatsache, das die Frau von Enke vor die Presse gezogen wird, wozu denn? Lasst sie trauern, die macht genug durch….gut, der Lokführer, das ist natürlich hart, aber auch hier meine Frage, wenn er so nen riesen Schock hatte, den er haben muss, warum sagt er aus, er habe jemanden auf den glleisen gesehen? Normalerweiße würde die Polizei so jemanden unter nicht vernehmbar melden…also das ist typisch Sensationsgeilheit…um den anderen kommentaren zu widersprechen…ich finde es eher komisch, dass erst so spät davon bekannt gemacht wurde…normalerweiße ist doch Löw mit einer der ersten der es wissen sollte…und meine Meinung ist im Endeffekt, irgendwas stimmt an dem Suizid hinten und vorne nicht…ich möchte keine Verschwörung anstiften, doch wenn man die Punkte überlegt, wird man auch darauf kommen das es so nicht gewesen sein kan…

    Tobi

  61. @Tobi: 18.17 Uhr ist er vor die Gleise gesprungen, 19.35 Uhr wusste es die ganze Welt. Ganz ehrlich, das hältst Du für zu spät? Erläutere doch mal bitte Deine Verschwörungstheorie.

  62. Naja, also in den Medien wars um 21,05 so weit ich mich im internet informiert habe, der suizid war um 19,23 weil da erst der Zug kam und naja…les dir meinen Text nochmal durch, weil ich glaube, die Theorie von anderen hir im Forum oder Blog ist auch nicht so weit hergeholt, viell wollte er sich ja echt nicht umbringen…und ein Abschiedsbrief, naja, den kann man fälschen und die Polizei ermittelt halt nicht in die andere Richtung, weils ja heißt, ernke hatte depressionen….

  63. Ich habe nicht behauptet, dass niemand an die Familie und Freunde denkt. Ich hab nur geschrieben, dass es das Wichtigste ist sich jetzt um diese zu kümmern und nicht über den Tod von Robert Enke zu diskutieren. Und zu dem Thema das man Tote nicht beldeidigen soll: Es gibt einen Menschen, der mir unglaubliches Leid zugefügt hat (weshalb ich auch in psychologischer Behandlung war), der mittlerweile verstorben ist. Ich würde ihn trotz allem nicht beleidigen. Es tut mir nur nicht um seinen Tod leid.
    Des weiteren habe ich auch nicht behauptet, dass Robert Enke beleidigt wurde und ich finde es auch falsch Lebende zu beleidigen.

  64. Ich bin zutiefst bestürzt. Und finde für den Tod Robert Enkes keine Worte. Eine Tragödie – für seine Familie, aber auch den Lokführer. Doch durch die Depressionen sah er wohl keinen anderen Ausweg. Ein möglichst schneller Tod sollte folgen – und kaum ein andere Alternative ist derart schnell und effektiv.

    Auch nach seinem Tod ärgere ich mich über Personen, die den Torwart-Hickhack mit Ihren subjektiven Meinungen unterstützen, nur weil Sie durch eine Bremer-, Schalker-, oder Leverkusener-Vereinsbrille gucken – einfach nur unmenschlich!
    Robert Enke wurde absolut zu Recht mehrere Jahre hintereinander von den Kollegen bzw. Spielern der Bundesliga zum besten Torhüter gewählt.
    Fußball-Deutschland hat seinen besten Torhüter verloren. Hanover hat dennoch mit Fromlowitz einen guten Ersatz. Und auch Deutschland ist mit Adler für die anstehende Weltmeisterschaft gerüstet! Die beiden und niemand sonst wird Enke in den jeweiligen Toren vertreten.

    Abschließend möchte ich meine tiefste Trauer der Familie Enke und allen Angehörigen ausdrücken – ein tragisches Schicksal, das man immer noch nicht zu realisieren vermag. Ruhe in Frieden Robert Enke.

  65. @Tobi: Nein, das sind alles wilde Mutmaßungen, die auf keinerlei Fakten beruhen. Bei Verschwörungstheorien reagiere ich allergisch. Du willst doch nicht etwa sagen, er wurder ermordet und jetzt erzählt die ganze Welt vom Selbstmord, weil sie Dich reinlegen will? Das ist großer Quatsch. Und eineinhalb Stunden hältst Du wirklich für eine zu lange ZEit, um so etwas zu erfahren?

  66. Ich glaube mal dieser Blog ist für die Meinungsäußerung da, nicht um irgendwelche Meinungen die man selbst hat, auf andere zu übertragen zu wollen…ich finde eben für mich das das komisch war/ist…und naja noch mal ein Beispiel, damals beim Fdp Politiker Möllemann, der hatte angeblich auch depressionen und dann wurde aber festgestellt, das sein Fallschirm manipuliert wurde…in der heutigen Zeit ist alles möglich…naja und ich habe eben meine Meinung zu diesem Fall…

  67. hallo,
    ich will echt nicht beleidigen, auch wenn es jetzt vielleicht so klingt!
    Robert Enke hatte ein unglaublich schweres Leben, er verlor 2006 seine knapp 5 jährige tochter, die ihr ganzes Leben sowieso schon tod krank war und wurde dann auch dadurch depressiv. und was robert enke macht, ist ganz einfach seine sache. dieser ui hat zwar sein recht, dass feige zu finden, allerdings nicht, es so kühl und geschmackslos auf einer öffentlichen Webseite zu äußern-das ist echt nicht toll. stellt euch doch mal vor, euer mann, beziehungsweise eure frau, nimmt sich das leben, ihr steht am boden zerstört da und lest im internet auch noch, dass euer mann, bzw. eure frau einen fehler gemacht haben soll. Außerdem wird dann im internet auch noch kritik an eurem mann bzw. eurer frau ausgeübt! UND NOCHMAL: WAS ENKE TUT IST EINFACH NUR SEINE SACHE
    und auch etwas anderes nochmal: dies sollte keine beleidigung sein, sondern nur eine meinungsäußerung über diesen text

  68. Wir haben einen Menschen verloren der bemerkenswert und viel durchgemacht hat.

    Ich denke bei Suizid ist es egal welche Methode man verwendet man trifft IMMER andere Menschen! Sei es Rettungskraefte Polizei Aerzte und zuletzt die Pathologen

  69. Nicht ok ist, das der DFB einfach das spiel gegen Chile ausfallen läßt, die Fußballer brauchen nicht zu arbeiten! Stirbt ein normaler Mensch, macht den seine Firma wo er gearbeitet hat, ja auch weiter und macht nicht eine Woche Pause! Das ist nicht ok, gegenüber der normalen Bevölkerung, die auch weiter machen müßen. Das ist aber meine Meinung

  70. robert enke hat sich feige aus dem leben geschlichen und sich keinerlei gedanken darüber gemacht wie sich die menschen fühlen die ihn mochten und lieben auch das wegen ihm ein lockführer unter schock steht und damit leben muß einen menschen überfahren zu haben scheint ihm auch egal gewesen zu sein . enke ist nicht durch einen unfall gestorben sondern durch selbstmord.in der gesellschaft wird eine frau deren man sich das leben genommen hat komisch angesehen außer es ist wieder mal ein promi da trauert dann die ganze nation und in den pressekonferenzen stellen sich leute wie theo zwanziger hin und ringen um fassung für jemanden der sich umgebracht hat als währe derjenige bei einem unfall gestorben das ist nicht richtig warum um jemand weinen der andere vor den kopf stößt

  71. Wenn man mit so einer Theorie kommt, sollte man aber nach Fakten suchen und nicht nach Meinung gehen. Da passt ja die Gruppe in meinem StudiVZ-Lied gut: „Ich hab‘ meine Meinung, verwirr‘ mich nicht mit Fakt!“

    Was Möllemann angeht, das war höchstwahrscheinlich Suizid, evtl. ein Unfall. Fremdverschulden wurde jedoch ausgeschlossen.

    Bevor Du jetzt aber mit JFK, 9/11 und noch anderen Verschwörungstheorien kommst, lies Dir bitte meine Artikel zu dem Thema Verschwörungstheoretiker durch, damit Du weißt, was ich davon halte.

    Und klar finde ich es nett und freue mich, wenn Leser ihre Meinung ier hinterlassen (so lange das im gepflegten Umgangston erfolgt), aber das ist nicht der Hauptgrund, warum dieses Blog da ist. Es ist da, weil es meine Spielwiese ist, also völlig egoistisch und ich hoffe, für Leser interessante und unterhaltsame Sachen zu posten.

  72. hallo ui,
    also ich finde, dass, wenn ein berühmter mensch selbstmord begeht, ist es logisch, dass gut eine stunde danach es schon alle wissen! bei michael jackson wusste es nach einer halben stunde, schon die ganze welt

  73. Ich finde es immer wieder erschreckend, wie verallgemeinernd das Thema Selbstmord angesprochen wird. Wie selbstverständlich ein Selbstmörder zum Feigling und Egoisten wird.

    Diese ganze Argumente die in Deinem Text fallen, kann man genauso gut umkehren:

    Ist es nicht ziemlich egoistisch von jemanden zu verlangen sein Leid weiter zu ertragen, damit man selber nicht leiden muss (unter dem Tod der Person)?

    Ist es nicht eine verdammt mutige Entscheidung zu sagen, ich gebe dies alles auf und beende mein Leben?

    Wie anmaßend bitte ist es, jemanden Feigheit, Egoismus vorzuwerfen, ohne die Hintergründe seines Handelns zu kennen?

    Ich habe auf einer Intensivstation gearbeitet und während dieser Zeit sehr viel Tod und Leid erfahren. Ich kenne die Reaktionen von Angehörigen gut, wenn jemand aus dem Leben tritt. Es schmerzt immer, doch letztendlich ist es auch oft ein Trost zu wissen, dass jemand nun von seinem Leid erlöst ist. Ich finde es legitim zu sagen, ich ertrage das hier nicht mehr, ich komme damit nicht mehr klar, ich beende das hier jetzt.

    Ich habe auch die andere Seite gesehen. Bekannte, die sich versucht haben umzubringen und hinterher froh waren, dass es nicht geklappt hat und sie ihr Leben auch anderweitig in den Griff bekamen.

    Man sollte, bevor man so einen Text schreibt, genau überlegen, ob man in der Lage dazu ist, etwas Angemessenes zu verfassen; ohne Plattitüden, denn die sind hier fehl am Platz. Ich finde, Dir ist das nicht gelungen.

    Ich respektiere Deine Meinung und kann Deine Argumente verstehen, finde aber, dass wir alle die Person nicht ausreichend genug kennen um uns hier Urteile zu bilden. Ich finde es okay, über den Selbstmord zu schreiben, sich seine Gedanken zu machen, aber dies ist ein sensibles Thema und sollte auch sensibel behandelt werden. Würde ich als Angehöriger Deinen Text lesen, ich würde mich sehr verletzt fühlen. Da ist ein Mensch gestorben, der mir sehr nahe stand; ich muss diesen Verlust jetzt ertragen und mir dann noch von fremden Menschen anhören, dass diese Person feige und egoistisch ist? Nein, danke.

    Wie gesagt, ich finde es okay, seine Gefühle und Gedanken zu dem Thema in Worte zu fassen, aber in angemessenem Rahmen.

    Beste Grüße
    Maurice

    PS. Ja, ich habe den Lokführer außen vor gelassen. Ich kann genauso wenig in seinen Kopf schauen, wie in den von Robert Enke. Ich kann mir hier genauso wenig ein Urteil bilden und fände deshalb jedes „parteiische“ Argument falsch.

  74. Hallo ich bin durch Zufall hier her gestoßen und möchte sagen das es sehr schlimm ist einen solchen Freitod zu erleben. Mein Beileid geht der Familie und alle die ihm nahe standen. Ich arbeite selber bei der bahn und habe sowas auch schon einmal gesehen. Zu sagen manche sind Sensationshgeil ist nicht ganz fair. Die Polizei MUSSdiese Vernehmung noch am Unfallort machen weil der Lokführer sonst belastet werden kann.
    Wie gesagt ich habe es sElber schon miterlebt. Und so ein personenschaden ist nicht leicht zu verkraften. Man möchte einfach nur das geschehen verarbeiten und da redet man nun mal eben.
    Viele Lokführer sind danach nicht mehr fähig ihren Beruf auszuüben und werden oft auch depressiv.
    Man sollte nicht vergessen wie schlimm es für alle beteiligten ist. Nicht nur lokführer sondern auch die Einsatzkräfte vor Ort es ist ein schlimmes Bild was niemand sehen möchte. Robert Enke war auch nur ein Mensch.
    Viel Kraft der Familie und den Freunden und r.i.p. An Robert Enke

  75. Wie kann man nur einen so geschmacklosen Beitrag schreiben, ohne jetzt beleidigend zu werden, finde ich es unterste Schublade so etwas ins Netz zu stellen.
    Klar ist es schrecklich auch für den Lockführer usw.
    Klar wird nicht ueber alles so sehr berichtet wie jetzt ueber den Tod von Enke.
    Aber dennoch ist es nunmal so & dann so einen geschmacklosen Beitrag zu schreiben ist echt nicht mehr nomal.
    Vielleicht ist es feige sich vor einen Zug zu werfen – aber dennoch hilt es Robert für die Beste Entscheidung.
    Warum er das so gemacht hat, wird wahrscheinlich nie einer erfahren.
    Dennoch sollten wir es akzeptieren und mit Respekt Enke gegenüber tretten.
    Enke hat vielen Menschen auf dieser Welt was bedeutet – nicht nur als Torwart.
    Sonder auch als Mann, Bruder, Vater, Onkel, Sohn, Nachbar, Couseng usw

    Es ist schrecklich was passiert ist & vill auch schlimm wie es dem Lockführer geht, aber das Deutschland so jemanden verloren hat – ist wohl mal viel schlimmer!

    Als zb. Michael Jackson verstorben ist hat auch die ganze Welt drueber geredet & hat sich irgendjemand beschwert ? Nein weil er ja der King of Pop war.
    Gut mag sehn, Robert Enke ist vill nicht der King of Pop, aber für viele Menschen ein Fußballgott, ein Idol, ein Vorbild.
    Also solltest Du lieber mal vorher ueberlegen was fuer einen Geschmacklosen beitrag Du hier rein setzt !

    R.i.P Robert Enke 10.11.2009 – wir werden Dich nie vergessen !

  76. @klaus: Na ja „logisch“ vielleicht nicht, aber es ist nun mal so, dass Promis überhaupt keine Privatsphäre mehr zu haben scheinen. Richtig finde ich das aber nicht.

  77. pah ich finde deinen beitrag sowas von geschmaks-und respektlos..wie kann man sowas nur einen tag nach dem tod schreiben!
    du hast zwar in gewisser weise rechtr aber ich denke es ist unmenschlkich dieses thema in so einem moment auszutragen….ich bin entsetzt das du zu sowas in der lage bist

    rip enke

  78. @Maurice: Sicherlich erfordert es auch einen Haufen Mut, sein Leben zu beenden, aber ich denke es erfordert mehr Mut, weiter zu machen. Auch erfordert es einen Haufen Mut, vor einen Zug zu springen, andererseits erfordert es vielleicht mehr Mut, sich auf eine andere Weise umzubringen.

    Auf jeden Fall denke ich, wenn ich von einem Selbstmord höre, nicht „wow, mutig!“

  79. @ Ui.Hä? Natürlich ist das so,wenn bei z.b. Mercedes jemand stirbt,wird dann eine Woche nicht weitergearbeitet? Es mag ja in kleinen Firmen mal vorkommen,das einen Tag nicht gearbeitet wird,aber dann gehts weiter! Was für eine Firma bist du, das da die Bänder stillstehn für ne Woche?

  80. Ich glaube um Mut geht es bei sowas weniger, wenn man so fertig ist, das man sich umbringen will, dann scheißt man auf alles….da denkst du nicht mehr nach was passiert danach, wenn ich Tod bin, das ist doch demjenigen völlig egal…und ich glaube Enke war nicht der erste Promi der sich vor einen Zug geschmissen hat…

  81. @ui: Es geht doch letztendlich gar nicht darum, ob es mutig ist oder nicht. Es geht eben genau darum, dass wir nicht in die Köpfe dieser Menschen gucken können und es anmaßend ist, Worte wie Feigheit, Egoismus oder meinetwegen auch Mut in den Mund zu nehmen, ohne die Hintergründe zu kennen. Ob in diesem oder jedem anderen Fall.

  82. Rest in Peace Robert.
    Ich habe es heute morgen erfahren und es nicht geglaubt.
    Nun frage ich mich:
    Warum?
    Mein tiefstes Beileid an die Familie.

    Ruhe in Freiden Robert

  83. Rest in Peace Robert.
    Ich habe es heute morgen erfahren und es nicht geglaubt.
    Nun frage ich mich:
    Warum?
    Mein tiefstes Beileid an die Familie.

    Ruhe in Frieden Robert

  84. so unglaublich traurig das ist, aber vielleicht rüttelt es die Gesellschaft wach und es gelingt einen Eindruck zu vermitteln, was es heißt an Depressionen zu leiden….Oft genug werden seelische Leiden nicht ernst genommen oder anerkannt. Vielleicht bedurfte es dieses traurigen Anlasses um dem Thema Depressionen einen anderen Stellenwert zu geben.

  85. „Robert Enke, 24 Stunden lang“

    Der ist von mir.
    Ziemlich gut, was. Subtil und kritisch zugleich.

    Und du springst echt auf jedes Thema drauf.
    „Selbstmord ist feige“ ist die Top1 der Top10 der dämlichen Aussagen.

  86. Hm, interessanterweise hatte ich ähnliche Gedankengänge und heute morgen auch bei mir etwas entsprechendes niedergeschrieben. Aber letztlich hatte er Depressionen und kranke Menschen kann man nicht immer verantwortlich machen für ihre Taten. Insgesamt eine Sache, bei der es nur Verlierer gibt.

  87. Ich bin sehr erschüttert, was muß dieser junge Mann mit sich ausgemaht haben. Depressionen ist eine ganz schlimme Krankheit wenn man sie nicht mit Antidepressiva behandelt. Ich weiß wovon ich spreche!!
    Für die Ehefrau u. die kleine Tochter kommt eine sehr schlimme Zeit.
    Es tut mir sehr sehr leid.

  88. Im der Klinik Hamburg-Eppendorf gibt es ein Suizid-Zentrum. Dort wird nicht nur in akuten Phasen selbstmordgefährdeten Menschen geholfen, sofern man dort telefonisch jemand erreicht. Ich wohne bei Hannover, konnte in einer schlimmen Krise dort telefonisch nicht ankommen…! Habe kein Auto, kann dort auch nicht hinfahren. Für die Krisen-Intervention in psychischen Ausnahmezuständen gibt es kein flächendeckendes Netz in Deutschland. Wer wirklich schlimm dran ist, kann allenfalls versuchen, bei der Telefonseelsorge anzurufen. Am Wochenende kommt man dort jedoch auch fast nie durch. Seinen Freundeskreis kann man schließlich auch nicht immer wieder mit der Situatuation „belästigen“ – oder …? Für körperliche Gebrechen gibt es viele Hilfen. Bei Selenqualen ist man oft ganz allein. Zudem muß endlich das Thema Suizid aus der Grauzone des Tabus heraus.. Unglaublich viele Menschen bringen sich auch in unserem Land um, obwohl es uns doch angeblich so verdammt gut geht..
    Ich selbst bin auch permanent und latent suizidal. Mein Problem ist, dass ich schon oft darüber gesprochen habe (mit guten Freunden und Verwandten) – doch gerade deshalb werde ich nicht mehr ernst genommen. Wer den alternativen Weg, nämlich das Totschweigen wählt, schockiert dann im wirklichen Suizidfall seine Freunde und Verwandten natürlich ganz erheblich. – Der Leitungsdruck und Konkurrenzkampf in Deutschland tut ein übriges. Mich würde es nicht wundern, wenn die Suizidfälle weiter ansteigen…

  89. Hi!
    Ich finde deinen Artikel ein wenig flapsig geschrieben aber das ist wohl die Sprache der Zeit.
    Im Grunde hast du recht.

    Sich das Leben zu nehmen ist nicht mutig oder feige.
    Es ist eine notwenige Konsequenz wen man jahrelang Depressiv ist.
    Ich hab das selbst durch und depressiv zu sein ist ein unbeschreibliches Elend.
    Kälte und Dunkelheit kein Gefühl für nichts.
    Völliges alleine sein Hilflosigkeit und niemand den
    man nur annähernd an sich ran lässt.
    Man ledet wie ein Hund und sieht keinen Ausweg.
    Das geht über Jahre jeden Tag, Stunde, Sekunde.
    Man kann es gut verstecken und meine Familie hat nicht wirklich was davon mitbekommen.
    Ich habe jahrelang Suizitgedanken gehabt.
    Ich bin Frau und hab nicht aufgegeben.
    Frauen sind die größeren Kämpfer.
    Männer mit Depressionen nehmen sich (laut Statistik) viel schneller das Leben.

    Da hilft auch kein Erfolg oder Geld noch Ruhm.
    Mir tut seine Frau sein Baby und vor allem er selbst in der Seele leid.

    Letztendlich wollte er nicht sterben.
    Er konnte nur nicht so weiter leben.

    Chris

  90. Hallo Karl Heinz Klawonn,

    ich habe einen Freund, der stark unter Depressionen litt. Er hat lange alleine damit gekämpft, schließlich aber gemerkt, dass er damit alleine nicht mehr klar kommt. Er ließ sich schließlich hier in Hamburg in eine Klinik einweisen.
    Bevor er das tat, hat er aber – und das ist ja vielleicht auch für Dich interessant – bereits woanders eine erste Hilfe und eine Stütze bekommen. Er hat sich nämlich eines Tages auf gemacht und das buddhistische Zentrum in Hamburg aufgesucht. Dort hat er die Möglichkeit gefunden mit Leuten über seine Probleme zu reden. Die Leute haben ihn sehr freundlich empfangen. Ich habe gerade mal geguckt, in Hannover gibt es auch Zentren und Einrichtungen.

    Schau doch einfach mal bei so einem Zentrum vorbei, vielleicht hilft es Dir ja zumindest ein wenig. Adressen findest Du bei Google unter dem Suchbegriff „Buddhismus Hannover“.

  91. ich finde diesen text eine absolute frechheit. wie kann man kurz nach so einem tragischen ereignis einen so zynischen text schreiben? „nächstes mal ist es vielleicht euer nationaltorwart, der sich gerade verabschiedet hat“…sag mal gehts noch?! ist es nicht scheißegal, ob er nationaltorwart war oder nicht? er ist nicht nur als fußballer gestorben, sondern als mensch.
    und robert enke jetzt als einen feigling und egoisten darzustellen in so einem moment ist das absolut erbärmlichste, was ich je erlebt habe. wenn man keine genaueren informationen über seine krankheit hat und auch sonst nicht viel über den MENSCHEN enke weiß, sollte man einfach mal schweigen und nicht so ein quatsch schreiben.

  92. @Karl Heinz Klawonn: Die Tabuisierung hierzulande hängt mit dem sog. „Werther-Effekt“ zusammen. Ausführliche Berichterstattung über Suizide führt wohl dazu, dass es danach sehr viele Nachahmungstaten gibt.

    „Seit 1997 gibt es daher eine Richtlinie des Deutschen Presserats zur Berichterstattung über Suizidenten: „Die Berichterstattung über Selbsttötung gebietet Zurückhaltung. Dies gilt insbesondere für die Nennung von Namen und die Schilderung näherer Begleitumstände. Eine Ausnahme ist beispielsweise dann zu rechtfertigen, wenn es sich um einen Vorfall der Zeitgeschichte von öffentlichem Interesse handelt.““ http://tinyurl.com/bxav9l

    Dass man darüber nicht mit Freunden und Verwandten sprechen kann, ist natürlich ein anderes Problem.

    Sowohl den Artikel hier, vor allem aber auch die Kommentare dazu finde ich mehr als überflüssig und mit Sicherheit auch nicht im Sinne der Trauernden bzw Beschädigten. Man muss ja nicht immer zu allem seinen Senf zugeben. Meine Meinung.

  93. So traurig der Tod von Robert Enke auch ist- Wie wahnsinnig traurig ist das für sein Kind, seine Frau, die Eltern und Freunde, dass er so einen entsetzlich gewaltig brutalen Selbstmord gewählt hat?! Sie können keinen Abschied nehmen von ihm.
    Für alle Beteiligte, Polizisten, Sanitäter, Reisende, Lokführer…ist sein Tod ein blutiger Alptraum.
    Warum hat er sich für eine so grauenhafte Art des Todes entschieden? Das macht mich viel mehr wütend als traurig.

  94. Also ich habe gerade durch einen tragischen Arbeitsunfall meinen 17 jahre alten Bruder verloren. Es ist immer furchtbar einen Menschen zu verlieren den man geliebt hat. Noch viel tragischer wenn er sich selbst das leben genommen hat, obwohl da Menschen sind die hinterlassen werden. Aber trotzdem verurteile ich die Art und weise. Er hätte wenigstens an die Menschen denken können die da sind und wieder“aufräumen“ müssten . Auch Polizisten ect. müssen versorgt werden und diese seelischen schmerzen verkraften. Ich habe meinen Bruder gesehen nach dem er 12 meter in die Tiefe gestürzt ist das war kein schöner Anblick. Trotzdem mein Mitgefühl an die hinterbliebenen und mein tiefstes Mitgefühl.

  95. Was ist das bitte für ein Text ?
    Klar, ist es schlimm, was auch der Bahnfahrer, die Familie und alle anderen Beteiligten miterleben mussten bzw. müssen.
    Aber ich bin der Meinung, dass bei Leben oder Tod nicht die Frage nach “ richtig oder falsch “ gestellt werden darf.
    Außerdem weiß niemand, was in einem Menschen vorgeht. Manche Leute sind in so schlimmen Situationen, dass sie ihr Leben einfach nicht mehr als Leben empfinden und kein Unterschied mehr zwischen Leben und Tod sehen. Wenn sie sich selbst nicht mehr akzeptieren oder lieben können, dann ist es auch schwer, das anderen Leuten zu zeigen, und wenn man das nicht schafft, kann eigentlich nurnoch mehr kaputt gehen. Ich bin der Meinung : Ein Mensch, der nicht liebt, atmet zwar – doch er ist nicht am Leben. Und man sollte nach dem Tod eines Menschen nicht versuchen, irgendwas zu beurteilen oder geschweige denn zu kritisieren.

  96. @ui: Hast du jemals selbst erfahren, wie es ist, Depressionen zu haben? Kennst Du das Gefühl, dass ein schwarzer Vogel auf deinen Schultern sitzt und dir jeglichen Lebensmut aus dem Körper saugt? Weisst du, wie das ist, wenn dir die Kraft fehlt, die einfachsten Alltagsarbeiten zu verrichten? Wenn du sogar in deinen glücklichen Momenten die Angst im Hinterkopf hast, der schwarze Vogel könnte plötzlich zurückkommen und dir einreden, du wärst nichts wert und der Tod eine Erlösung?

    Nein?

    Das dachte ich mir.

    Wenn du keine Ahnung hast, dann unterlass es lieber, solche Blogs zu veröffentlichen.

    Dein Blog ist nur selbstgerecht und ignorant. Er verletzt Alle, die wirklich Mitgefühl haben und trauern.

  97. rene13 schreibt: „Aber deine selbstgerechte Art hier ist einfach nur ekelhaft. man könnte meinen du hast das Thema hier nur veröffentlicht, damit du dich profilieren kannst.“

    Mich beschlich dieser Gedanke beim Lesen auch.

    Eine Selbsttötung ist immer eine Kapitulation und die Frage nach der Ethik dieses Handelns ist überflüssig. Ich hoffe dass der Zugfahrer mit dem Geschehenen fertig wird und sein Leben dadurch nicht (all zu sehr) beeinträchtig wird.

  98. Habt ihr nur keine Taktefühl?
    Ein Leben eines Fußballers mit dem eines Mercedes-Arbeiters zu vergleichen?
    Im Fußball ist der Betrieb nicht soooo groß…man kennt sich. Die wichtigsten Akteure sind die Spieler! Er war ein Ausnahmespieler, ein Ausnahmemensch…der ruhigste von allen…

    Inwieweit das falsch oder richtig ist hat hier nur einer zu beurteilen, und das ist seine Frau! Sie hat heute nicht den Anschein gemacht als ob sie Robert´s Entscheidung alsfeige interpretieren würde…
    Um nochmal etwas klarzustellen: Der Mann war psychisch krank! Er kann keine klaren rationalen Entscheidungen treffen.

    Und noch ein Kritikpunkt nebenbei zum Blogverfasser:
    ob jmd. drei oder vier Ausrufezeichen anbringt mindert die Qualität des Textes doch in keinster Weise. Du solltest dir Gedanken über Meinungsfreiheit machen. Oder wie würde es dir gefallen wenn dein Betreiber einen Blog entfernt weil er meint das dort ein Komma an falscher Stelle sitzt?

    Zurück zum Thema: Wie hier teilweise geurteilt wird halte ich für nicht angebracht. Das einzige was man in einem solchen Moment machen kann ist seine Anteilnahme auszudrücken und evtl. der hinterbliebenen Familie Kraft wünschen. Und wenn jmd. meint das es einen zu großen Medienhype erfährt, ist das sein gutes Recht das zu behaupten. Über den Tod Enkes und seine Beweggründe dahin sollte man besser nicht urteilen, da man schlicht nicht die Nähe hat.

    Ruhe in Frieden Robert Enke, unsere Nr.1
    Mein Mitgefühl an Teresa Enke und deren Tochter

  99. wer hier Selbstmörder die in tiefer Verzweiflung, Angst und vor allem Depression handeln verurteilt, hat immer noch nicht verstanden, daß Depression eine Krankheit ist, eine der schwersten nämlich mit oft ebend tödlichem Ausgang!

    Ich weiß wovon ich spreche, da sich meine Mutter ebenfalls umgebracht hat als ich 14 war und ich vorher viele Jahre den Verlauf der Krankheit täglich miterlebt habe.

    Depressionen sind eine krankheit, die ich meinem ärgsten Feind nicht wünsche und wer nie welche hatte, hat auch keine Ahnung davon und sollte sich glücklich schätzen und mit Vorurteilen ganz ganz vorsichtig sein… und hoffen daß er nie welche bekommt.

  100. Ich selbst leide an Depressionen und einen Selbstmord als egoistisch und feige zu titulieren, kann nur so sprechen, weil er selbst nie Depressionen hatte.
    Jemand der so verzweifelt ist, kann die Konsequenzen seines Tuns nicht überblicken. Er ist schuldunfähig.
    Auf meinen Blog http://www.deprifrei.twoday.net beschreibe ich wie Depressionen sich auf das Eigene Leben auswirken und nehme auch Stellung zum Tod von Robert Enke.
    Mein Mitgefühl gilt seiner Familie.

  101. Um hier mal einen religiösen Bild mit rein zu bringen.

    Auch wenn der Herr Enke ein guter Mensch war und er wohl sein leben gelebt haben wird. Wird er jetzt, sollte er Depressionen gehabt haben, leider schlimmer leiden müssen als vorher. Denn das leben ist das einzige Geschenk was gut uns noch gibt. Selbstmord wird von ihm leider nicht geduldet. Somit, sorry an alle beteiligten und vorallem aber seinem kind, wird er in die Hölle kommen.

    Sollte man auch nicht religiös sein, möchte ich bitten dies nicht ins lächerle ziehen.

  102. Leute, die mit nahezu lachhaften Schuldzuweisungen und dreisten Gemeinplätzen über den „egoistischen“ Selbstmörder, der es wagt, sein Leid nicht gefälligst stramm zu ertragen und sein Leben in die Hände seiner Verwandten zu legen und jetzt noch religiöse Fundamentalisten, die sich toll dabei fühlen, ihn in eine imaginäre Hölle zu ziehen– klasse… Hauptsache, es erhöht die Klickzahlen.

  103. Über diese Schuldzuweisungen bin ich auch sehr traurig. Selbstmörder wurden früher am Rande des Friedhofs beerdigt, weil sie es wagten sicht gegen Gott zu stellen. Ich hoffe, dass solche fundamentalistischen Einstellungen weitesgehend der Vergangenheit angehören.
    Wenn es Gott gibt, wird er ihm vergeben, weil er sein ganzes Leben betrachten wird und nicht nur den einen Moment, wo er schwach war.

    Meine Pages:
    http://www.deprifrei.twoday.net
    http://www.depressionen.de.tl

  104. Hallo an alle,
    mein erster Kommentar richtet sich an den Herrn Blogverfasser:
    Ob und wie viele Satzzeichen man in seinem Kommenatar verwendet, um evtl. Gefühle auszufrücken o.Ä. ist doch wohl allein unsere Angelegenheit, oder?
    Ich könnte schließlich auch hingehen und deinen grammatischen Fauxpas bereits im 2. Satz anprangern, in dem nämlich aufgrund eines Temporalsatzes ein Komma fehlt…
    Naja, zum Wesentlichen: Der Tod von Nationaltorhüter Enke ist zweifelsohne tragisch, ihn als feige zu bezeichnen ist wohl zu diesem Zeitpunkt nicht angemessen, da der Tod zum einen erst zu kurze Zeit zurückliegt und man zum anderen nichts wirklich Eindeutiges über den Gesundheitszustand Enkes in seinen letzten Lebensmonaten weiß. Sollte es wirklich so sein, dass er unter Depressionen litt, ist es vermessen auch nur irgendein Urteil über seinen Suizid auszusprechen, da er in diesem Zustand keine rationalen Entscheidungen treffen kann/konnte.
    Ich verbleibe mit den besten Wünschen für seine Witwe und seine adoptierte Tochter…

  105. Der Artikel beinhaltet sehr viel Wahrheit und es stimmt. Auch wenn mich der Tod berührt—–was ist mit all den hinterbliebenden von Selbstmördern, was mit den Lokführeren, was wenn ein Zug entgleist bei einer Vollbremsung wegen eines Suizides ????

    Alles Gute der Familie von Enke und auch alles Gute an alle Familien von Verstorbenen….

  106. hab nich alles hier gelesen und wahrscheinlich wiederhole ich auch ein paar Sachen aber ich muss sagen, das ich den Blog sehr gut finde.
    Habe grade den Anfang der Messe für Robert Enke auf NDR geschaut und mich wirklich mal gefragt ob es sowas auch für den armen Lokführer gibt. Deutschland schaut auf den Tod eines Spitzenfußballers und der Abschied den Robert Enke genommen hat ist wirklich sehr bedauernswert, aber noch bedauernswerter finde ich das Leben, das nun der Lokführer fristen muss. Mit den Gedanken leben zu müssen jemanden überfahren zu haben muss schrecklich sein auch wenn man weiß, das man am Tod des anderen keine Schuld trägt.
    Ich bete für den Lokführer und seine Familie und ich bete für Robert Enke und seine Famielie. Traurig ist nur, wie manche Menschen Religion interpretieren. Mein Gott ist ein liebender Gott der verzeiht. Auch in meinen Augen ist Selbstmord ein Fehler und eine Sünde. Aber Gott vergibt uns unsere Sünden und ich bin der festen Überzeugung, das es Robert Enke Im Paradies besser gehen wird.

  107. @badbodle: Das ist jetzt wirklich doof. Erst mal, was für eine Religion soll das denn sein, die jemanden, der unter Depressionen litt und dessen Krankheit tödlich verlief, in die ewige Hölle schickt?

    Zum Glück ist an Deiner Aussage kein Fünkchen Wahrheit dran, zum Glück weiß niemand, was einen nach dem Tod erwartet, höchstwahrscheinlich gar nichts.

  108. @ui:
    Sorry, das erkenne ich nicht. Es kommt zwar deutlich heraus, dass Du dieses Thema besonders betrachtest; vielleicht, weil Du den Lokführer für eine ganz besonders sensible und einfühlsame Gattung Mensch hälst, weil Du nicht weiß, wie viele Schulungen im Vorfeld und psychologische Besprechungen nach einer solchen Tat erfolgen, oder aber weil Du einen Aufhänger im Allgemeinen brauchtest- keine Ahnung. Aber Du hast Deine Feigheitsunterstellung selbst ausgeweitet:
    „Robert Enke hat sich also auf die Bahngleise geschmissen. Ich persönlich finde das ja eine etwas feige Art sich das Leben zu nehmen, weil dabei andere Menschen zu Schaden kommen. Aber so gesehen kommen immer andere Menschen zu schaden, Familie, Freunde, insofern ist Selbstmord immer etwas egoistisch und feige.“
    Daß Du nicht nur den Zustand des Lokführers, sondern auch das Seelenheil der Angehörigen (die oftmals,- damit meine ich nicht allein den konkreten Einzelfall, sondern dies ist eine allgemeine Häufigkeit) ganz und gar nicht unschuldig an dem Zustande ihres Verwandten sind, über das des Betreffenden stellst- das ist etwas, das zurecht Widerspruch erntest. Noch lustiger ist, dass Du dies unter dem Vorwurf des Egoismus tust;- egoistisch ist es, eine andere Person unter Verweis des persönlichen Leids dazu zu zwingen in einem Zustande zu verweilen, den man selbst eigentlich nicht aushält. Dies wiederum verstärkt den psychischen Druck noch und führt oftmals zu nutzlosen therapeutischen Ansätzen, da die Betreffenden nicht in der Lage sind, so etwas wie ein gesundes egoistisches Gebaren zu entwickeln.
    Mir scheint bei einigen Deiner Aussagen, dass sie aus einem sehr fragwürdigem subjektiven Background entstanden, unüberlegt und ohne Rücksicht oder gar Einsicht solcher- oftmals komplexer- psychischer Störungen gegenüber. Vielleicht wäre es besser, bestimmte Aussagen zu prüfen, bevor man sie einfach so veröffentlicht.

  109. @scrubsinator: Nein, es ist nicht nur die Angelegenheit der Kommentarschreiber. Grundsätzlich habe ich die Kommtarfunktion auf der Seite so eingestellt, dass jeder kommentieren kann und noch nicht mal E-Mail-Adresse oder Name eingeben muss, eigentlich wird jeder Kommentar sofort freigeschaltet und nur die IP-Adresse wird veröffentlicht.

    Allerdings habe ich auch bestimmte Keywords eingesetzt, die einen Kommentar erst einmal in die Warteschleife verschieben, damit ich – wenn ich mal nicht gerade vor dem Computer sitze – nicht irgendeinen Mist hier stehen habe, für den ich ja auch verantwortlich bin.

    Grundsätzlich ist es so, dass Leute, die in ihren Postings „!!!“ oder „???“ oder „!!!!!!111“ schreiben, sich oft im Ton vergreifen, da da de Wut spricht und nicht der klare Gedanke. Abgesehen davon, ist so etwas wie „!!!“ unnötig, „!“ reicht vollkommen. Daher wird das erst einmal in die Warteschleife geschoben und dann später veröffentlicht oder gelöscht, je nachdem wie ich das entscheide. Aber es ist immer noch meine Angelegenheit, ob ich will oder nicht, denn es ist meine Seite. Siehe dazu auch den neuen Hinweis oben am Artikelanfang.

    Des Weiteren: Ich habe nicht Robert Enke als feige bezeichnet, sondern die Art des Selbstmordes.

    Du schreibst: „Sollte es wirklich so sein, dass er unter Depressionen litt … da er in diesem Zustand keine rationalen Entscheidungen treffen kann/konnte.“ – genau das habe ich oben ja auch gesagt.

  110. nach solch einer kurzen Zeit solch einen Artikel zu schreiben, finde ich ganz einfach geschmacklos.

    Vielleicht sollte sich der Schreiber mal kundig machen, was eine Depression ist,
    Denn ich glaube nicht, dass Robert Enke in seinen letzten Stunden an seine Frau, Familie und Freunde denken k o n n t e –

    Schlimm….furchtbar…..mein Mitgefühl, aber auch Bewunderung gehört seiner Frau, die mit ihrem so frühen Auftritt vielen Spekulationen entgegen getreten ist.
    Vielleicht sollte man nur den Menschen Robert Enke gedenken und nicht an seine so furchtbare Entscheidung!

  111. Ich finde diesen Artikel oder was das sein soll einfach nur Geschmacklos und unverschämt. Da ist jemand so verzweifelt das er keinen anderen Ausweg sieht und dann wird so etwas geschrieben. Das hat Robert Enke, seine Ehefrau, seine Tochter und kein anderer Selbstmörder verdient. Am besten du behälst deine Meinung für Dich und verletzt nicht die ganzen Fans, Angehörigen und Feunde.

  112. @ui „Tja,denkt nächtesmal 2 mal darüber nach,es könnte Euer Nationaltorwart sein der sich gerade verabschiedet hat.“ Das nur als Beispiel,und die BILD Zeitung ist auch echt zum ….ach einfach nicht schön. Ich respektiere Deine Meinung,aber ich teile sie nicht.

  113. @ Flocke: bevor du hier andere bezichtigst nicht zu wissen was eine Depression ist und wie sie sich symptomatisch äußert solltest du selber genau wissen wovon du sprichst. und ich meine hier kein wikipedia-wissen.

  114. @adnil: Der Satz kritisiert das allgemeine Desinteresse von Bahnreisenden, wenn sie von einem „Personenschaden“ hören. Ich denke eigentlich, er ist klar verständlich. Bitte lies ihn Dir nochmal durch, vielleicht kannst Du mir ja erklären, wie man ihn mißverstehen kann?

    Und die Bild-Zeitung ist tatsächlich zum … – und das sagt mein letzter Satz ja auch aus.

  115. @ ui:
    kollge, gegen den Inhalt deines Beitrags habe ich doch überhaupt nichts gesagt, das bleibt nun wirklich jedem selbst überlassen was da geschrieben wird und was nicht…Ich finde, und dabei bleibe ich auch, diese Einschränkungen jedoch einfach nur lächerlich! Nachher heißt es noch man darf die Wörter „böse“ „Regen“ und „fallen“ nicht mehr verwenden, nur weil der Blogverfasser diese in einem Diktat in seiner Kindheit einmal falsch geschrieben hat, als ganz banales Beispiel…

  116. @ui: jede Religion, ob christen-, judentum oder der islam. Spricht davon, auf sein von Gott geschenktes leben acht zu geben. Zudem „du sollst nicht töten“. Schließt sich selbst auch mit ein. Über diese sache lässt sich auch nicht diskutieren.

    Auch bei einer Depression hat der Mensch eine wahl. so schlimm diese krankheit auch ist, kann man denoch teils rational denken. Aber bewusst in eine Auto ein steigen, einen Abschiedsbrief zu schreiben und sich einen passenden Ort dafür aus zu suchen sagt doch theoretisch aus, das man sich gedanken darüber gemacht hat. (Wobei ich die theorie eines längeren blackouts nicht ausschließe, sich hier aber sein weg
    selbst bewusst geworden werden muss)

  117. Ich bin Lokführer und habe bereits mehrfach den Aufprall auf das Triebfahrzeug und anschließend die entsetzlich verstümmelten Leichen derer, die sich auf diese Art und Weise aus dem Leben gestohlen! haben, gesehen. Sicherlich ist es für alle unfassbar, was hier geschehen ist. Denkt aber auch jemand an die, die mit diesen Bilder weiter leben müssen…Einsatzkräfte der Feuerwehr, Polizei, des Rettungsdienstes und ganz besonders des Lokomotivführers, der mit Sicherheit alles aus erster Hand mitbekommen hat? Hier ist es relativ egal, ob der Überfahrene prominent war oder nicht, jedes dieser Ereignisse birgt für alle Betroffenen das Trauma: „warum… was geht in diesem Menschen vor?…warum vor meinen Zug? , oder…hätte ich etwas tun können? Ich hege keinerlei Groll gegen die, die sich vor meine Züge geworfen haben, aber immer wenn ich von so einem Ereignis erfahre, kommen die alten Bilder wieder….Man fühlt sich als unmittelbar betroffener Missbraucht und als Werkzeug derer, die mit ihrem Leben nicht zurechtkommen.

  118. @scrubsinator: Und wenn es so wäre, dann wäre es eben so.

    @badbodle: Ja, die sagen dass auf Leben acht zu geben ist, die sagen aber nicht, dass man in der Hölle schmort.

  119. @ui Das mag sein…aber es ist einfach zynisch,weil der Zeitpunkt diese Gedanken zu äußern eigentlich nicht der richtige ist.Aber nun ja…das musst Du ja selber wissen.Es gibt Dinge die kann man sich denken,sollte sie jedoch nicht öffentlich äußern. Ich spreche von Anstand.

  120. ein widerlich geschriebener artikel, von einer person, die keinerlei moralische werte zu haben scheint… mir ist kotzübel vom lesen dieses pamphletes -.-

  121. @scrubsinator: Das hat mit Argumenten gar nichts zu tun, aber ich brauche mich ja nicht ständig wiederholen. Wenn ich halt „!!!!!!!“ nicht mag, dann ist das eben so. Du kannst auf Deiner eigenen Seite stehen lassen, was Du willst, ich schiebe es eben in die Warteschleife. Wenn Du das doof findest, meinetwegen, ich finde es richtig.

  122. Wieso hat jemand den Mut sich vor den Zug zu werfen aber kein Mut zum Leben?!
    @Locomotive…ich verstehe Dich und deine Kollegen es ist mit sicherheit traumatisch solch einen Unfall zu erleben.
    Man muss sich das mal vorstellen…man schaut dem Selbstmörder quasi in die Augen!!!!

  123. Sorry aber ich kann für diesen Mann nicht trauern, ja los Ihr könnt mich gerne köpfen aber es ist so.
    Schonmal jemand an den Lokführer gedacht? Wie ja auch schön in diesem Artikel geschrieben wurde, aber es geht ja nciht nur um den Lokführer, was ist mit den Einsatzkräften, die Körperteil für Körperteil suchen müssen?
    Ich selber war bei der Bahn beschäftigt gewesen und nach 4 solcher Idioten war ich physisch und psychisch angeschlagen, so das ich den Job nicht mehr ausführen konnte.
    Leute sucht Euch nen anderen Ort um Euch umzubringen aber zieht nicht unschuldige Menschen mit rein!!!
    Einziges Mitgefühl geht an die Familie und an die Freunde, ich hoffe sie haben die Kraft es zu verstehen und überwinden.
    An alle anderen die so toll im Bahnhof die Bahnmitarbeiter als Mörder beschimpfen kann ich nur sagen OHNE WORTE

  124. auch ich gehöre zu der „robert enke“ nicht kennenden fraktion, obwohl ich ca. 30 km vor den toren hannovers wohne. aber das liegt einfach am desinteresse vom fußball allgemein. neustadt liegt keine 20 autominuten wech von mir. ich finde die ganze sache natürlich sehr tragisch, besonders für seine familie. aber ansich habe ich für selbstmörder nichts über. und wenn sich dann noch welche vorn zug schmeißen und andere menschen in ihre ganz privaten probleme mit reinziehen, dann finde ich das schon, mit verlaub gesagt, zum kotzen.

    hätte er sich nicht irgendwo in wald hängen oder vom berg springen können? oder die gute alte schlaftablette?

    mich würde ja nur mal interessieren, ob man bei fam. enke auch so pietätlos ist, was das versenden der rechnung zwecks reinigungsarbeiten und dem feuerwehr einsatz ist. bestimmt nicht.

  125. Danke! Ich sah gerade zufällig auf RTL die Berichterstattung zum Freitod von Herrn Enke. Und ich muß sagen, ich war wütend. Der Lokführer der hier mißbraucht wurde, wird mit keinem Wort erwähnt.
    Auch ich finde es traurig, wenn ein Mensch der ein scheinbar priviligiertes Lebens führt, mit diesem nicht zurecht kommt und den Freitod vorzieht. Man kann daran sehen, daß Depressionen keine Rücksicht auf soziale Schichten oder gar persönliche Schicksalsschläge nehmen. (Nicht jeder der ein Kind verlor, bringt sich um).
    Was mich aber wirklich in Rage bringt, ist das Desinteresse gegenüber den Schwierigkeiten die den Hinterbliebenen erwachsen und die Kaltblütigkeit der Medien gegenüber dem Schicksal der Lokführer, welche zum Freitod missbraucht werden.
    Wie muß sich der Mensch fühlen, der den ach so tollen Supertorwart Enke überfahren hat? Wird er betreut? Kann er weiterarbeiten oder verfällt er jetzt selbst in Depressionen und kann möglicherweise nicht mehr für seine eigene Familie da sein?
    Alles Fragen die es wahrscheinlich niemals in die Medien schaffen. Als ich in meiner ersten Wut ins Netz ging, war diese Seite die erste, die diesen Aspekt überhaupt thematisierte. Und dafür Danke. Ich befürchtete schon, allein zu stehen.

  126. Wahnsinn was so ein Artikel für Wellen schlagen kann. Da kann man nur „Uiuiuiui“ sagen 😉 OK zu Enke. Traurige Sache auf jeden Fall. Aber ich stimme Ui in einer Sache voll zu: Es ist einfach nur ein Schwach seine Frau nun alleine mit den ganzen Problemen zu lassen. Hätte Robert doch einfach zu seiner Krankheit (Depressionen) gestanden, und zwar so wie er auch zwischen den Pfosten ständig seinen mann gestanden ist! Der Deisler hat das damals gemacht und hat sich nicht vor einen Zug gehechtet! Im Schnitt wird in Deutschland ungefähr alle 60 Minuten ein Selbstmord begangen (Statistisches Bundesamt Stand: 2007) – Rober Enke ist also einer von vielen – mit dem Unterschied das er halt in der Öffentlichkeit steht. Das ist Fakt – nicht mehr und nicht weniger!

  127. keine panik bettina, du bist nicht allein 🙂
    wie gesagt, auch ich habe eine mordswut, das alle den super enke hier hochleben lassen und ach soooo traurig sind. keiner denkt an das was der gute mann vielleicht damit in einem anderen menschen, nämlich diesen lokführer damit ausgelöst hat oder auslösen wird.
    mir ist es wurscht, wenn menschen meinen, ihrem leben ein ende zu machen. aber dann bitte alleine. eigentlich ist es sehr egoistisch von ihm. er hinterlässt nun eine gebrochene frau und einen halbwaisen.

  128. Auch ich habe als erstes an den armen Lokführer gedacht. Bin ich deshalb ein schlechter Mensch, weil ich nicht besonders um den (mir unbekannten) Fußballspieler trauere? Man hörte den ganzen Tag über nichts anderes im Radio. Im Fernsehen sicherlich auch nicht. Wäre das gleiche Theater gemacht worden, wenn sich ein Nobelpreisträger, Bürgermeister oder Frau Müller von nebenan vor den gleichen Zug geworfen hätte? Ich vermute nicht.
    Vermutlich kann man vor/während/nach des Gottesdientes Hannover96-Schals und Mützen käuflich erwerben.
    Wie auch immer, ich bin etwas angewidert von dem Tamtam, dass da um einen Selbstmörder gemacht wird und bin erleichter, offenbar nicht der einzige zu sein – danke an diesen Blog und die vielen Kommentare.
    Und mein herzlichstes Beileid an alle Betroffenen, vor allem dem Lokführer und allen anderen Menschen und Helfern, denen ein solches Ereignis schlaflose Nächte bereitet.

  129. Ich kann dem Artikel nur zustimmen.

    Mir tut der Zugfahrer sehr, sehr leid. Er konnte nichts dafür und muss jetzt dennoch damit zurechtkommen. Das Trauma wird nicht nur ihn, sondern auch seine Familie belasten – diese Problematik bleibt aber komplett außen vor, nur weil der Selbstmörder ein Prominenter war.

    Wenn man unbedingt den am wenigsten mutigen Weg wählen möchte (sprich: Freitod), um mit seinen Problemen abzuschließen, sollte man es auf eine Art und Weise machen, die Außenstehende/Fremde/Unbeteiligte nicht gleich mit ins Unglück stürzt.

    Selbstmord ist immer feige und egoistisch, sich aber vor einen Zug zu werfen, dessen Führer alles miterleben muss und sich hinterher vielleicht noch schwerste Vorwürfe macht, ist unverzeihlich. Ich bin zwar in keiner Weise gläubig, aber in diesem Zusammenhang einmal froh, dass Selbstmörder angeblich in die Hölle kommen.

    Auch ich bin depressiv und schon länger in Behandlung und kann so manchen Gedankengang eines Betroffenen nachvollziehen – auch wenn es meist Gedankenschleifen sind, aus denen man nur mit extrem viel Mühe und Disziplin wieder herauskommt.

    Dennoch ist Selbstmord etwas, das ich nicht im Geringsten verstehe. Das Leben ist ein Geschenk, welches man nicht wegwerfen darf und jede/r noch so große Angst/Verlust/Druck/Stress kann verarbeitet werden, WENN man sich darauf einlässt, mit den Menschen redet und sich ihnen öffnet.

    Wenn ein Mann Gefühle hat, macht ihn das nicht weichlich, sondern zu einem Menschen. Und ebendiese Gefühle dürfen nicht unterdrückt oder gar verschwiegen werden. Viele Depressionen rühren nur daher, dass man mit seinen Gefühlen nicht umzugehen weiß oder sich dieser oftmals nicht einmal richtig bewusst ist und aus diesem Grunde auch schlecht an diesem Ende der Reaktionskette anpacken kann, wenn es darum geht das „Problem“ zu lösen.
    Vielleicht hätte es Herrn Enke gutgetan, die Fußballschuhe an den Nagel zu hängen, damit wenigstens dieser Druck verschwindet.

    Depressive denken irrational und bei Weitem nicht immer logisch, sie malen sich die Schlimmsten Dinge aus oder verwickeln sich lieber in absurde Ausreden, statt bei der Wahrheit zu bleiben – und das macht alles nur noch schlimmer.

    Im Großen und Ganzen kann ich es nicht nachvollziehen, was sich Herr Enke dabei gedacht haben könnte. Da von einem „Selbstmordplan“ die Rede ist, verzichtete er ja vollkommen bewusst darauf, sich helfen zu lassen, nur um endlich aus dem Leben scheiden zu können.

    Ich kann nur mit dem Kopf schütteln.

  130. Bei all der Tragik hat der Tod eine Diskussion über Depressionen ausgelöst, was ich gut finde. In meinem Blog auf http://www.deprifrei.twoday.net berichte ich immer wieder über das Problem mit dieser Krankheit umzugehen.
    Es ist gut, dass der Fokus auf eine bekannte Persönlichkeit gerichtet wird und ich habe bisher nicht den Eindruck von billiger Sensationsgeilheit.

  131. Ja, es ist schlimm für den Lokführer und auch die vielen Helfer, wobei sogar noch einige Freunde von Enke waren.
    Aber…..diesen Menschen, kranken Menschen nun so zu verurteilen finde ich eine Unverschämtheit. Mit Sicherheit hat er an solche Folgen nicht gedacht!
    Aber es gibt, wie man ja auch hier sehen kann, auch andere „kranke“ Menschen.
    Und ich bin gespannt, wann die Theorie von so kranken Hirnen gesponnen wird, dass es Enke noch drauf angelegt hat, einen solch „öffentlichen“ Tod zu veranstalten.
    Mein Gott, genau solche Menschen wie hier sind doch dafür verantwortlich, dass es viele Kranke mit Depressionen gibt.
    jawoll ….. aber schön die Klappe aufreißen und andere ver-und beurteilen!

    Aber auch mein Mitgefühl gehört dem Lokführer und den Helfern!
    Dies nur zur Info!
    Und noch was…..ich kenne diese Situation aus eigener Erfahrung, denn der beste Freund meines Sohnes hat sich auch das Leben genommen. Und auch wir haben gerätselt und uns Fragen gestellt. Aber auch ihm konnte nicht geholfen werden. Und auch er hat mit Sicherheit nicht an seine Mutter und uns gedacht, dass wir in seiner Wohnung das Blut von den Wänden und Boden wischen mußten.
    Informiert Euch erstmal über diese Krankheit, die so oft für Außenstehende nicht erkennbar ist und ich denke auch,…….werdet erwachsen, denn ein vernünftiger Mensch schreibt nicht solch manchen Mist wie hier!
    Sorry! Aber wenn meine Kinder (43, 36 und 32) so denken würden, hätte ich mit meiner Erziehung was falsch gemacht!

  132. nun liebe flocke, oh doch er hat alles bewusst gemacht. hat bewusst sein handy ausgemacht, hat bewusst sein briefchen geschrieben, das war keine hauruck aktion. alles war geplant. alles in einem sehr wachen zustand. nichts irrrationales. wie gesagt, sollen sie es doch machen, dann aber bitte im stillen kämmerlein.
    und wenn du jetzt sagst, er hätte dies sicher alles nicht bedacht, sorry , muss gerade lachen. er ist ja nicht der erste selbstmörder, der sich vorn zug schmeißt.
    er hat also bewusst in kauf genommen, andere menschen mit seinem freitod zu schädigen. und das ist einfach nur fies.
    p.s. ich weiß wovon ich rede, mein vater war bei der bahn.

  133. Deinem Geschreibsel entnehme ich, dass du in deinem Leben noch nie was schlimmes erlebt hast. Ich habe 2 Geschwister auf diese Weise verloren. Wenn du soviel Mitgefühl mit dem Lokführer hast, wo ist dann dein Mitgefühl mit demjenigen der keinen anderen Ausweg mehr sieht, als sich auf so grausame und absolut selbstvernichtende Weise das Leben zu nehmen.

    Denk mal nach!!!

  134. Hallo,
    ich bin bewegt, bestürzt, betroffen und einer meiner ersten Gedanken ging an den Lokführer.
    Ein tragisches Erlebnis. Man kann nur hoffen, dass er therapeutische Hilfe in Anspruch nehmen kann… und ich betone dabei das „Kann“.
    Häufig ist es leider so, dass Menschen solche traumischen Erlebnisse verdrängen und selbst keine Notwendigkeit für eine Therapie erkennen und daran langsam zugrunde gehen.
    Ebenso wie Enke keine Notwendigkeit sah, in eine Klinik zu gehen, sondern den Freitod gewählt hat.
    Einfach nur schlimm…

  135. ja, wir haben die Wohnung geräumt! Es war grauenhaft und wir haben auch ihn verantwortlich gemacht. Aber nach langen Gesprächen mit den Therapeuten haben wir einiges verstanden. Nein….nicht alles, wir sagen auch heute noch nach 7 Jahren, das war der falsche Weg. Aber den Entschluß muss man annehmen ohne viel zu hinterfragen. Es ist eine Krankheit und da kann man nicht über „bewußt“ oder irrationel diskutieren.
    Ganz einfach…..es ist eine menschliche Tragödie und vielleicht wird gerade wegen der Popularität von Enke nun ein wenig nachgedacht und nicht nur mit dummen Sprüchen um sich geworfen.

  136. @Flocke: Okay, sorry, wusste ich nicht. Mir kommt das etwas komisch vror, dass dann die nächsten Verwandten das Blut wegwischen. Ich hätte gehofft, das nachdem Polizei und Ärzte da waren, sich jemand um das Chaos kümmert.

  137. hast Du ne Ahnung!
    Der Einsatz der Feuerwehr zwecks Öffnung der Türe mußte sogar extra bezahlt werden.

    Ich habe noch heute Schwierigkeiten, darüber zu sprechen!

    Und noch etwas….jeder Suizid ist auf seine Weise schlimm und ich sage, dass keiner dran denkt, was er den anderen Menschen damit antut!
    Aber man sollte sich doch mal in die Menschen versetzen! Wenn ich mir vorstelle, ich springe vom Hochhaus, ich stelle mich auf die Gleise!
    Mmmm….und vorher überlege ich, wie mein Aussehen anschließend ist und was ich den anderen damit antue?

    In meinen Augen sind Menschen krank, die dieses Elend oder Not nicht sehen oder sehen wollen!
    Was für eine kranke Gesellschaft, die für solche Tragödien verantwortlich ist!

  138. Ich finde es erstaunlich, dass in der BRD seit längerem der Selbstmörder inbegriff einer schwachen, labilen Persönlichkeit ist.
    Das war nicht immer so. Eher das Gegenteil war der Fall. Ich erinnere zb. an die deutsche Militärgeschichte.
    Desweiteren finde ich es erbärmlich, dass Menschen sich genötigt sehen, den grausamsten aller Selbstmorde zu wählen: Vor den Zug schmeissen.
    Warum kann man nicht jedem, der willens ist, Selbstmord zu begehen, mitteilen, dass er eines sanften Todes sterben darf, wenn er nach 1 bis 4 Therapien immer noch der Überzeugung ist, dass Selbstmord für ihn der einzig richtige Weg sei.
    Und ihm dann die Möglichkeit eines überwachten „sanften“ Selbstmord gewährt.
    Ich bin fest davon überzeugt, dass dadurch 1. die Zahl der Selbstmorde erheblich sinkt, da mögliche Selbstmörder auch in dieser für sie entscheidenden Frage nicht mehr allein im Regen stehen gelassen werden.
    2. Keiner mehr so beschissen von einem Zug zermalmt werden muss.

    Dass Robert Enke ein ganz toller, und eben auch starker Mensch gewesen sein muss, sieht man allein auch daran, dass er es trotz seiner Depression geschafft hat, von einer so tollen Frau derart geliebt zu werden.
    Ich weiß nicht, ob viele Fussballspieler/andere Menschen ähnliches vollbringen konnten.

  139. @emma
    nein gottseidank sind in meinem familien und freundeskreis noch keine selbstmörder unterwegs gewesen. und wer sich umbringen will, tut das meistens auch. aber wie schon zigfach geschrieben, dann bitte um himmels willen, nur mit sich alleine. und nicht noch unbeteiligte personen mit reinziehen.

    nur darum geht es hier.

    und jetzt wird die gesellschaft hier auch noch als übeltäter für solche menschen hingestellt. nun wirds aber lustig. die gesellschaft gibt tausende von euros für kliniken und therapeuten aus, um solchen menschen zu helfen. nur, muss man die hilfe auch annehmen.

  140. ich kann beide Seiten verstehen. Aber ich denke, dass er wirklich einfach nur verzweifelt war. Und der Zug ist einfach eine der sichersten Lösungen um zu sterben. Erhängen ist unsicher, nicht jeder hat Zugang zu Tabletten und Waffen etc. Und bei jeder Form der Selbsttötung müssen andere Personen sich der Leiche annehmen. Aber ich denke, ein Unfall z. B. mit einem LKW und einem Fußgänger ist nicht unbedingt angenehmer zu betrachten, das müssen sich Ärzte und Feuerwehrleute vorher überlegen, denn sonst ist es der komplett falsche Beruf. Gut, der Lokführer denkt da sicher nicht gleich dran. Und es tut mir sehr leid für ihn.
    Komisch, keiner bekommt Alpträume wenn er mal die Bilder des Tages im Stern anschaut, da sieht man doch öfters Bilder von Kriegsschauplätzen, unter anderem auch Kinder mit abgerissenen Gliedmaßen. Klar, dass ist dann natürlich weniger sinnlos oder wie oder was???

    Man sollte in jedem Falle vorsichtig sein, wenn man Robert Enke verurteilt. Denn so eine depression kann JEDEN treffen! sei es bloß durch eine chemische fehlfunktion im Körper. Dann möchte ich euch mal sehen, wenn ihr jeden Tag leidet und einfach nicht mehr weiter wisst. Ich stelle mir das ziemlich schlimm vor, jeden Tag nur für andere zu leben… Natürlich ist das schlimm. Aber, man sollte an die umstände denken. nicht jeder kann es verkraften ein kind zu verlieren, krank zu sein, keinen Job zu haben…was weiß ich, es gibt so viele Dinge die einen Menschen in den seelischen Ruin treiben können. Freut euch doch, dass ihr es so gut habt und glücklich seid (wer weiß wie lange noch, ich hoffe, dass ihr niemals einen Schicksalsschlag erleidet und nie eure Seele aus Stahl beweisen müsst). Also hackt nicht so unüberlegt auf anderen Menschen rum.

  141. Enke ist der Täter, nicht das Opfer. Opfer sind die anderen.
    Deren unerträglichem und nie zu vergessendem Schmerz gilt mein Mitleid und meine Trauer.
    Und sie trifft vor allem keine Schuld.

  142. nun ui, es ist deine meinung. akzeptiere ich auch. nur wurde dem herrn enke auch empfohlen, sich in einen klinik aufenthalt zu begeben. doch da hatte man halt angst, schämte sich,das alles rauskäme. also wie sollte man denn nun noch psychisch kranken menschen helfen. zwangseinweisen? entmündigen? da hätte frau enke wohl mal mehr handeln müssen. und nicht lieschen müller (gesellschaft) von nebenan.

    1. @Cat: Erkundige Dich erst mal, so dass Du eine Basis an Wissen hast, bevor Du über etwas urteilst. Tatsächlich kann es auch passiern, dass Depressive Zwangseingewiesen werden.

  143. Das tragische Ende von Robert zeigt wieder einmal, dass wir unbedingt professionelle Tötungsfabriken brauchen.
    Noch gibt es viel zu viele amateurhafte Suizide, mit grossen Kosten für die Allgemeinheit (inklusive arme Lokführer).

    Statt dessen sollte es dringend Tötungsfabriken geben, wo sich jeder Sterbewillige kostenlos von Robotern einschläfern, narkotisieren und schliesslich umbringen & einäschern sowie auch gleich begraben lassen kann.

    Und: ich dachte immer, christliche Kirchen feiern keine Gottesdienste und auch keine Begräbnisse für Selbstmörder?
    Wieso wird dann für Robert gefeiert?

    Tja, die Zeiten ändern sich…

  144. Ich gebe dir vollkommen recht , Selbstmord ist unverantwortlich,feige und vor allem irreversibel.Das Problem ist nur , dass die meisten Menschen Scheuklappen aufhaben und nicht sehen , dass es auch Glück & Zufriedenheit neben dem kapitalistischen Erfolgssystem gibt. Das einige User dich hier beschimpfen ist normal , wenn Menschen etwas nicht verstehen oder eine Wahrheit ihnen Angst macht (unbewusst versteht sich) , dann reagieren sie meistens mit Spott oder Polemik. Mach dir keine Sorgen darüber , du bist ein mündiger und autonom denkender Mensch. Lass dich nicht verunsichern , geh deinen Weg , sag , was du sagen willst und musst. Mir tut der Lokfahrer leid , trotzdem : Robert R.I.P.

  145. @Ui Hättest das gestern gleich so geschr. hätte man sich auch nicht aufregen brauchen! Geht doch. Der Beitrag von Adi ist höchstens eine Idee für einen Hollywood Film. R.i.P. ROBERT ENKE

  146. Niemand hat das Recht, darüber zu urteilen, ob die Entscheidung zum Freitod egoistischer Natur ist. Wer nicht selbst betroffen ist, kann sich nicht mal ansatzweise vorstellen, wie es sich anfühlen muss, diesen Schritt zu wagen. Und Robert Enke hatte oberflächlich betrachtet ja sogar alles, was ein angeblich glückliches Leben ausmacht: eine hübsche Frau, ein süßes (Adoptiv-)Kind, eine tolle Karriere, Freunde, Wohlstand… Daran wird doch besonders deutlich, wie schwerwiegend seine Depressionen gewesen sein müssen, wenn er trotz seines (nicht nur materiellen) Reichtums solch einen Entschluss fasst. Er wird es sich bestimmt nicht leicht gemacht haben… Natürlich ist es grausam, seine Frau und ein kleines Kind auf diese Art und Weise zu verlassen (vor allem, wenn dann auch noch die BILD mal wieder gar nicht ausführlich genug über dieses menschliche Drama berichten kann)… Andererseits kann das Leben MIT einem Depressiven oft auch schwerer sein, als ohne. Vielleicht wollte er das seinem Umfeld auch einfach bloß ersparen. Na gut, einen unbeteiligten Lokführer zu traumatisieren ist nicht gerade uneigennützig, aber wie du ja schon richtig gesagt hast, psychisch labile Menschen handeln eher selten rational. Dementsprechend können sie sich jedoch ebenso wenig bewusst egoistisch verhalten.

    ABER TROTZDEM:

    Abgesehen von diesem einen Punkt finde ich deinen Beitrag zu diesem Thema sehr treffend. Ganz besonders die Bemerkung zu den geschmacklos-ungeduldigen Bahnreisenden. Wobei die vielleicht auch etwas sensibler reagieren würden, wenn man das mit dem „Personenschaden“ mal umformulieren würde.

  147. @TheCirtyTruth

    „Niemand hat das Recht, darüber zu urteilen, ob die Entscheidung zum Freitod egoistischer Natur ist.“

    Falsch. Jeder hat das Recht aufgrund seiner Informationen eine Meinung zu bilden und diese zu äußern, selbst wenn sie falsch sein könnte.

    „Wer nicht selbst betroffen ist, kann sich nicht mal ansatzweise vorstellen, wie es sich anfühlen muss“

    Falsch, auch wer nicht betroffen ist, kann sich vorstellen, wie es ist. Was soll denn dieses ständige „Niemand kann sich vorstellen…“, das schottet ja noch mehr ab. Wieso bist Du denn der Meinung, dass sich niemand etwas vorstellen kann?

  148. Wenn man sich die Mühe macht, alle Beiträge (Meinungen) zu „hören“, wird doch mehr als deutlich, dass ALLE Menschen unterschiedlichen denken, sich unterschiedliche Dinge vorstellen können und unterschiedlich handeln. Das sind wir…. der individuelle Mensch.

    Ihr sollt unterschiedlich denken, sollt Euch auch konstruktiv austauschen, Eure eigene Meinung haben und auch ich habe erst an Frau Enke und ihre Tochter gedacht, an den Zugführer. Aber die menschliche Tragödie um Herrn Enke muss einen auch einfach nahe gehen. Glück liegt nicht in materiellen Werten, nicht in einer erfolgreichen Karriere, Glück ist die Ausgewogenheit und Zufriedenheit im Leben. Er hat es nicht finden können: Tragisch..

    Robert Enke soll verurteilt werden?

    Wer frei von Schuld ist, werfe den ersten Stein…

  149. ich weiß nicht, was in Menschen vor sich geht, andere als A….. zu bezeichnen….. noch dazu kranke Menschen! Das ist für mich geschmacklos, …..charakterlos und….niveaulos.

    Wie ich ja schon gestern/heute geschrieben habe, zeigt dies doch, was für eine Gesellschaft wir jetzt haben.
    Übrigens ……ich vermisse Beiträge v. ca. 0.30 Uhr. Waren diese vielleicht nicht so angenehm?

  150. @ui:
    Ich habe gerade wenig Zeit, um dies ausführlicher zu erläutern.
    Aber ich geb mal ein Beispiel:

    Bis zum Paulus konnte nie ein deutscher Feldmarschall gefangen werden. Es galt als männlich und stark, dass man, wenn die eigenen Pläne/Ziele auf Ewigkeit nicht mehr erreichbar waren, auch die Option eines Suizides in Erwägung zog.

  151. Hallo Leser,
    ich zitiere hier was jemand bereits geschrieben hat, weil ich auch dieser Meinung bin!

    Anonymous Says:
    November 11th, 2009 at 7:53

    Jeder Tod ist traurig ! Wenn dann ein Promi stirbt, wird aufgrund seines Bekanntheitsgrades natürlich auch mehr darüber gesprochen. Geschockt bin ich aber nicht. Vorgestern ist hier eine junge Mutter bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen. Da war ich schockiert. Sie wollte nicht aus dem Leben scheiden. Enke wollte dieses, hat es erreicht und genug des Geredes über ihn.
    Er hinterlässt Frau und Adoptivkind und einen sicherlich psychisch beeinträchtigten Lokführer. Egoistisch! Und wer jetzt mit ‘keiner konnte in sein Gefühlsleben schauen’ kommt : Sexualstraftäter zB verarbeiten auch i.d.R. irgendwelche Traumata. Habe ich mit denen Mitleid/Verständnis? Nein !
    Und alles weitere Gerede kann eh nur Spekulation sein.

    Hier meine Meinung:

    „““Stirbt jemand durch ein Autounfall oder weil sie/ihn wegen ein paar Euro von einem Verbrecher umgebracht worden ist, wird danach nicht viel geredet. Wenn ein Promi-Versager sich das Leben nimmt und dabei seiner Familie, Lokführer, BRK-Leute und andere Leute Schaden zufügen tut, wird ein Zirkus veranstaltet. Hier trauern die Leute nicht um einen Menschen sondern um einen Torwart oder um den Fußball. Alles was sie empfinden ist wohl: „Schade ein Torwart weniger!!!“ Mein Mitgefühl gilt den Angehörigen, Verwandte, Freunde und alle, die dadurch echten Schmerz zugefügt wurde und nicht FC Sowieso!!!“““

    Übrigens: Übrigens, Respekt derjenigen, der diese Internetseite eingestellt hat. Auch er hat das Recht seiner Meinung – ohne jegliche Zensur – zu äußern.

  152. Oje, wie Menschen bei fast jeder Diskussion anfangen müssen sich zu beleidigen ist mir ein Rätsel. Nicht das Robert Enke dafür jetzt auch noch die Schuld kriegt.

    Vielleicht sollte man mal überlegen WARUM sich denn so viele Leute jeden Tag umbringen oder es zumindest (ernsthaft) versuchen. Und sehr häufig sind dabei Jugendliche, die nun wirklich teilweise noch nicht alle Entscheidungen rational überblicken und sich einfach hilflos fühlen. Müsste da nicht wirklich die Gesellschaft helfen oder wenigstens aufmerken? Aber, naja, wenn die Gesellschaft einen gleich für alles verurteilt und sich nicht die Mühe macht genauer hinzusehen, dafür ist ja in dieser schnelllebigen und dabei doch gedankenträgen Zeit wohl keine Zeit mehr über? Da bleibt einem ja fast nur der Suizid, könnte man sagen.

    Es ist immer leicht mit dem Finger auf andere zu zeigen. Vielleicht stimmt das ja mit Himmel und Hölle, dann wird er ja vielleicht auch auf ewig bestraft werden und in der Hölle schmoren weil er (sich selbst) getötet hat. Ich halte mich mit meinen Verurteilungen deshalb lieber zurück, man sollte nie nie sagen. Wer weiß, was auf mich noch zukommt. Ich kann mir vorstellen, dass es Dinge gibt die einen so quälen, dass man einfach so nicht mehr leben kann. Natürlich verstehe ich auch, dass es furchtbar ist einen Suizid mitanzusehen. Aber dann frage ich mich auch wieder warum die Kinos bei Horror-Splatter-Schockern wie Saw etc. immer voll sind. Die meisten Leute wollen Blut und Gemetzel sehen, warum auch immer…Sooooo zart besaitet können die dann auch wieder nicht sein.

  153. @ui: Weil ja Geschichte der deutschen Feldmarschälle erst in der Nazi-Zeit begann. Schon klar. Da da kennt sich einer mal wieder aus. 🙁
    Ausserdem: In Nazi-Deutschland war z.b. Umweltschutz und Tierschutz ein wichtiges Thema: Sind Umweltschutz und Tierschutz nun verdammenswerte Nazi-Praktiken?
    Die Erfindung von Düsenstrahltriebwerken wurde massgeblich von den Nazis-bestimmt? Sind Düsenstrahltriebwerke jetzt böse? Wollen wir auf Gummiverzichten? Weil Gummi, du weißt schon.
    mann mann, es gibt schon so ein paar Menschen.

    1. @Enkewarauchstark: Aber warum findest Du es erstaunlich, dass nach dem 2. Weltkrieg die Militärpraktiken in Deutschland sich änderten?

      Wir haben jetzt überigens Godwin’s Law erreicht und können mit den comments zu diesm Eintrag aufhören.

  154. Also cih muss sagen der Text kann einem gefallen oder auch nicht aber auch DU berichtest ja über den Tod von Robert Enke und nicht über den Tod von jemand Unbekannten das mal als erstes. Dann lese ich immer wieder hier das Selbstmörder es nicht verdient haben betrauert zu werden oder so ähnlich ich denke wenn es einen dann persönlich trifft weil ein Freund den Freitod gewählt hat sieht man das auch anders da is es einem egal warum oder wie er gestorben ist sondern man trauert dann um diesen Menschen.
    Ich denke schon das viele Menschen auch ich sich Gedanken machen um den Lokführer aber vllt möchte er das nicht das über ihn in der öffentlichkeit gesprochen wird aus Angst vor irgendwelchen Fraeks schonmal an diese Variante Gedacht?

  155. Ich verstehe es ein Stücjweit wenn sich jemand das leben nimmt.
    Ist es wirklich egoistisch gegenüber den Angehörigen? Ja-Nein wenn jemand nicht mehr kann, nicht mehr will….. schon einiges versucht hat……. an sich, und seinen Gedanken kaput geht, soll er dann nur aus Rücksicht vor der Familie den Freuden weiter leben?
    Ich denke die Entscheidung liegt an einem selber….
    Nur darf man nicht andere damit reinziehen, wie in diesem Fall den Lokführer, diese Bilder wird er nur schwer oder nie vergessen, dazu das schuldgefühl… alle trauern um Robert Enke (das ist auch gut so) aber das hilft nicht dem Lokführer.
    ich an seiner Stelle würde mich noch schlechter fühlen.

    Ich wünsche ALLEN Betroffen viel Kraft und Mut weiterzuleben.

  156. Nein, Robert Enke handelte nicht „feige“ wie es im Artikel heißt. Er handelte unwissend, unbedacht, was den hilflosen Lokführer betrifft, den er zwang, ihn, Robert Enke zu töten. Der Lokführer konnte es nicht abwenden und wird damit leben müssen/können – hofft man … Selbstmord an sich ist ein sehr weites Feld. Ich akzeptiere den Selbstmord, auch wenn er die „Hinterbliebenen“ tragisch trifft. Nur einen anderen, unbekannte, fremden Menschen, wie einen Lokführer da hineinzuziehen ist nicht fair, es gibt andere Methoden. Mitgefühl ist deshalb aber bei mir, mit jedem Selbstmörder, nicht ausgeschlossen. Amen.

  157. zitat hmpf:“Aber dann frage ich mich auch wieder warum die Kinos bei Horror-Splatter-Schockern wie Saw etc. immer voll sind. Die meisten Leute wollen Blut und Gemetzel sehen, warum auch immer…Sooooo zart besaitet können die dann auch wieder nicht sein.“zitat ende

    ich gestehe ich liebe horrorfilmchen. aber…. die schauspieler stehen danach wieder auf und müssen nicht von den gleisen gespritzt werden tztztz

    wie bereits erwähnt, tut mir jeder selbstmörder irgendwie schon leid, wenn man echt nur noch diesen ausweg hat. dann soll man aber auch soviel mum haben, die sache alleine durchzuziehen und nicht noch die „hilfe“ dritter benötigen.

    auch habe ich bei domian gehört, das eine familie eines selbstmörders der nen psycho knacks hatte, froh war, das diese ewigen gefühlsschwankungen damit ein jehes ende gefunden hatten. der vater hatte übrigens säure getrunken. das nen ich doch mal mutig.

  158. Als ich in den Nachrichten von diesem Selbstmord gehört habee, kam mir sofort der Gedanke: „und was ist mit dem Lokführer?“. Auch wenn es die Bibel und unsere Gesetze verbieten, sich das Leben zu nehmen, bin ich schon der Meinung, dass jeder das Recht hat, selbst zu bestimmen. Aber noch einen anderen Menschen mit hineinzuziehen ist nicht fair. Der Lokführer wird mit Sicherheit ein Trauma haben, was auch auf sein Familienleben auswirken wird. Somit hat Enke nicht nur sich auf dem Gewissen, je nach Psyche dieser Menschen vielleicht sogar eine ganze Familie.

  159. Ich denke mal nach 200 Kommentaren ist jetzt genügend Bibelquatsch gepostet worden. Der Satz

    „Auch wenn es die Bibel und unsere Gesetze verbieten, sich das Leben zu nehmen, bin ich schon der Meinung, dass jeder das Recht hat, selbst zu bestimmen.“

    ist sehr problematisch, denn die Bibel verbietet gar nichts, denn sie ist kein Gesetz. Und unsere Gesetze verbieten Beihilfe zum Selbstmord. Selbstmord selbst zu verbietenist recht unsinnig, wer wird sich denn vom Suizid abhalten lassen, weil er verboten ist? Auch ein mißglückter Selbstmordversuch bleibt straflos, das wäre ja noch schöner, wenn ein Suizidgefährdeter auch noch dafür selbst zu verantworten hat.

    Die zwete Hälfte vom Satz ist auch problematisch, wenn die erste Hälfte des Satzen stimmen würde, denn Du kannst nicht der Meinung sein, dass jemand das Recht hat, wenn Du gerade gesagt hast, dass er eben nicht das Recht hat. Du kannst höchsten sagen, dass Du der Meinung bist, dass jemand das Recht haben sollte.

  160. Menschen deswegen zu verurteilen, ist mehr als daneben.
    In unserer Klasse hat sich letztes Jahr ein Mitschüler erhängt, im Bekanntenkreis haben sich einige mehr oder weniger Bekannte schon umgebracht…
    Keiner kann in diesem Moment in einen Menschen hineinblicken.
    Wenn jemand die Entscheidung getroffen hat zu gehen, dann findet er auch einen Weg. Man denkt in dem Moment nicht mehr bewusst an die Menschen, die man zurück lässt. Man will einfach nur noch, dass dieser Angst und dieser ganze Schmerz aufhört.
    Ich selbst bin, bzw. war schwer depressiv. Mittlerweile geht es mir wieder besser. Eine meiner Freundinnen war ebenfalls schon in einer Psychatrie und selbstmordgefährdet.
    Erst wenn man selbst in so einer Situation ist, kann man die Gedanken und Taten von Menschen die sich selbst töten nachvollziehen. Ich wünsche es nicht mal meinen schlimmsten Feinden, dass sie depressiv werden.
    In Deutschland töten sich jedes Jahr mehr Menschen selbst, als wie das Leute durch Unfälle umkommen. Sehr aussagekräftig, wie unsere Welt heutzutage doch ist. Schneller, höher, weiter, aber niemals Schwäche zeigen dürfen.
    Manche Menschen sind labiler, und zerbrechen einfach an dieser Welt.
    Ich wünsche Robert, dass er seinen Frieden findet, dort wo er jetzt ist.
    In Gedenken an all die, die keinen Ausweg mehr sehen, und sich entscheiden von dieser Welt zu gehen…

  161. @Cat, ja, ok, das war nicht so ein geglückter Vergleich.

    Ich weiß ja nicht, wie so eine Zug/Bahnfahrer-Ausbildung abläuft. Aber ich habe soeben in der Zeitung gelesen, das es jährlich 1000 (also fast 3 am Tag!) solcher Vorfälle mit Personenschaden gibt. Dann hoffe ich, dass die Auszubildenden vorgewarnt und vorbereitet werden. Dann könnten sich die sehr sensiblen noch umentscheiden. Denn egal ob es jetzt jemandem was ausmacht oder nicht, solange es Züge gibt, wird es auch Menschen geben die sich vor einen werfen werden. Ich wette in Amerika passiert das nicht so häufig, die kommen ja auch eher an Schusswaffen. Aber da passieren dann dafür mehr School-Shootings.

    Naja, vielleicht wird die Welt ja doch nochmal ein heile werden und keiner will sich mehr umbringen… Schön wär’s ja….

  162. habe gerade vor 14 tagen im weiteren bekanntenkreis gleichen vorfall erlebt.
    junger mann, 21 jahre alt, setzt seinem leben auf diese weise ein ende.Wieso, weshalb, warum????
    unverständnis auf allen seiten.
    uns bleibt nur zu akzeptieren, das jemand diesen weg geht.
    doch, wie ich hörte, kommt die bahn in absehbarer zeit mit regressansprüchen.
    in diesem fall wurde eine ice-trasse über stunden gesperrt.
    kann das wirklich wahr sein????
    ich fasse es nicht.

    den angehörigen und freunden von robert enke wünsche ich viel kraft und auch zeit für dankbare erinnerungen

  163. Bin gerade auf diesen Blog gestoßen. Den Artikel finde ich gut, und ich sehe es auch so, dass es die Entscheidung des Seitenbetreibers sein soll, was er hier einstellen will und was nicht.

    Ich habe den (überarbeiteten) Artikel durchgelesen, jedoch nun nicht alle Kommentare, weil es mir einfach zu spät ist. Ich möchte mich nur einmal allgemein zum Thema Suizid äußern. Ich habe es selbst zu hören bekommen, dass ich feige sei, egoistisch sei. Ich akzeptiere jedoch die Meinung anderer. Nur einmal als Denkanstoß: viele Suizidanten werden von anderen Menschen so weit getrieben. Waren diese denn nicht auch egoistisch? Ich sehe dieses aus einer etwas anderen Perspektive, kenne jedoch beide so genannte Seiten. Was die Wahl der Art des Suizids betrifft, so stimme ich allerdings insofern überein, als ich selbst niemals andere Menschen tangieren würde, in diesem Fall eben nicht die Gleise wählen würde in Bedacht darauf, dass Menschen wie die Lokführer dann auch in einen Leidensdruck durch mich hineingezogen würden, aus welchem ich selbst herauswill/-wollte.

    Natürlich weiß niemand, was in den letzten Minuten in einem Menschen vorgeht. Ich kann es nur aus meiner eigenen Perspektive und Situation schildern. Ich habe auch geplant, viele Dinge erledigt, um anderen Arbeit und Mühe zu ersparen. Aber ich hätte nie eine Art wie diese gewählt. Hinterher wurde mir seitens anderer vorgeworfen, ich sei feige und egoistisch. Aber es waren genau die Menschen, die einen so weit fertig gemacht haben, dass man gar keinen anderen Ausweg mehr sah und sieht. Das ist für mich widersprüchlich, aber dennoch akzeptierte ich deren Meinung.

    Ich wollte dieses nur schreiben, einfach einmal aus anderer Sicht, vielleicht als Denkanstoß. Und ich möchte gerne noch betonen, dass nicht alle Selbst“mörder“ aus reinem Egoismus oder Feigheit handeln und dass sehr viele Betroffene sich von Selbstmordarten distanzieren wie dieser, wo andere, Unbeteiligte und am eigenen Schicksal völlig Unschuldige hineingezogen und, sehr oft, auf lange Zeit geschädigt werden.

    Was Robert Enke dazu bewegt hat, es auf diese Weise zu tun, darüber möchte ich mir kein Urteil erlauben, denn, wie bereits einleitend geschrieben, ich weiß, was in mir vorgeht, aber ich weiß nicht, was in ihm vorging und in anderen vorgeht.

    Ich wünsche den Angehörigen ebenfalls alle erdenkliche Kraft, mit diesem Schicksalsschlag irgendwie umgehen zu können.

  164. Nach der wie ich finde sehr interessanten Perspektive von „supergau“ möchte ich euch meine anbieten:

    Wenn ihr einen Bruder oder eine Schwester gehabt hättet, der/die diesen Weg für sich gewählt hat….. was stünde für euch im Vordergrund? Das Urteilen oder der Versuch zu verstehen?
    Man muss diesen Menschen keinen Altar bauen, aber vielleicht hilft die Diskussion trotdem darüber nachzudenken, wie viele Menschen es doch gibt, die alles unternehmen um ja ihre Schwächen zu verbergen, bis sie dann evt. in so eine Extremsituation kommen, aus der heraus es nur diesen einen Weg zu geben scheint.

    Müsste oder hätte man etwas tun können, muss man jetzt etwas tun…. „Die Gesellschaft“ kann’s nicht regeln. Nur jeder selbst – Scheitern nicht ausgeschlossen.
    Ich habe es vorhergesagt und habe versucht andere Personen hellhörig für meinen Bruder zu machen, da er mich nie als Ansprechpartner in sehr schwierigen Zeiten gesehen hat. Und glaubt mir, es fühlt sich ganz bescheiden an, wie es dann durch ganz blöde Umstände doch passiert ist. Menschen, die den Freitod ernsthaft suchen, finden ihren Weg. Das hat ein Therapeut zu mir gesagt.

    Ich kann kein Urteil über ihn fällen, dafür ist er mir zu nah, noch möchte oder kann ich das Leid aller Beteiligten gegeinander aufwiegen und dieses priorisieren.
    Ich versuche ihm „gerecht“ zu werden, wenn ich versuche ihn als „ganze Person“ zu sehen – mit seinen Stärken und seinen Schwächen.
    Und so kann ich für mich sagen: ich habe nicht eine Antwort auf all die Fragen, die jetzt auch beim Freitod von Robert Enke gestellt werden. Ich denke jeder kann nur für sich selbst versuchen Antworten zu finden: Wie bleibe ich achtsam, auch für mich selbst, so dass ich immer mehr als eine Handlungsoption habe, um nicht so einen Weg gehen zu müssen.

  165. Ich finde es okay was hier geschrieben wird. Jeder darf seine Meinung ganz frei äußern. Ich jedoch sehe das ganz anders. Ich denke Robert Enke hatte eine ernst zu nehmende Krankheit! Viele Menschen denken einfach das man nur Krank ist wenn man ein Bein verloren hat oder Krebs hat. Eine sehr gute Freundin von mir litt Jahre lang an schweren Depressionen und Sie hatte es in der Gesellschaft wirklich schwer, und nur durch die Hilfe einer Klinik konnte Sie wieder ganz gesund werden.
    Ich bitte euch einfach darum nicht über einen Toten Menschen zu urteilen, niemand von uns weiß was in seinem Kopf vorging.

  166. Marion: Ein Kommentar von Dir wurde gelöscht, als Du ihn nochmal gepostet hast, wurde er wieder gelöscht. Hierzu:

    Marion, ich hab nichts gegen deinen Kommentar, aber das mit dem Gutmensch passt mir nicht, da dieser begirff ständig von rechtskonservativen Kräften benutzt wird, um Leute zu diffamieren und etwas als was Schlechtes darstellen, was es nicht ist.

    Besonders Goebbels hat gerne verächtlich von Gutmenschen geredet und die NPD macht das ständig.

    Such Dir bitte andere Worte oder andere Orte.

    An alle anderen: Wenn ein Kommentar von Euch nicht erscheint, weil er gelöscht wurde oder in der Warteschleife hängt, ist es keine gute Idee, ihn nochmal zu posten. Ihr versteht icherlich, warum.

  167. Gern möchte ich auch etwas zu diesem Thema sagen. Da ich mich schon bei der ersten Berichterstattung über den Selbstmord von Robert Enke geärgert habe.

    Ich kann und will nicht über den Menschen Robert Enke urteilen, das steht mir auch nicht zu. Aber unabhängig von seiner Leistung als Fußballer und als Mensch der sich für viele gute Dinge engagiert hat finde ich sein Verhalten sich auf solche Weise das Leben zu nehmen mehr als unmöglich.
    Es macht mich einfach wütend.
    Es bleibt ja jedem selbst überlassen, ob er sich so aus dem Leben schleicht oder nicht. Er hat für sich, bedingt auch durch seine Depressionen entschieden den Weg einer Behandlung vorzuziehen.
    Das muss man akzeptieren!

    Übrigens kann man sich auch als Prominenter diskret und geheim behandeln lassen, ohne es an die große Glocke zu hängen, man muss es nur wollen.
    Wer wirklich ernsthaft nichts Privates öffentlich lesen oder hören will findet einen Weg. Viel andere „Promis“ haben es vorgemacht.

    Aber wenn er, so wie ihn jetzt alle hinstellen, sensibler, rücksichtsvoller Mensch gewesen wäre, hätte er sich mit Tabletten in den Keller gesetzt und nicht egoistisch fremde Menschen mit seinem Freitod belastet.
    Damit meine ich z.B. den Zugführer dessen Leben sich durch dieses Ereignis negativ verändern wird. Der, auch wenn ihn keine Schuld trifft immer mit Schuldgefühlen und dem Anblick leben muss. Dessen Privatleben vielleicht auch daran zerbrechen wird, weil er ab jetzt unter Depressionen leiden wird.
    Oder möchte einer von den Leuten die hier anderer Meinung sind mit solch einem Erlebnis leben wollen?
    Ich wünsche es niemandem.
    Oder hat Herr Enke vielleicht bei der Tage dauernden Planung seines Selbstmordes mal drüber nachgedacht wie sich die Rettungskräfte fühlen, wenn sie blutverschmierte Leichenteile von den Gleisen kratzen müssen?

    Ich glaube nicht, sonst hätte er sich zum Sterben doch ich den Keller oder Wald gesetzt.

    Ich jedenfalls bin stinke sauer über jeden Selbstmörder der andere, „fremde“ Menschen mit seinem Freitod schädigt. Sei es körperlich oder emotional.
    Es ist ja schon schlimm genug dass Angehörige darunter leiden.

  168. Mich nervt das mit Enke auch. Jeden Tag sterben in der ganzen Welt viele unschuldige Kinder an Zwangsarbeit, Hunger und Krankheiten. Dafür interesseirt sich kaum jemand. Der Enke hat soviel Geld verdient und wenn er mit dem Fussball nicht klar kam, hätte er aufhören können. Aber die große Kohle ist heute wichtiger als das eigene Befinden. Es tut mir zwar Leid, dass er gestorben ist aber damt ist es auch gut. Und etliche Lokführer können nach einem solchen Vorfall nie mehr arbeiten und ihr Leben ist im Arsch. Das interessiert aber keinen ….

  169. Hallo allerseits !

    Ich habe kein Verständniss dafür, daß Enke
    keine Rücksicht auf den Lockführer nahm.
    Ich werde selbst mit Medikamenten gegen Deptessionen behandelt.
    Ich habe nicht vor mich umzubringen, aber wenn ich es wollte, dann
    ohne anderen zu schaden. (Z.B. Vergasen mit Schlaftabletten im Auto)
    Was ist denn, wenn der Lockführer sich jetzt auch umbringt,
    wegen seiner Folgedepressionen ?
    Kommen dann auch 100.000 Heuler zu seiner Beerdigung.
    …. und was gab es denn an seinem Selbstmord vorzubereiten,
    wie es angeblich in seinem Abschiedsbrief steht ???
    …daß er möglichst nochn nen Fremden mit rein zieht ?

    Viele Grüße
    Gregor

  170. Ich muss jetzt auch mal was zu dem Thema loswerden. Mich macht es nämlich auch etwas wütend, dass viele den Enke verurteilen obwohl sie sich nicht in seine Lage einfühlen können. Ich litt selber an Depressionen und hatte durchaus auch Suizidgedanken. Ich war zwar lange nicht so weit dass ich es wirklich geplant habe aber ich hatte Phasen in denen ich keine anderen Ausweg mehr sah. Auch in meiner Situation hätte man sagen können. „Was will sie denn, es geht ihr doch gut!“ Ich war (und bin) nämlich in einer tollen Beziehung, habe super Freunde und Familie, es geht mir finanziell nicht schlecht, habe eine feste Arbeitsstelle usw…Leider kann man sich aber nicht aussuchen, ob man krank wird oder nicht. Und in den letzten Tagen hört man leider wieder vermehrt solche Aussagen, dass eine Depression ja gar keine richtige Krankheit sei und es ja jedem mal schlecht gehe, man solle sich halt nicht so anstellen!
    Eine Depression ist in den meisten Fällen eine Stoffwechselerkrankung, also nicht bloß Anstellerei. Natürlich kommen einem die Gedanken, dass derjenige, in dem Fall Robert Enke, seine Familie im Stich lässt und Unbeteiligte mit rein zieht. Ich möchte hier nichts beschönigen, eher versuchen etwas Verständnis für die Erkrankung zu gewinnen.
    Wenn er nicht an den Lokführer gedacht hat (und natürlich ist das schrecklich für diese Menschen, GAR keine Frage) hat das nicht unbedingt etwas mit Egoismus zu tun, sondern vielleicht damit, dass er gar nicht mehr die Kraft hatte an so etwas zu denken. Manchmal hat man ja noch nicht einmal die Kraft morgens aufzustehen, bzw. sich vorstellen zu können weiter zu leben. Ausser vielleicht wenn man wirklich etwas hat woran man sich klammern kann. Damit könnte man auch die Frage beantworten, warum er nicht „einfach“ mit dem Fußball aufgehört hat. Weil es ja eben das war was bei ihm noch funktioniert hat.
    Natürlich stellt man sich auch die Frage wie er seine Frau und ein kleines Kind alleine lassen konnte. Ich kann nur aus meiner Sicht sprechen, dass ich in Momenten in denen es mir ganz schlecht ging, ernsthaft gedacht habe dass die Menschen die mich lieben ohne mich besser dran sind!
    Ich hoffe, dass ich mit meinen Aussagen etwas zum Nachdenken anregen konnte. Natürlich muss sich jeder seine eigene Meinung bilden, aber vielleicht sollte man die Dinge auch mal von einer anderen Seite betrachten…

  171. Ich möchte auch nur kurz sagen, dass ich das Thema um Herrn Enke nicht mehr hören/lesen möchte. Auch ich finde es unmöglich, wie er sich verhalten hat. Ich weiß nicht wie es ist so schwer depressiv zu sein, dass man sich das Leben nehmen möchte, aber er hätte sich behandeln lassen können. Was ist jetzt mit seiner Frau? seinem Kind? den Eltern? dem Zugführer?

    Ich kann mich da nur vielen Vorrednern anschließen, anderen mit seinem eigenen Suizid zu schaden ist sehr egoistisch und sehr armselig.

  172. guten Morgen
    eigentlich wollte ich auf dieser Seite nichts mehr zu diesem Thema schreiben, da ich es für sinnlos halte. Denn es schreiben Menschen, ich denke es sind junge Menschen, die keinerlei Ahnung von dieser Krankheit haben.
    Aber nachdem NINA so einen Superbeitrag geliefert hat, möchte ich ihr nur danken. Danken, aber auch alles Liebe wünschen und dass ihr bei ihrer Erkrankung auch geholfen werden kann!

    Ich bin auch langsam wütend! Aber nicht auf Robert Enke!!!!
    Er hätte mit Sicherheit diesen Rummel nicht gewollt! Und was diese vielen „Fans“ nun veranstalten, DAS ist für mich krank, sorry!
    Ich möchte nicht wissen, wieviele sonst in den Stadien die Spieler ausbuhen oder auspfeifen. Die sonst schimpfen und schreien!
    Und diese stehen heute im Stadion und „trauern“???
    Darüber könnte ich kotzen…..sorry! Und ich verstehe auch Teresa Enke nicht, die das noch soooo forciert, indem sie den Sarg im Stadion aufbahren läßt.
    (für mich unerklärlich) Aber vielleicht hat sie nur den Gedanken aus Rache:
    „Schaut alle her, was Ihr angerichtet habt!“
    Mir wird Angst und Bange bei dem Gedanken, was wir in Zukunft noch alles so für „Trauer“ bewältigen müssen.
    Seeler, Beckenbauer oder Kahn……und noch so viele „Prominente“
    Nein…..ich bin nicht wütend auf ENKE, der eine schlimme Krankheit hatte.
    Ich bin wütend nun auf die Medien, Fans …..und auch sein privates Umfeld.

    Robert….das hast Du nicht verdient, dass Dein Unglück so ausgeschlachtet und von einigen so verunglimpft wird!!!
    Ruhe in Frieden!

    Ich bin gespannt, wie es heute im Stadion ausgeht. Und wenn jeder der über 100 000 „Trauernden!“ 5 Euro spendet, dann kommt eine schöne Summe zusammen für diese Organisationen, die Enke so am Herzen lagen.

  173. Lisa, bei allm Respekt um unterschiedliche Meinungen, aber „er hätte sich behandeln lassen können“ ist viel zu simpel gedacht, als ob man, egal was man hat, einfach zum Arzt gehen muss und zack, wird man wieder gesund.

    Er hat sich übrigens behandeln lassen.

  174. Dieser Mann hat sich der Verantwortung für seine Familie entzogen. Seine Tochter muss ohne Vater aufwachsen. Seine Frau wird sich ihr Leben lang Vorwürfe machen, dass sie ihm nicht helfen konnte. Außerdem hat er den Lokführer ins Unglück gestürzt. Das ist verantwortungslos. Um zu das zu vermeiden, was jetzt passiert ist, hätte er ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen müssen. Und jetzt wird er als Held gefeiert? Das ist doch nicht normal?!

  175. Er hat ärztliche Hilfe in Anspruch genommen. Wie intolerant ist das denn, zu denken, dass man wenn man Depressionen hat und einfach zum Arzt gehen muss, zack alles wieder gut ist.

  176. Eben, er hat es ja versucht. Das muss man ihm nun lassen. Ich WEIß es zwar nicht, aber ich glaube trotzdem nicht, dass er diesen Rummel nun wollte. Sonst hätte ja auch gleich zu seinen Depressionen stehen können. DAFÜR kann man ihm nun wirklich keine Schuld geben. Die Prominenten können nichts dafür, dass sie so in den Himmel gehoben werden. Es sind die Nichtprominenten, die diese Leute in den Himmel heben und vergessen das diese Menschen auch ganz normal auf die Toilette müssen und keine heiligen sind und ganz bestimmt keine Übermenschen. Und deswegen machen sie auch Fehler und springen eventuell auch vor einen Zug. Denn für einen beliebigen vor-den-Zug-Springer würden wir wohl alle jetzt hier nicht schreiben.

    Für mich ist klar, ich will nicht prominent sein. Denn bei guten Taten wird man hochgelobt, aber für Fehler wird man fast gesteinigt. Meine Güte!

    Bei psychischen Krankheiten ist es natürlich besonders schwer sich einzufühlen und nicht zu sagen, dass der Kranke sich doch mal zusammenreißen soll. Aber ganz ehrlich, ich habe Diabetes und die Leute verhalten sich mir gegenüber nicht besser, da ich erst 27 bin und eigentlich doch kerngesund aussehe. Ich habe ja schließlich keine Schmerzen, bin nur ab und zu über- oder unterzuckert, als ob das nicht auch unangenehm ist. Aber bei seelischen oder psychischen Krankheiten ist das natürlich noch schwerer zu erklären. Manchmal erzähle ich den Leuten dann einfach auch nichts mehr von meiner Krankheit um gerade diese Sprüche oder Blicke nicht zu hören oder zu sehen.

    Da ich in Hannover wohne, bekommt man hier diesen Rummel mit. Und ich muss sagen, dass ein hannoveraner Radiosender eben über die Trauerfeier berichtet hat und sie haben auch über den Lokführer gesprochen (und das nicht zum ersten Mal). Es stimmt also NICHT, dass sich die Leute und vor allem die Medien nicht für den Lokführer interessieren. Das tun sie, ich habe es eben selbst gehört.

  177. Kein 2. mensch kann je nachempfinden was in einem anderen menschen, in diesem Fall, Robert Enke’s Seele vorgegangen sein musste, alles was w i r kennen sind NUR theorien die wir aus 2. hand von menschen aus seinem umfeld hoeren … er hat sich vor einen Zug geworfen weil er sichergehen wollte dass es auch tatsaechlich „klappt“ mit dem sterben, man versetze sich nur ein einziges mal in die verzweifelte lage eines menschen der nicht nur seinen eigenen selbstmord und tod plant, aber dies noch dazu so derart praezise auskluegelt dass es auch richtig „passt“ und „klappt“ … es ist mal ganz klar dass er dies schon seit laengerer Zeit geplant und ausgeknobelt haben muss und offensichtlich hat er waehrend dieser planung wiederholte male die stelle an den gleisen besucht um diese stelle am tag seines todes in der dunkelheit auch richtig zu treffen … Was mich so interressieren wuerde ist WAS er gefuehlsmaessig gegenueber seiner frau und dem erst vor kurzem adoptierten baby empfand als er diese „plaene“ machte … wie ging er geistig und gefuehlsmaessig damit um wie seine frau auf seinen selbstmord reagieren wuerde und die belastung die er jener damit aufzwingt ? Er kommt mir nicht als egoist vor, also kann es nur noch dunkle, rabenschwarze verzweiflung gewesen sein die ihn bis auf das letzte hin steuerte/kontrollierte und diese verzweiflung nuechternes denken der konsequenzen vollkommen ausschaltete. Ja, die beiden Lokfuehrer werden niemals mehr dieselben menschen sein nach dieser katastrophe und Robert Enke hat die menschen die ihm nahestanden sowie diese beiden fremden mit seinem selbstmord auf lebenszeit belastet, aber ich denke dass ihn seine verzweiflung wie ein daemon voellig uebermannte und er nur noch dessen gesteuerete, machtlose marionette war und er sich hinter dem fussball versteckte. Gott hat jedem von uns FREIEN willen mit ins leben gegeben und sich selbst von diesem Daemon zu erloesen war nun einmal Robert Enke’s freier wille .. als mensch hatte er ein recht darauf und vielleicht war es ihm in seiner verzweiflung ueberhaupt gar nicht voll bewusst wie katastrophal die konsequenzen seiner tat in der wirklichkeit waren … WARUM ???? wendet sich ein mensch in dieser verfassung nicht dem Retter Jesus zu ??? Es gibt so viele viele menschen die Jesus von von allen moeglichen dingen befreit und geheilt hat, ich bin doch selber so ein mensch den jesus heilte und auf einen ganz anderen, einen PROBLEMLOSEN pfad fuehrte .. ich weiss das man im sekulaeren gottlosen Deutschland (ich bin in USA) kein wort von Jesus hoeren will, aber das ist der grosse grosse fehler … Jesus haette Enke retten koennen, ABER ! Jesus will um hilfe g e f r a g t werden … leider hat dieser mensch diese moeglichkeit ueberhaupt nicht erwogen und ich hoffe und bete trotz allem dass Jesus ihm gnaedig war als seine Seele sich wer weiss irgendwo verirrt hat und Jesus diese barmherzig zu sich nahm – JESUS SAVES !!!!!!!! and ONLY JESUS saves ..

    Danke fuers lesen – keen

  178. Sorry, das ich da vll etwas zu simpel denke, er hat sich behandeln lassen das stimmt, und ich habe auch erwähnt das ich es nicht nachvollziehen kann wie es ist suizidal zu sein.
    Und “ Ui“ Sie haben ja recht, wenn sie schreiben das es nicht stimmt dass: „egal was man hat, einfach zum Arzt gehen muss und zack, wird man wieder gesund.“ Das habe und werde ich auch nie behaupten, da ich selber mit 19 Jahren eine chronische Nervenerkrankung diagnostiziert bekommen habe die unheilbar ist.

    Ich wollte damit sagen, dass man Depressionen therapieren kann. Und ich habe in meinem Studium der Sozialen Arbeit – Schwerpunkt Rehabilitation und Gesundheit – mit dem Thema Psychiatrielehre gelernt, dass die höchste Selbstmordrate bei den Depressiven, den Schizophrenen und den Borderliner liegt.

    Zu den Depressionen mal ganz simpel:
    – etwa 12% der Bevölkerung entwickeln im Leben eine Depression
    – Durchschnittlich dauert diese 3 Monate und tritt meist im Frühjahr/Herbst auf
    – Bei Patienten mit einer endogenen Depression wird die Lebenserwartung durch einen Suizid beeinträchtig
    -Was ich aber mal ganz simpel am aller wichtigsten finde ist die Tatsache das Depressionen geheilt werden können.

    Was ich eigentlich sagen wollte ist, dass Herr Enke wusste das er suizidal ist, das er bewusst seinen Suizid plante und durchführte, bewusst seine Umgebung getäuscht hat, anstatt sich um seiner Familiewillen noch einmal in Behandlung zu begeben. Bei allem Respekt „Ui“ seine Frau mit einem Säugling „sitzen zu lassen“ find ich nicht in Ordnung.

  179. @ hmpf

    Ich habe ihr posting gelesen und kann Sie sehr gut verstehen und zu einem gewissen punkt auch mitfuehlen .. ich hatte als kind naemlich 4 jahre lang schweres asthma und wurde deswegen von anderen kindern immerzu gehaenselt und sitzengelassen nur weil ich meiner krankheit wegen im schulhof nicht schnell laufen oder rennen durfte, wenn mir mal die luft ausging wurde ich wie ein freak angeglotzt und meiner traenen wegen verlacht … es war sehr hart – ich hatte keine freunde weil sich niemand mit „der die luft ausging“ befreunden wollte … Nur viel spaeter im Leben, nachdem ich vor langen jahren nach USA auswanderte – lernte ich diese gehaessige „BE“und „VER“urteilung die in Deutschland immer NOCH „lebt“ wirklich zu verstehen. Was mir so am amerikaner imponiert dass er voellig VORURTEILSFREI und dazu noch mitleidig und verstaendlich ist … als ich in 2006 nach vielen Jahren fuer ein ganzes Jahr in DE urlaubte fand ich diese Vorurteilerei IMMER NOCH vor ! Ich zitiere boris becker der in einem interview ueber Enke sagte „den haetten die zur Sau gemacht waere seine krankheit bekannt geworden“ TOUCHE Boris, so ist es in der tat und ich erlebte diese gehaessige voreingenommenheit nach JAHREN auf heimaturlaub und NUR weil ich amerik. staatsbuerger geworden war „schaem dich dafuer“ sagte man mir …. Ich verstehe sehr gut die ANGST die Robert Enke hatte, ich habe diese Angst als kind vor mitschuelern selbst erlebt ! Auch die deutschen sind nicht perfect und werden dies niemals sein …. Gott seis gedankt dass die Sebastian Deisler’s dieser welt dies erkannten und dem den ruecken kehrten .. DEUTSCHE lernt endlich diese Vorurteilerei ein fuer alle mal fallen zu lassen, auch ihr habt kein Gold am a…. !!!!!!!!!!!!!!

  180. @Lisa: Da verm ischst Du leider Wissen mit Halbwissen. Man kann versuchen eine Depression zu heilen, aber man kann nicht generell jede Depression heilen. Und er hat sicherlich nicht den Suizif verübt, um einer Heilung zu entgehen.

    „Bei Patienten mit einer endogenen Depression wird die Lebenserwartung durch einen Suizid beeinträchtig“ ist auch eine sehr eigenwillige Formulierung.

  181. Nur noch mal so :

    Das der Arzt evtl. nicht helfen kann, insbesondere die Medikamente nicht…
    Ich habe jetzt 4 Antidepressiva durch und möchte nochmal umsteigen,
    da ich meine „düstere Stimmung“ nicht verbessern kann.
    Ich habe sämtliche Freunde und Bekannte „abgeschaft“ damit ich
    mich maximal frei fühlen kann.
    Ich muss niemand besuchen, muss nicht aufräumen weil ich Besuch erwarte,
    muss mir keine Lügen und Illusionen mehr anhören
    Wäre soweit schon ganz o.k. wenn ich nicht beim Aufwachen Angst vor etwas hätte, wovon ich nicht weiss was es sein könnte und deshalb ungern aufstehe.
    Die Psyche ist schon recht merkwürdig.
    Bin 43 und hab auch ne Reihe von max. Süchten durch.
    Ich orientiere mich ethisch / christlich und habe an Enke „nur“ auszusetzen,
    daß man andere nicht mit reinreißen sollte.
    Seine Familie und deren Verhalten wirkt auf mich wie Geldgier,
    ich kann sie jedenfalls nicht nachvollziehen mit ihren täglichen BILD-Inteviews.

    Vile
    Grüße

    Gregor

  182. @keen:

    Als Mensch der in verschiedenen Ländern viele Jahre gewohnt hat und einen Großteil der Welt bereist hat, 1 Jahr in Amerika gelebt hat und außerdem Amerikanistik studiert hat, kann ich Dir sagen, dass Nationalität nicht einen Menschen mehr oder weniger vorurteilsfrei macht.

    Die Amerikaner sind genauso voller Vorurteile wie die Deutschen, wie auch die Menschen aller Länder. In Amerika gibt es Vorurteile gegen Ausländer, SChwarze, Frauen, Schwule, Atheisten, Muslime, etc. etc.

    Vor allen Dingen als amerikanischer Christ sollte man sich mal an die eigenen Nase fassen und nicht gänzlich ignorant und arrogant anderen sagen, dass sie Vorurteile hätten im Gegensatz zu den tollen Amerikanern, die alles richtig machen. Mach mal die Augen auf und komm mal nicht wie ein perfekter Besserwisser daher, das hat Dein Jesus bestimmt nicht so gedacht.

    Auch was die Einstellung zu Krankheiten angeht, kannst Du nicht vom hohen Ross herunterpredigen, das amerikanische Gesundheitssystem ist zum Beispiel viel härter als das Deutsche, da ist kaum jemand mitleidig und verständlich, vor allem, wenn dem Patienten das Geld fehlt.

    Abgesehn davon, hat Jesus gesagt, dass Leute, die Sätze mit „!!!!!!!!!!!!!“ schreiben, doof sind und anscheinend den obigen Artikel nicht komplett gelesen haben.

    Wenn sie sich dann wundern, dass der Artikel nicht direkt freigeschaltet wurde und sie den exakt gleichen Artikel nochmal eingeben, dann sind sie erst Recht doof.

    Man schreibt ja auch nicht „22222222222“, wenn man „2“ meint, oder?

  183. „@Lisa: Da verm ischst Du leider Wissen mit Halbwissen. Man kann versuchen eine Depression zu heilen, aber man kann nicht generell jede Depression heilen.“

    –> Habe ich mich so undeutlich zu verstehen gegeben? Sorry! Ich habe nicht expizit „jede“ gesagt sondern das man Depression heilen kann, im Sinne von: es ist keine unheilbare Krankheit, im Sinne von es besteht die Möglichkeit das alles wieder gut werden kann.

    „Und er hat sicherlich nicht den Suizif verübt, um einer Heilung zu entgehen.“ –> „Ui“ entschuldigen Sie, aber das habe ich nun wahrhaftig nicht geschrieben! Ich habe geschrieben, um seiner Familiewillen hätte er es doch noch einmal mit einer Behandlung probieren sollen.

    “Bei Patienten mit einer endogenen Depression wird die Lebenserwartung durch einen Suizid beeinträchtig” ist auch eine sehr eigenwillige Formulierung.“ –> Stimmt das ist meine Formulierung: Wenn ich das Zitiere geht der Satz:

    „Bei den Patienten mit endogenen
    Depressionen wird die
    Lebensprognose durch die
    Suizidalität beeinträchtigt.“

    Diese Formulierung ist nicht von mir sondern ein Zitat aus einem Skript von einem Chefarzt einer Psychiatrie.

    Sein Sie mir nicht bös aber ich habe so das Gefühl Sie wollen mich missverstehen.

  184. @Lisa: So gesehen ist Krebs dann auch eine heilbare Krankheit.

    Auch im Skript des Chefarztes ist die Formulierung komisch, wohingegen Du „Suizid“ benutzt hast, er aber „Suizidalität“- Das macht dann schon mehr Sinn, aber im Endeffekt wird mit vielen komplizierten Worten nur gesagt:

    „Wenn jemand sich umbringt, dann lebt er nicht mehr.“

  185. @ui … with your predjudicial response to my posting, you have exactly validated the point that I was trying to make !!!!!

    —–

    (rest vom admin gelöscht)

  186. @keen:

    Lieber fundamentalistischer amerikanischer „Christ“, der hier Feuer spuckt.

    Merk Dir mal was:

    Deine Kommentar wurde nicht freigeschaltet aus inhaltlichen Gründen, sondern weil Du mehrere Ausrufezeichen hintereinander benutzt. Du magst den Grund vielleicht für nichtig halten, für doof, für idiotisch, aber das ist mir völlig egal. Es ist meine Seite, da entscheid ich und nicht Dein Jesus und Du erst Recht nicht. Ich halten mehrer Ausrufezeichen und so Zeug wie „!!!!!!“ für unnötig und Unfug und vor allen Dingen für unhölich.

    ich habe überhaut nichts gegen einen Austausch von unterschiedlichen Meinungen, respektvollem Umgang und einer zivilen Diskussion.

    Wenn Du hier schreiend ankommst und bascically sagst: „Die Deutscvhen sind voller Vorurteile! Die Amerikaner nicht! Jesus! Jesus! Jesus!!!!!“ und dann ausgerechnet mir Ignoranz vorwirfst, wenn ich anmerke, dass nicht nur Deutsche vorurteile haben, sondern auch Amerikaner, dann ist glaube ich bei Dir wirklich Hopfen und Malz verloren.

    Geh woanders spielen. Hier musst Du Dich an die Spielregeln halten und wenn Du das nicht willst, sorry, da kann ich nichts für Dich tun, egal wie sehr Du schimpfst, Rumpelstilzchen.

    Ach, übrigens, ich habe nichts dagegen, wenn DU hier auf englisch schreibst, aber bitte liefere dann auch eine Übersetzung. Falls Westerwelle mitliest, der kann leider kein Englisch.

  187. ist alles gut und schön was ihr hier schreibt leutz , das lustige ist an der sache das viele leute die freunde haben die selbstmord begangen haben immer voll trauer sind wie bei robert enke was ich nicht verstehe ist das einer egal bei wehm am grab steht und auf besten freund macht , aber wenn mann einen freund oder freundin so genau kennt dürfte es nicht schwer sein auch hinter die fassade zu schauen . z.B unsere fussballer verdienen genug kohle und jeder verein hat die besten ärzte aber selbst die sehen nicht wie es um einen spieler steht richtig , da ich selbst spiele weiß ich das auch und nen richtiger arzt oder therapeut sieht das oder die sind nur aufs geld scharf ! es ist nicht schön wie viele leute tag täglich mit krankheits problemen kämpfen wie — depressionen – oder anderen sachen und es am ende zum suizid führt . und erlich gesagt sowas hat nichts mit jesus zu tun .

  188. @Yari
    Suizid ist lt. Grundgesetz nicht strafbar, aus dem einzigen Grund: wenn ich mich selbst töte, bin ich nicht mehr zu belangen. Beihilfe ist strafbar, jedoch ein zweischneidiges Schwert. Wenn ich dir eine Überdosis auf den Tisch lege, mache ich mich erst dann strafbar, wenn ich, sobald du sie einnimmst, keine Hilfe rufe (mal abgesehen von Verstößen gegen das BTMG).

    Und wie Manuel schreibt – die Bibel ist kein Gesetz. Es sind Glaubensrichtungen, welche Suizid verbieten.

    Bestraft wird man als Suizidant, so es misslingt und man überlebt, in gewisser Art und Weise schon, denn es folgt ad hoc eine Zwangseinweisung, welche als „Selbstschutz“ deklariert wird.

    Ich bin auch dagegen, anderen Menschen, wie bspw. dem Lokführer, Schaden zuzufügen.

  189. Ich bin voll und ganz der Meinung des Verfassers dieser Seite. Enkes tot ist zwar tragisch, jedoch hat er durch seinen feigen Selbstmord andere in Gefahr gebracht. Vom seelische Zustand des Lockführers ganz zu schweigen. Der wird Monate brauchen,wenn überhaupt, seinen Beruf wieder auszuüben. Muß er doch mit dem Gedanken leben, einen Mensch getötet zu haben. Nur weil der zu feige war, den Strick zu nehmen.
    An seine Frau und das Adoptivkind hat er dabei auch nicht gedacht. EGOISTISCH

    Früher wurden Selbstmörder noch geächtet und an besondere Stelle auf dem Friedhof beigesetzt. Das ändert auch nichts daran, nur weil man Prommi oder Fußballer war.
    Eine verrückte Welt ist das heutzutage.

  190. „Früher wurden Selbstmörder noch…“ ist ein saudämliches Argument. Früher hat man auch Hexen verbrannt. Früher war Homosexualität strafbar. Früher wurde Galileo für Wissenschaft eingesperrt.

  191. Mit „früher“ meine ich noch nicht einmal 25 Jahre. Jedenfalls ist das auf unserem Friedhof heute noch so.
    Auf alle Fälle war Enkes Freitod feige und egoistisch. Er hat nicht einen Augenblick an seine Familie gedacht.
    Schade nur, dass die Medien daraus einen solchen Rummel machen.
    Aber das ist immer so,schlechte Nachrichten lassen sich nun mal besser verkaufen und am Besten ausschlachten.
    Kein Mensch hät sich drum gekümmert, wenn Paul Werauchimmer vor den Zug gesprungen wär.

  192. Ja und? Selbst wenn Du mit „früher“ nur 5 Jahre meinst! Das Argument, dass etwas richtig sei, weil es irgendwann früher mal als „richtig“ angesehen wurde , ist weder ein logischer Gedanke, noch argumentativ einen kleinen Furz wert.

  193. Homosexualität müßte heute noch strafbar sein. Ich wär dafür.
    Zumindest dürften diese Leute nicht in die Politik oder überhaupt in die Medien.
    Wozu hat Gott Männlein und Weiblein geschaffen? Um es mal aus der Sicht der Biebel zu sehen.
    Westerwelle,Ole von Beus,Dirk Bach,Wowereit,Biolek,Morgenstern,Glööckler,Joop,Herrmanns,Kerkeling und noch viele andere hier nicht genannte.auch weibliche wie Hella von Sinnen und noch viele mehr.
    Man, wäre Deutschland sauber.
    Hat man ja schon mal versucht, nur leider nicht geschafft.

  194. als ich von seinem tod, die umstände und vor allem von seinem verlust durch den tod seiner tochter hörte, machte mich das sehr traurig. weil ich selbst einen kleinen sohn habe (9 monate), dachte ich den ganzen tag an robert enke sein schicksal und vor allem an meinen sohn. ich denke mal, damit und ausschließlich damit habe ich mehr in seinem sinne gehandelt, als die meisten der wimpel und schaals schwingenden fußballfans auf der trauerfeier. ich kann mir nicht vorstellen, dass er diesen ganzen zirkus gewollt hätte. es waren fußballfans wie jene, die ihn in der türkei runtergemacht haben, weil ihnen sein spiel nicht gefallen hat. und auch hierzulande wollen sich die fußballanhänger nur im lichte der erfolgreichen sonnen. wenn es mal nicht läuft, naja… er hatte sicherlich gute gründe dafür, seine krankheit zu verheimlichen. dort in der arena trauerten sie um den verlust ihres vereins. die selbe massenbewegung, der sie sonntags in die stadien folgen. hätten sie dem ihnen unbekannten menschen robert enke ein wenig respekt zollen wollen, wären sie zu haus geblieben, hätten eine kerze angezündet und ein paar gedanken für seine familie aufgebracht. dieser zirkus dort, war einfach nur heuchlerisch. und auch robert enke würde dies so sehen. jemand der aus dem leben scheiden möchte, will dafür sicherlich nicht im sarg an seinem arbeitsplatz vor tausenden von leuten, die er nicht kennt und die ihn nicht kennen aufgebahrt werden.

  195. Deutschland und ihr geheiligtes Fußball. Ich werde es nie verstehen. Da wirft sich irgendwer von nen Zug, dessen Namen ich vorher noch nie gehört habe und alle rasten aus, noch schlimmer als beim Tod von Michael Jackson (da war die Hysterie wenigstens irgendwie begründet und es war kein Selbstmord). Leute: Das war nur irgendein Typ, der gut Bälle fangen konnte. Ballaballa. Bälle. Jeden Tag bringen sich X Leute um, die irgendwas anderes gut können. Arme Narren, gute Nacht.

  196. Ich lese, glaube ich, bei Raventhird zwischen den Zeilen heraus, dass bei Michael Jackson die Hysterie wohl aufgrund dessen berechtigt war, weil bei ihm kein Suizid zugrunde lag. Verstehen kann ich das ehrlich gesagt nicht. Aber genau solche Aussagen, Menschen, die man nicht kennt und genauso wenig deren Gedanken und Probleme, als Narren zu bezeichnen, treiben Suizidale noch mehr voran in ihrem Vorhaben. Aber es sind ja laut des Kommentators sowieso nur Narren. Ich selbst denke, kein Mensch ist nur irgendein Typ, und ich wage zu bezweifeln, dass Raventhird sich geschmeichelt fühlen würde, wenn er als das bezeichnet und so betrachtet würde, wie er selbst über andere schreibt.

    Wie Manuel schreibt, die Zahlen sind korrekt, und die Worte „Schicksale von denen wir nie etwas hören“. So lange dieses Thema nicht enttabuisiert wird, wird man auch entweder nichts oder nur wenig davon hören, von diesen Einzelschicksalen, von denen nicht nur der Suizidant selbst betroffen ist, und auf diese Art kann auch die Gesellschaft nicht sensibilisiert werden.

  197. @UI: zu deiner Anmerkung 252: Du kannst doch diesen unsäglichen Beitrag 249 von Freiherr auch löschen. Ich halte den Beitrag für weit über die Grenze des Vertretbaren.

  198. Schon, aber das sollte jedem klar sein. Ich möcht ihn stehen lassen, um zu zeigen, was für Spinner es gibt. Wobei ich mir nicht sicher bin, ob der das nicht nur geschrieben hat, um zu provozieren.

  199. Finde ich auch richtig, dass dieser „Kommentar“ stehen bleibt, denn in der Tat, entweder einfach gesponnen oder zur Provokation.

    Und da Freiherr sich ja auf die Bibel beruft:

    „Hat man ja schon mal versucht, nur leider nicht geschafft.“

    kann ich nur sagen: GOTT sei Dank!

    Es ist, gelinde ausgedrückt, mehr als anmaßend und zudem, da du Bibelfreak zu sein scheinst, pfeif dir einmal öfter rein „richtet nicht, auf dass ihr nicht gerichtet werdet“.

    Weißt du, meine Eltern gehörten der Kriegsgeneration an, wären, würden sie noch leben, einige Jahrzehntchen älter, aber – und darauf bin ich stolz – sowohl sie als auch schon meine Großeltern waren weitaus toleranter und meine Mutter, obwohl aus einem erzkatholischen Elternhaus stammend, hatte nicht eine solche Einstellung.

  200. Dennoch fände ich es zum Thema angemessener, wenn die „Nina’s“ in so einem Blog nicht so untergingen, nur weil solche Personen – gleich welche Motivlage – überhaupt eine Plattform bekommen. Aber deine Argumentation ist verstanden.

  201. Hallo, sicher ist der Tod von Robert Enke tragisch. Auch wenn andere Menschen in seinem Ater gehen oder gehen müssen, ist das schlimm.
    Aber hat er es nicht gewollt? Für ihn war seine Karriere wichtig, deshalb sollte keiner von seiner Krankheit erfahren. Seine Frau, seine Tochter, der Lokführer,
    das war für ihn zweitrangig. Gibt mir alles sehr zu denken……..

  202. @Nico
    Diese Personen bekommen kaum eine Plattform, gerade hierbei sehe ich ja die Probleme und wundere mich nicht mehr über Entwicklungen, welche irgendwie vorprogrammiert sind. Ich oute mich nun als Borderlinerin, mag man nun von mir denken, was man will. Aber wenn dieser Kreis bereits von Fachleuten als „Therapeutenkiller“ bezeichnet wird, dann sehe ich persönlich nirgendwo eine Plattform. Mag sein, „wir“ sind nun eben nicht der pflegeleichte und bequeme Anteil von PatientInnen. Mir wurde beispielsweise ernsthaft von meinem Ex-Therapeuten als negativ und falsch ausgelegt, dass ich mich in aller Konsequenz vor Schwächere stelle. Und es war fatal, dass ich Widerspruch geleistet habe. Auf meinem Entlassungsbericht stand damals, ich hätte Konflikte mit dem Behandlungspersonal gehabt. Sehe ich anders, denn ich denke, es ist mein Recht, Psychopharmaka, welche aus meiner Sicht der reinen Sedierung und Fernsteuerung dienen, zu verweigern und wenn selbst auf einer Station einer psychiatrischen Klinik ein halbseitig gelähmter Mitpatient im Speisesaal von den anderen abgesondert und an den so genannten „Katzentisch“ gesetzt wird, ist dieses für mich eine Diskriminierung hoch drei. Ich weigerte mich damals lediglich, irgendwelche Nahrung zu mir zu nehmen, so lange dieser Mensch ausgegrenzt wird, und dazu noch von so genannten Fachleuten.

    Es ist m.E. längst überfällig, dass Menschen wie Nina eine Plattform erhalten, wo sie vorurteilsfrei behandelt werden, darüber reden oder schreiben können. Aber wage dir einmal gegenüber einem Fachmann Suizidalität von einer Skala von eins bis zehn in der Mitte einzuordnen, dann bekommst du kaum ein Gespräch, sondern ad hoc eine Zwangseinweisung. Das ist die Realität.

    Von daher – ich bin angenehm überrascht, dass hier viele versuchen, Verständnis aufzubringen und nicht gleich mit Vorurteilen über einen herfallen.

  203. @supergau:
    du, dann war das jetzt wohl ein Missverständnis.

    Ich wünsche mir mehr „Nina’s“ – und gerne auch mehr supergau’s. Mit meinem Post hatte ich UI gebeten, doch Freiherrs Kommentar zu entfernen und sagen wollen: Wenn der provozierende oder auch idiotische Mist überhand nimmt, gehen die unter, die sich um eine ernsthafte Auseinandersetzung bemühen oder sehr persönliche Dinge teilen möchten.

    Und übrigens: Mein persönlicher Post aus meinem Leben ist auf Seite 5 – dann müsste eigentlich klar sein, auf wessen Seite ich stehe. 😉
    Aber Danke für deinen Hinweis. Habe mich wohl missverständlich ausgedrückt.

  204. @Nico
    das hatte ich schon richtig verstanden, aber habe mich selbst wohl blöd ausgedrückt, sorry. Und bin auch wieder abgeschweift. Mein post, meine Antwort an dich war auch auf deine Person keinesfalls negativ gemeint, ganz im Gegenteil, siehe auch der letzte Satz meines Kommentars. Ich habe deinen Kommentar auf Seite 5 gelesen und muss nochmals betonen, dass ich vor deiner Einstellung, zumal du selbst diese schlimme Erfahrung machen musstest, allerhöchsten Respekt habe.

  205. Danke.
    Und ich dachte, ich wäre jetzt sowohl inhaltlich als auch orthographisch – oder neuer: „orthografisch“ – der „Doppel-Depp“ 😉

    Aber zurück zum eigentlichen, mir durchaus wichtigerem Thema: lieber einmal zu oft achtsam als einmal zu wenig. Das macht zwar niemanden wieder lebendig, aber zu Lebzeiten ist es deutlich angenehmer miteinander.

    Wie man jetzt hört, hat Robert Enke offenbar Vertrauenspersonen in seiner Nähe gehabt, zu denen er anscheinend zuletzt den Kontakt auch abgebrochen hat bzw. denen gegenüber er „dicht“ gemacht hat. Genau so nehmen die Dinge ihren Lauf.
    Als ich im Nachhinein die Puzzlestücke zusammengesetzt habe, habe ich bei meinem Bruder eine unvorstellbare Zweigleisigkeit rekonstruieren können. Einerseits hat er das über einen recht langen Zeitraum geplant, andererseits hätte er es selber gerne verhindert. Dafür hätte er aber jemand Drittes gebraucht; er selber saß wohl bildlich gesprochen wie in einer Achterbahn, deren höchster Punkt ab einem gewissen Zeiptukt einfach überschritten war. Das bekommt dann eine innere Logik, die mit „es war doch sein freier Wille“ oder Kategorien wie „feig“ oder „egoistisch“ einfach nicht zu bedienen ist.

  206. Nein, bist du ganz und gar nicht 🙂 Den Titel Depp und weitere habe ich sowieso im Abo, und lasse mir die auch von niemandem nehmen 🙂

    Nun aber ernsthaft, dein Bruder und du seid mir wichtiger als ich. Du hast völlig Recht damit, es macht niemanden wieder lebendig, aber wer daraus lernt und lernen will, kann vielleicht irgendwann tatsächlich einen Menschen von diesem Schritt abhalten. Mit der Achtsamkeit ist so eine Sache, denn schau doch mal, wie viele über das Leid anderer hinwegsehen. Es interessiert sie nicht. Es ist immer weit weg, scheinbar. Ich beziehe dieses nun auf alles mögliche an Leid und Schicksalen, wovon Menschen weltweit be- und getroffen werden.

    Das Dichtmachen ist, wenn man auf dieser Schiene fährt, eine ganz „normale“ Phase. Man will nur noch in Ruhe gelassen werden, ich habe auch einfach sämtliche Kontakte gekappt, mich ausgeklinkt. Zudem muss ich eingestehen, dass man dieses vielleicht auch tut zum einen, damit andere nichts merken und man sein Vorhaben umsetzen kann und zum anderen hegt man innerlich geheime Ängste, dass da einer sein könnte, der versuchen könnte, dich davon abzuhalten. Du willst in diesen letzten Momenten, wenn du abgeschlossen hast, gar keine Alternativen und Argumente dagegen mehr hören. Ich könnte mir vorstellen, dass dein Bruder eventuell auch so festgefahren war, dass ihn gar keiner mehr erreicht hätte. Vielleicht ist dir dieses im Nachhinein auch etwas hilfreich, ich würde es mir für dich wünschen.

    Das mit der Achterbahn beschreibst du sehr gut. Und ich sehe es genau so, dass dieses mit Schlagworten und Vorurteilen abzutun nicht gerechtfertigt und nicht darauf zu reduzieren ist. Diese Meinung vertrete ich nicht, weil ich selbst betroffen bin, ich hätte sie auch anderweitig, genau so, wie ich mich von Leute wie Freiherr distanziere, obwohl ich nicht zu dem von ihm erwähnten Personenkreis zähle.

    Mehrmals wurde sowohl hier als auch in anderen Medien geäußert, dass eine kleine Tablette Robert Enke vielleicht geholfen hätte. Vielleicht. Nur auch dieses ist nicht so einfach, aber ich hatte selbst mit Fachleuten hierüber schon Diskussionen. Wie willst du, vor allem wenn noch eine komplexere Problematik zugrunde liegt, Suizidgedanken so einfach medikamentös wegtherapieren? Es ist nicht wie bei einem grippalen Infekt, dass du für ein paar Tage das Bett hütest, Antibiiotika schluckst und die Symptome klingen langsam ab. Zudem: sehr viele Antidepressiva und Psychopharmaka können als Nebenwirkung Suizidalität verursachen oder, wo diese bereits vorhanden ist, noch verstärken, und nicht wenige Menschen nehmen sich dann erst recht das Leben.

    Damals fragte man mich, als ich im Anschluss an meinen „Zwangsurlaub“ noch für Monate die Tagesklinik besuchen sollte, welche ich nach einem Tag geschmissen habe, da es ab diesem Zeitpunkt „freiwillig“ war, wie man mir helfen könne, und ich sagte daraufhin: „Indem Sie mich einfach in Ruhe lassen.“ Weißt du, Suizidalität ist mehr, als einfach nur nicht mehr leben wollen. Es entwickelt sich im Laufe der Zeit eine Art Todessehnsucht. Das verstehen viele nicht. Ich vergleiche es immer mit Fernweh oder Heimweh. Für mich ist es auch nichts anderes. Ich lenke mich ab, und da ich keine Familie habe, zum Glück auch keine Kinder, denn ich würde mich selbst nicht als Mutter gewünscht haben, halten mich hier in der Hauptsache noch meine Tiere, denn sie würde ich nicht einfach im Stich lassen, und sie mitnehmen, käme nicht in Frage, ich vergreife mich nicht am Leben anderer Lebewesen, dazu habe ich kein Recht. Was durch extreme Lebenserfahrungen im Laufe der Zeit entsteht, Erlebnisse, ein gewisses Umfeld, welches dazu massiv seinen Beitrag leistet, kann später m.E. nicht so einfach wegtherapiert werden.

    Ich habe meine eigene Strategie entwickelt, einen Kompromiss dahingehend geschlossen, dass ich versuche, mein Leben anzunehmen und es zu Ende zu führen. Ob mir dieses bis zum Schluss gelingen wird, weiß ich nicht, denn es treten immer wieder Situationen auf, es kommen immer wieder depressive Phasen, Panik oder diesen inneren Druck auslösende Momente, bei denen eine Kurzschlussreaktion nie ausgeschlossen werden kann.

    Weißt du eigentlich den Grund für die Entscheidung deines Bruders, und darf ich fragen, wie lange es her ist und wie du heute damit umgehst, so du das kannst? Wenn ich dir mit diesen Fragen zu nahe treten sollte, kannst du mir das ruhig schreiben, dafür hätte ich absolutes Verständnis.

  207. @ supergau:
    Das mit dem Depp ist für mich etwas, dass ich mit einem Augenzwinkern sehe. Das ist für mich ein Spiel.

    Ich würde mich nicht mehr der Illusion hingeben, durch meine Achtsamkeit könne ich vielleicht den einsamen Gang eines Menschen in den Tod verhindern. Ich kann allenfalls die Chancen erhöhen, dass er „da bleibt“ – kommt wohl wirklich, so wie du bestätigst, auf die Phase an, ob dieser Mensch für sowas überhaupt noch „offen“ ist.
    Wenn du sagst, das mit der Achterbahn würde ich sehr gut beschreiben, so muss ich doch sagen, ich werde immer als AUßENstehender meine Hypothesen bilden. Und auch wenn ich der Meinung bin, dass ich sehr genau beobachten kann und Antennen für zwischenmenschliche Details entwickelt habe… wenn man nicht in bestimmten Situationen selber gewesen ist, kann man auch sich nur begrenzt weit in so eine komplexe Situation einfühlen.
    Und ich stimme dir zu: Es ist keine Grippe, bei der man mit hoher Verlässlichkeit ein Medikament geben kann. Wie du schreibst, der persönliche Hintergrund bietet in der Regel einen bunten Teller an Traumata, die dann die Gesamtgemengelage weder vergleichbar noch kontrollierbar macht im Sinne „ah, ein bestimmtes Virus, dafür gibt es einen spezifischen Impfstoff“. Die Medikamente in dem Umfeld haben anscheinend sehr komplexe (Neben-)Wirkungen – auch nicht „easy“. Wie du sagst: nicht einfach wegtherapierbar.
    Das „einfach in Ruhe gelassen werden möchten“ kann auch noch andere Ursachen haben. Man kann auch gelernt haben, dass es für die Bewältigung der eigenen Probleme ohnehin keine Unterstützung von außen gibt (ich meine wirklich „Unterstützung“ nicht „Lösung“).
    Was das Abschotten zum letzten Schritt hin angeht, darin stimme ich dir teilweise zu. Bei meinem Bruder war es jedoch so, dass er bis kurz davor gleichzeitig Signale gesendet hat „ich will es eigentlich nicht tun müssen“. Die Signale hat er jedoch gegenüber Menschen geäußert, die meiner Meinung nach nicht die Gesamtsituation sahen, so wie ich. Und deshalb haben die sich lediglich über sein Verhalten gewundert, konnten aber daraus keine Schlüsse ziehen. Das macht es ja so tragisch.
    Deine restlichen Fragen, die die Situation spezfischer erklären, würde ich dann eher über ein 1-zu-1-Kommunikationsmittel beantworten, um die Privatsphäre seiner Witwe zu schützen.
    Ich kann meinen persönlichen Umgang mit der Erfahrung noch schildern. Ich setze mich mit dem Thema immer wieder auseinander – Enke war jetzt so ein Anlassfall. Ein bisschen Raum hat das auch in einer Therapie eingenommen. Einmal habe ich auch in einem Zug gesessen, als wir auf offener Strecke abrupt anhalten mussten – das ist ein richtig weiter Bremsweg. Jedesmal am Bahnsteig, wenn ein Zug einfährt. Unter Eisenbahnbrücken, wenn gerade ein Zug darüber fährt. Ich kenne eine kleine Brücke, da fährt der Zug 1,5 m in Gehrichtung über dem eigenen Kopf. Das prickelt, kann ich dir sagen. 😉
    Also, es gibt genug Anstöße bzw. ich setze mich innerlich damit immer wieder auseinander. Insgesamt will ich für mich ja genau diese Fragen klären, die ich in meinem ersten Kommentar zum Thema genannt habe. Ich möchte meine Situation nicht in Relation zu anderen Menschen stellen, aber das eine oder andere schwer Verdauliche gab es auch in meinem Leben und so stelle ich mir immer wieder die Frage, in welche Richtung das Pendel für mich letztendlich schwingt. Ich habe die Zuversicht, dass ich immer wieder einen „zweiten Weg“ finde, Scheitern nicht ausgeschlossen. Echt exakt so, wie ich bereits geschrieben habe.
    Ich habe schon so einige Situationen im Leben gehabt, die ich beim besten Willen nicht für möglich gehalten hätte. Von daher ist „sag niemals nie“ für mich kein dummer Spruch. Es gibt immer noch eine Unbekannte, die das zurecht gelegte Weltbild von jetzt auf gleich erschüttern kann. Das ist wohl ein Teil dessen, was bei vielen Menschen durch den Tod Enkes passiert ist.
    Und so beschränke ich mich als Grundhaltung darauf, die Dinge so gut wie ich kann zu beschreiben und zu erklären, aber nicht darüber zu urteilen.

  208. Vielen Dank an Nico und Supergau für den „Support“! Eigentlich wollte ich gar nichts mehr schreiben aber ich hatte ehrlich gesagt auch das Gefühl, dass mein Eintrag etwas überlesen wurde, was ich sehr schade finde. Ich hoffe das klingt jetzt nicht arrogant oder so, das ist es nämlich absolut nicht. Es ist nur so, dass mich das Thema natürlich sehr emotional berührt und ich sehr persönliche Dinge geschrieben habe um (wie schon in dem Eintrag erwähnt) einen anderen Blickwinkel zu eröffnen. Leider hatte ich das Gefühl, dass die meisten trotzdem einfach weiter drauf los gemeckert haben und sich gar nicht auf meine Worte eingelassen haben. Natürlich kann man niemanden dazu zwingen und das möchte ich auch gar nicht. Trotzdem: Ich hab mir die Zeit genommen, wäre schön wenn das einige andere auch machen würden und mit etwas offeneren Augen durch die Welt gehen würden.

  209. Nina is back!
    Ich würde im positiven Sinne allen unterstellen, dass jede(r) der Auffassung ist, er/sie gehe „mit offenen Augen“ durch die Welt. Die Blickrichtung ist nur eine andere 😉
    So ist zum Beispiel Gulliver (aus Gulliver’s Travels – da ist es wieder das böse Apostroph….) in dem einen Land ein Riese und in dem anderen ein Zwerg.

  210. Endlich, gut, daß es jemand ausspricht: WER DENKT EIGENTLICH an den Lokführer und die vielen Anderen, die wegen durchgeknallten egoistischen Menschen ihr Leben ebenfalls an den Nagel hängen??
    Schrecklich, wie durch die Presse diese Sache so hochgespielt wurde. Schade, daß sich die Menschen immer wieder so einlullen lassen. Enke WOLLTE doch sterben und hat es bewußt hingenommen, daß andere Menschen leiden müssen. Also… weshalb dieser Aufstand??

  211. du sprichst mir aus der Seele.
    Traurig ist es immer, wenn jemand stirbt, aber weniger traurig, wenn jemand sich selbst zuviel ist und sein Leben beendet. Ohne darüber nachzudenken, wie es denen gehen wird, die unschuldig daran beteiligt sein werden (Lokführer, Familie) – welch ein Hohn, dieser Mann war doch vollkommen unbekannt, aber Fußball sei Dank, wurde daraus gleich mal eine Riesenwerbeveranstaltung gezaubert. Schrecklich.

  212. @Nico: Mit der Blickrichtung hast du absolut Recht. Das wollte ich auch damit ausdrücken, mit den „offenen Augen“ war das wohl etwas unglücklich formuliert. Natürlich würde niemand von sich behaupten mit geschlossenen Augen durchs Leben zu gehen und das möchte ich auch niemandem unterstellen!
    Ich finde es weiterhin schade, dass sich viele Menschen (auch in meinem privaten Umfeld) ein Urteil über Enke oder Depressionen im Allgemeinen bilden welches mir zeigt, dass sie es eben nur aus einem Blickwinkel betrachten.

  213. Das mit diesem mittelprächtig talentierten Keeper, der sich widerwärtiger Weise auf die Gleise schmeisst, ist doch nur wieder so eine Bild-Zeitungsscheisse wie die angeblich so wahnsinniig gefährliche Schweinegrippe oder die jährlichen Hiobsbotschaften, dass die Welt demnächst untergeht wegen Klimakatastrohe/Erdmagnetismus/Hitzewelle/neuer Eiszeit/Waldsterben oder was weiss ich nicht alles. Michael ist schon fast ausgelutscht, da musste einfach ein neuer her. Hält so lange, bis mal wieder ein ausgetickter Promi Hitler ganz toll findet oder ein Krieg gegen den „neuen Hitler“ stattfindet oder was weiss ich, vergammeltes Schweinefleisch. Herzliches Beileid!

  214. Ich hätte es jetzt vielleicht nicht so hart ausgedrückt, aber im Grunde hast du wahrscheinlich recht. Ich werde ab sofort auch nicht mehr meine Zeit hier verschwenden, da die meisten Leute hier sowieso nicht fähig sind zu diskutieren! Die Betonung liegt auf „die meisten“, aber leider überwiegen hier die Spinner, sorry!
    Vielen Dank an die, mit denen ein normales Gespräch möglich war.

  215. Also ich weiß nicht, wie oft ich nun gelesen habe, dass nicht an die Betroffenen und Hinterbliebenen gedacht wurde und wird. Nochmals: ich selbst distanziere mich selbst von diesen Suizidmethoden, will und werde andererseits jedoch mir nicht anmaßen, andere zu verurteilen.

    Und selbstverständlich belasse ich jedem seine Ansicht über Suizid und die Menschen, welche diesen Weg gehen.

    Aber eines mal: habt ihr denn wirklich keine anderen Argumente als die – nun einmal explizit auf Robert Enke bezogen, denn letztlich ging und geht der Hauptartikel um ihn -, dass Suizidanten egoistisch sind und feige, dass sie nicht an andere denken, dass sie andere zum Opfer machen und dergleichen?

    Solche Argumente werden bei potentzellen Selbst“mördern“ nicht (mehr) ziehen, denn dazu hört und liest man sie zu oft. Sie lösen, insbesondere wenn, wie durch Aussagen, wenngleich auch indirekt, Trauer um solche Menschen sowieso nicht lohnt, gar Fehl am Platz ist, eher genau das Gegenteil aus. Je häufiger und intensiver ihnen, ohne jeden Einzelnen und somit auch ihre Gedanken und vor allem Hintergründe und Schicksale zu kennen, ihr vermeintlich übermäßiger Egoismus, Feigheit und Rücksichtslosigkeit vermittelt werden, um so eher werden sie dennoch, teilweise gar erst recht, diesen Weg wählen.

    Vielleicht ein nicht geglückter Vergleich, aber trotzdem bringe ich ihn hier mit ein: wenn ein Tierschützer gegen Massentierhaltung ist oder ein Vegetarier Fleich aus Tierschutzgründen ablehnt (ich bin kein Vegetarier), kommt immer wieder dasselbe Argument: „Ja, aber Sie tragen ja auch Lederschuhe.“ Dieses Argument ist so abgelutscht wie die eines vor Jahrzehnten die Fernsehsender Lollylutschenden Supercops.

    Und jetzt möchte ich den Spieß einmal herumdrehen und eine Frage stellen:
    Wenn nun der aktuell betroffene Lokführer oder einer seiner Kollegen, oder auch einer der Fahrgäste – und sie alle haben unumstritten ein Trauma erlitten – damit nicht, auch nicht bei psychologischer Betreuung (denn Psychologen/Psychiater sind keine Wunderheiler <- meine ich weder negativ noch ironisch), fertig werden und wenn nun einer von ihnen sich selbst das Leben nehmen würde und dazu noch auf die gleiche Art und Weise, wie würdet ihr dann über ihn denken und urteilen? Wie würdet ihr über Soldaten urteilen (aktuell im Afghanistan-Einsatz), die Erlebtes nicht verkraften und ihrem Leben ein Ende setzen? Was ist mit denen, die in ihrer Kindheit Gewalt, Missbrauch, Demütigungen erleben mussten, denen immer vermittelt wurde, sie seien der letzte Dreck und die dieses irgendwann genau so annehmen, aufgrund ihrer Erlebnisse nicht im Stande sind, jemals ein so genanntes normales Leben führen und anstatt anderen die selbst erfahrene Gewalt weiterzugeben sich lieber aus diesem Leben verabschieden? Sind sie auch egoistisch und feige? Ich frage mich nun gerade, warum immer wieder diejenigen außer Acht und außen vor gelassen werden, welche Menschen auf Dauer erst einmal zu dem machen, was sie später sind: seelische Wracks und zum Kreis der so genannten Suizidalen Gehörende.

    Ab zur Therapie, eine kleine Tablette schlucken und alles wird gut?

    Mit Vorverurteilen, ohne das einzelne Schicksal, die Hintergründe zu kennen, ist es ja auch einfacher, dieses "Thema" zu behandeln oder abzutun. Einer, der mir sehr nahe stand, nahm sich das Leben mit einem Sprung aus dem elften Stock seiner Wohnung (und nochmals: solche Suizidmethoden würde ich niemals wählen, aus Rücksicht auf andere). Ich erzähle bewusst nichts über seinen Hintergrund, sein Schicksal. Ist bzw. war er das Letzte aufgrund seiner Tat? Oder möchte jemand mehr genau über ihn als Menschen wissen, wie er war, wie das aus ihm werden konnte, was er wurde?

    Ob Enke ein mittelprächtig talentierter Keeper war oder nicht: macht der Beruf die "Qualität" eines Menschen aus? Wäre er der weltbeste Keeper gewesen, wäre sein Verlust also etwas schlimmer?

    Worin liegt der Hohn, über einen zu berichten, der gänzlich unbekannt war? Uns allen sind tausende, die sich selbst in Deutschland jedes Jahr umbringen, unbekannt.

    Ich durfte einmal einen Kommentar, anderswo und vor längerer Zeit lesen, wo einer schrieb, der ironischerweis von Beruf auch noch Rettungssanitäter war, dass er, würde er einen auf einer Brücke in suizidaler Absicht stehen sehen, applaudieren und diesen noch nachdrücklich animieren würde, endlich zu springen. Ich habe ihm darauf nur geantwortet, dass ich, wäre ich eines seiner Kinder, und er würde mir, würde dieser fiktive Fall eines Tages eintreten, davon erzählen, sehr "stolz" auf einen solchen Vater mit Vorbildfunktion wäre… Und eben genau das fragte ich ihn, was hier nun schon zigmal gefragt wurde: ob er eigentlich auch an die denken würde, die dieses mitbekommen müssten.

    Suizidanten erheben kaum den Anspruch auf Verständnis, zumindest die meisten nicht (mehr). Niemand muss sie verstehen, aber sind Vorabverurteilungen, ohne diese Menschen und ihre Schicksale zu kennen, oder gar Beleidigungen und Diffarmierungen wirklich gerechtfertigt?

    Und gleich noch einen Denkanstoß nachgeschoben: Viele verurteilen die, die nicht an diesem Leben hängen, es beenden wollen. Aber wisst ihr, wie viele Suizidanten ernsthaft diejenigen verurteilen, welche ihr Leben bejahen und Lebensfreude empfinden? Ich kenne sehr viele, aber nicht ein einziger ist darunter, welche lebenswillige und lebensfreudige Menschen verurteilt. Das tue ich auch nicht, im Gegenteil, ich gönne es jedem von Herzen. Und auch diese letzten Worte meine ich in keinster Weise ironisch, sondern aufrichtig.

  216. Was mir so auf die Nerven geht, ist diese völlig überzogene Berichterstattung und das danach mit Sicherheit folgende konsequenzlose Schweigen und weitermachen wie bisher. Ich hatte nicht die Absicht, mich über Enkes Leben auszulassen. Davon hab ich auch ehrlich gesagt keine Ahnung. Was mir nur so unglaublich auf den Sender geht, ist die Medienmache. Und ich bin auch nach wie vor der Meinung, dass es nicht gerade besonders rücksichtsvoll ist, sich vor einen Zug zu werfen.

  217. @supergau:
    verkehrte Welt: ich habe den Eindruck, wir „Normalen“ können von den Suizidalen, „Verrückten“ und „psychisch Fertigen“ am meisten lernen.
    Sich gegenseitig in der Welt zu bestärken, die man eh schon kennt, bringt einen doch nicht weiter! Erst wenn man sich die Mühe macht auf die andere Seite zu schauen (gilt für beide Personengruppen) beginnt doch erst gegenseitiges Verstehen.
    So wie das hier läuft, stehen sich zwei Seiten unvereinbar gegenüber. Das wird auch noch in 100 Jahren so sein. Es reicht nicht, dass eine Seite sich versucht zu erklären und die andere behauptet, sie wisse eh schon wie der Hase läuft.

    @Glamypunk:
    Die Berichterstattung hat Robert nicht bestellt. 😉 Das ist die Reaktion der vermeintlich gesunden Welt. Und je mehr ich von der Welt der Suizidalen verstehe, desto mehr habe ich den Eindruck, dass sie sich mit unserer Welt um ein Vielfaches mehr auseinander gesetzt haben als wir mir ihrer.

    Der Vorschlag von ui ist gar nicht so schlecht. (Ich halte den Artikel auch für sehr lesenswert) Wo unterhalten wir uns weiter?

  218. Mir tut Enke leid, dass es so weit kommen musste ist mehr als traurig.
    Ich habe viel mit Freunden über diesen Selbstmord geredet und wir waren uns einig, dass es ein typischer Männerselbstmord war.
    Frauen wählen da oft andere Varianten. Leider werden bei solchen Selbstmorden auch andere Leute mit hineingezogen 🙁

  219. „Wie Manuel schreibt, die Zahlen sind korrekt, und die Worte “Schicksale von denen wir nie etwas hören”. So lange dieses Thema nicht enttabuisiert wird, wird man auch entweder nichts oder nur wenig davon hören, von diesen Einzelschicksalen, von denen nicht nur der Suizidant selbst betroffen ist, und auf diese Art kann auch die Gesellschaft nicht sensibilisiert werden.“

    Warum enttabuisieren?
    Jährlich nehmen sich in Deutschland ca 0,0119 (Stand 2008) der Einwohner selbst das Leben, das entspricht, auf Deutschland hochgerechnet, knapp 9520 Personen.
    Das mag jetzt extrem zynisch klingen aber….für mich ist diese Zahl zu klein, als dass sich Deutschland mit diesem Thema beschäftigen sollte.
    Wenn nichtmal 10.000 Personen jährlich einer Krankheit zum Opfer fallen, von Bergwänden stürzen, bei Autounfällen umkommen oder eben Selbstmord begehen, dann ist das einfach so.
    Die Gesellschaft muss sich nicht um alles kümmern.

    „Erst wenn man sich die Mühe macht auf die andere Seite zu schauen“
    Sorry, aber ich WILL das garnicht verstehen. Ich WILL diese Welt nicht kennen lernen.
    Nenn es von mir aus Zynismus oder Ignoranz.

    1. GAnz klar. Ignoranz. Ignoranz und Dummheit. Trägheit der Masse. Wenn Dir das zu wenig Menschen sind, die sich umbringen, damit sich damit beschäftigt wird, dann … ach komm, das sagst Du dch nur um zu provotzieren, Du weißt doch gar nix. Es würde nämlich ganz anders aussehen, wenn einer von den 9520 ein Freund oder Verwandter von Dir gewesen wäre. Also Ignoranz. Selbst wenn es nur 1 pro Jahr wäre, sollte man sich damit beschäftigen.

      Und wende Deine eigenen Worte mal auf was anderes an, dann siehst Du, wie doof das ist:

      „Warum enttabusisieren?
      Jährliche werden in Deutschland ca 0,00040 (Stand der Einwohner) ermordet, das entspricht, auf Deutschland hochgerechnet, knapp 9520 Personen.
      Das mag jetzt extrem zynisch klingen aber….für mich ist diese Zahl zu klein, als dass sich Deutschland mit diesem Thema beschäftigen sollte.
      Wenn nichtmal 400 Personen jährlich ermordet werden, dann ist das einfach so.
      Die Gesellschaft muss sich nicht um alles kümmern.“

  220. „Es würde nämlich ganz anders aussehen, wenn einer von den 9520 ein Freund oder Verwandter von Dir gewesen wäre. “

    Da hast du sehr wahrscheinlich vollkommen Recht. Ich sagte auch nicht, dass es nicht so ist.
    Wenn einen etwas nicht betrifft, kann man es leicht ignorieren.

    Ich habe auch kein Problem damit ignorant zu sein, aber so wie ich sage „Wenn sich jemand um suizidale Personen (richtig geschrieben?) kümmern möchte, dann soll er das machen.“
    So erwarte ich auch von Anderen, dass sie denken „Wenn sich jemand nicht drum kümmern will, soll er es halt nicht machen.“

    Warum soll ich auch alles verstehen und mich überall einfühlen müssen?
    Ich lebe mein Leben, mache meinen Job, habe eine Frau die ich liebe und irgendwann Kinder.
    Das ist MEIN Leben und es geht mir gut.
    Warum soll ich mir Gedanken machen und mich in Personen reinversetzen die ich nichtmal kenne?
    Natürlich ist es tragisch, dass so etwas vorkommt. aber ich muss es nicht verstehen oder ändern wollen.

  221. Weil man das halt macht, wenn man kein egoistisches Arschloch ist.

    Ich hab ja gar nichts gegen Deine Ignoranz, aber musst Du sie hier verbreiten? Deine Einstellung interessiert hier nämlich keine Sau.

  222. sorry, wenn ich mich hier noch ein letztes Mal kurz einklinke, aber mein Postfach spielt verrückt, weil ich die Meldungen nicht abgestellt habe.

    Was Asmodeus betrifft: Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, wenn dir diese Leute und andere sowieso gänzlich sonstwo vorbeigehen, was dein gutes Recht ist, warum du dich dann so aufregst. Und ich würde mich mal nicht so weit wegwerfen, ein mancher muss ich dann verdammt weit wiederholen. Wenn du eines Tages Kinder hast und eines von ihnen würde plötzlich zu dem von dir, wie mir scheint, so verachteten „Personen“kreis zählen, würdest du dann genau solche Phrasen von dir geben? Ich wünsche dir dieses keinesfalls, nur du kannst genau so wenig wie alle anderen dein Leben gänzlich im voraus selbst bestimmen und planen.

    „Die Gesellschaft muss sich nicht um alles kümmern“. Da hast du Recht. Aber dann vertrete ich einmal mehr die Meinung, dass „die Gesellschaft“ sich merkwürdigerweise dann kümmert, wenn sie auf Randgruppen einprügeln kann, ob verbal oder auf welche Art auch immer. Und noch eines hinterher: Wenn du dich zu dieser Gesellschaft zählst, dann bin ich froh, dass es mir gelungen ist, mich von dieser weitgehend abzusondern, denn ob du es glaubst oder nicht, ich muss nicht gelähmt sein, um einem Rollstuhlfahrer zu helfen, muss nicht wissen, wie es ist, nicht laufen zu können. Dieses nicht zu ignorieren nennt man, glaube ich, unter anderem schlichtweg Menschlichkeit.

    Heute freue ich mich nach deinen postings tierisch und ein wenig hämisch über mein Tattoo – denn es hat sich hierdurch wieder bestätigt.

    Viele Grüße

  223. @Jenne
    eigentlich wollte ich hier nichts mehr schreiben, aber ich habe Deine Zeilen gelesen und möchte Dir etwas sagen, da ich denke, Du bist ein noch junger Fan v, Hann 96 und Robert Enke.

    Robert Enke war krank. Er war krank und hatte Angst, dies zu sagen. Wenn Du hier so einige Beiträge gelesen haben solltest, wirst Du vielleicht verstehen, warum er Angst hatte. Ja, es gibt Menschen, die nicht wissen, was Depressionen für die Kranken bedeutet. Mach Dich kundig und dann wirst Du vielleicht einiges verstehen. Und Du darfst auch traurig sein, aber……akzeptiere die Entscheidung von Robert Enke. Denn ich glaube nicht, dass er wollte, dass es viele Menschen gibt, die ihn soooo sehr vermissen und um ihn weinen.
    Und….bleibe Deinem 96 treu, denn darüber würde sich Enke sicher freuen!
    Wenn Du dies lesen solltest, dann antworte bitte nochmals und schreibe auch Dein Alter!!!!

    1. Und nach 292 Kommentare sage ich jetzt zum letzten Mal, dass Beiträge in denen mehrere Ausrufezeichen hintereinander stehen in die Moderationsschleife zum Freischalten gelangen. Ab jetzt schalte ich die einfach nicht mehr frei. Ein Ausrufezeichen alleine reicht schon, bei „bitte schreibe auch Dein Alter“ ist sogar eins zu viel. Wir müssen hier ja nicht herumschreien.

  224. Also da sieht man doch, wie HIER so manche ticken…sorry!

    Wenn Du aufmerksam lesen würdest, hättest Du bemerkt, dass meine Zeilen an den User gerichtet sind, der ziemlich konfus geschrieben hatte!
    Und stell Dir vor, ich habe mir ein paar Gedanken darüber gemacht!
    (ich achte auf die Zeichen)
    Denn, es könnte ja auch ein „kranker“ Mensch sein! Und meine Frage nach dem Alter war beabsichtigt, denn es könnte sich auch um ein Kind/Jugendlicher handeln, der Deine Antwort auch missverstehen könnte!
    Aber wie ich leider feststelle, ist hier das Sensiblität anscheinend ein Fremdwort!

    Nun entschuldige ich mich für meine 3 zuviel gesetzten Zeichen und danke Dir recht herzlich, dass Du den Beitrag trotzdem freigeschaltet hast!

  225. Zwei Dinge sind im Fußball tabu: Homosexualität und Depressionen. Vielleicht trägt der Tod von Robert Enke dazu bei, offener damit umzugehen. Traurig nur, dass niemand an die denkt, die mit hineingerissen wurden, wie z. B. der Lokführer. Ich weiß nicht, ob ich den Beruf noch ausüben könnte.

  226. Diese Dinge sind leider nicht nur im Fußball tabu. Es wäre wünschenswert, dass mit diesen Themen offener umgegangen wird, denn ich bin der Meinung, dass hierdurch einige Suizide verhindert werden könnten, aber ich befürchte, dass es wieder nur ein Raunen ist, welches nur allzu schnell verhallt. Ein wenig widersprechen muss ich: es ist definitiv nicht so, dass niemand an die Menschen denkt, die mit hineingerissen wurden. Auch nicht die, die keinen anderen Ausweg sehen, ich hatte es schon an anderer Stelle erwähnt, dass ich sehr viele suizidale Menschen kenne, und die Mehrheit sich explizit gegen Methoden ausspricht, womit andere tangiert oder gar geschädigt werden. Und es wurde auch hier, zu Recht, im Blog mehrmals auf das Schicksal derer verwiesen und eingegangen, die ungewollt zu Beteiligten wurden/werden.

  227. Ja, es ist schlimm für den Lokführer. Eine Depression in schwerer Variante ist eine absolut lebensgefährliche Erkrankung, die in Hirn und Psyche zu schweren Fehlfunktionen führt. Deshalb ist es für den unwissenden und gesunden Menschen schwierig, die krankhaften Entscheidungen eines schwer Depressiven nachvollziehen zu können. Enke war gesund ein mitfühlender und sorgfältiger Mensch. Die Krankheit ist in schlimmen Phasen so massiv, dass sie alles Gefühlvolle, Positive und die realistische Selbsteinschätzung überlagert. Da bleibt nur ein auswegloser Zustand der Qual. Da gibt es keine Hoffnung, Sehnsucht, noch nicht einmal Verzweiflung. In tiefer Depression herrschen Stillstand, Verlust von Zeitempfinden, absolute Ausweglosigkeit. Man ist unzugänglich für Argumente. Man ist erfüllt von unerträglicher Selbstwahrnehmung. Wenn so jemand stirbt, dann hat die Krankheit ihn umgebracht. Und diese Krankheit – nicht Robert Enke – hat auch dem Lokführer Leid zugefügt.

  228. @supergau autorin: was ist aus deinem internet-projekt zum thema suzid geworden? Jetzt ist die heiße diskussion in diesem thread auch schon ein jahr her. Hat sich die Welt geändert nach den beschwörenden Worten anlässlich der Verabschiedungsfeier von R. Enke. Ich glaube nicht. Dennoch: die Diskussion hat mich in Bezug auf die teils sehr persönlichen Einsichten bereichert, bestärkt und auch ein Stück gelassener gemacht.

    Wenn du magsts, meld dich doch mal unter leo08mail@gmail.com. Vielleicht kann ich einen Beitrag zu deiner Plattform leisten.

  229. Hallo Nico,
    werde dir später noch auf deine anderweitige Nachricht antworten. Ich habe mich wirklich sehr gefreut darüber. Die Plattform wird es definitiv geben, die url ist längst connectiert. Mir fehlt nur die Zeit, das alles neben meiner Arbeit allein auf die Reihe zu bringen.

    Es hat sich nichts geändert, aber damit hatte ich auch gerechnet. Ich bin seit 2002 in besagten Foren unterwegs (seit einer Zeit allerdings nicht mehr), kämpfe auch „inoffiziell“ gegen jegliche Stigmatisierung, versuche zu erklären, warum, wieso, weshalb. Dieser Kampf, den ich letztlich für andere führe, denn ich selbst bin mir völlig egal, mag vielleicht sinnlos erscheinen, vielleicht ist er es auch, wie leider viele Kämpfe. Aber trotzdem gebe ich nicht auf, und wenn ich hierdurch einen einzigen Menschen davon abhalte, dann war dieser jahrelange Kampf nicht umsonst.

    Ich hatte zum 1. Jahrestag von Robert Enke eine Sendung gesehen, glaube, es war Stern TV. Es ging um einen Fußballer (habe den Namen leider vergessen), der auch an Depressionen leidet. Er machte kein Geheimnis daraus, bekam auch gleich die Quittung, indem ein neuer Vertrag abgelehnt wurde mit der Begründung, es sei wohl zu „riskant“, da man ja nicht von Stabilität ausgehen könnte.

    Gerne möchte ich einmal drei Punkte klarstellen:
    1. Suizide passieren nicht ausschließlich aufgrund von depressiven Erkrankungen. Könnte man psychische Erkrankungen allein auf Depressionen beschränken, wäre es für alle, insbesondere die Betroffen, mit Sicherheit einfacher.

    2. Pschische Stabilität: natürlich ist „man“ in bestimmten Phasen instabil. Ich bin es momentan auch, bin vor 3 bis 4 Tagen verdammt nahe daran vorbeigeschrammt. Schlimmer noch für die, die keinen Menschen haben, mit dem sie darüber reden können. Von daher: wie bitte sollen „wir“ denn stabil werden, wenn immer wieder Ausgrenzung, Diskriminiierung und Druck von außen erfolgen? Jeder geht anders damit um, der eine trägt es mit Fassung, der andere ist nun einmal sensibler. Okay, ich habe mittlerweile eine sehr gute Freundin, eine mütterliche Freundin, die über einige Jahrzehnte mehr Lebenserfahrung verfügt und sich meiner angenommen hat, mir half, einige Male schon, und das ohne dass ich darum gebeten habe. Sie lässt mich sein, wie ich bin und verurteilt mich nicht wegen dem, was ich bin und wie ich bin. Und sie würde mich oder andere niemals diskriminieren, die allein von Suizidgedanken teilweise fast jede Minute ihres Lebens gequält sind, im Gegenteil. Leider finden die wenigsten einen solchen Menschen. Ob sie mich wird endgültig davon irgendwann abhalten können, weiß ich nicht.

    3. Es passieren noch immer tausende Suizide jährlich allein in Deutschland, welche für Medien kaum oder gar nicht erwähnenswert sind, denn dann müsste man sich ja mit den Einzelschicksalen befassen. Interessanter und spektakulärer scheint es da – so jedenfalls mein Empfinden – wohl eher, auf die Psyche eines Gewalttäters, Mörders oder Kinderschänders einzugehen. Aber machen sich eigentlich wenigstens ein paar Leute einmal Gedanken darüber, dass es verdammt viele Menschen gibt, welche eben solchen Individuen zum Opfer gefallen sind und später zu dem mutieren, was sie sind: psychisch am Ende. Die mag niemand. Weil sie anders ticken, anders denken, anders empfinden. Also ist mir persönlich klar: Je mehr von diesen gesellschaftlich stigmatisierten Individuen diesen Weg wählen, um so besser, denn sie rauben niemandem mehr Zeit, Kosten für Therapien (wobei die wenigsten diese aus guten Gründen nicht einmal annehmen) und Medikamente werden eingespart.

    Es mag sich krass lesen, was ich geschrieben habe, und für die, die so empfinden, habe ich vollstes Verständnis. Aber ich habe jetzt einmal ohne Schnörkelchen und ohne Worthülsen und Umschweife das zum Ausdruck gebracht, wie man sich selbst fühlt, wenn man sowieso schon am Ende ist. Nämlich genau so. Unerwünscht.

    „Man“ hat gefälligst zu funktionieren. Ist man „out of order“, gibt es oft keine Hilfe, sondern am liebsten den berühmten Maulkorb und ein fiktives Auspeitschen.

    Eine ehemalige Bekannte bezeichnete, weil sie um meine eigenen Probleme wusste, aus welchen ich auch keinerlei Hehl mehr mache, psychisch Kranke einmal mit einer faulen Kartoffel, nach dem Motto: außen frisch, appetitlich aussehend und innen dann von Fäulnis durchsetzt. Was soll man darauf eigentlich noch sagen oder darüber denken?

    Sorry, dass ich jetzt wieder so viel geschrieben habe, aber dieses „Thema“ ist für mich längst nicht abgehakt, weder auf andere noch auf mich bezogen. Schweigen, Verdrängen und Ausgrenzen macht es nicht besser, sondern schlimmer, und, auch wenn ich mich sowohl hier als auch anderswo vielleicht wiederhole: wenn Betroffene so sein und darüber reden dürften, könnte vielen geholfen werden und dann würden mit Sicherheit einige später auftauchende „Warums“ gar nicht mehr erforderlich.

    Im übrigen – auch dieses habe ich mehrfach erwähnt – ich weiß auch, wie es ist, Menschen durch Suizid zu verlieren. Ist erst vor wenigen Wochen passiert. Er war kurz im Gespräch, ein paar Tage später fand ich in einem Café-Treffpunkt ein Flugblatt mit der nüchternen Mitteilung mit Datum, dass sein Haushalt aufgelöst würde. Das war es dann.

    Also ich wäre für jedwede Hilfe sehr dankbar, zum einen aus Zeitgründen und zum anderen wäre es sehr hilfreich, wenn jemand sich beteiligt und vor allem auch dann bereit ist einzuspringen, wenn ich selbst gerade bestimmte Phasen durchmache, in welchen ich anderen nicht helfen könnte. Ich möchte es aber trotzdem machen, weil mir beide, sowohl Suizidanten/Suizidale als auch fragende und trauernde Hinterbliebene wichtig genug sind, etwas zu tun, von dem ich vorab weiß, dass es mich selbst nicht selten „runterziehen“ wird.

    Gebe dir auch gleich noch weitere Nachricht und danke nochmals, dass du an Robert Enke und alle anderen gedacht und niemanden vergessen hast.

    LG SG

    P.S.: Vielleicht würde ja der Betreiber dieses Blogs, der mich unzensiert schreiben ließ, wofür ich ihm nochmals danken möchte, einer gegenseitigen Verlinkung genehmigen, wenn das Projekt steht. Mir wäre sehr wichtig, die Öffentlichkeit so weit wie nur irgend möglich zu sensibilisieren.

  230. 2 Jahre sind verstrichen. Nichts gelernt. Erst werden die Schiedsrichter nach allen Regeln der Kunst medial filetiert. Dann wird genauso medial einer auf betroffen gemacht. Und dann verschwindet die düstere Mimik und es wird das Super-Spiel Bayern – Dortmund nach der nächsten Werbung angekündigt. So gerade erlebt auf Sport1.

  231. @ui
    soebenfand ich in meinem Postfach deinen Kommentar auf diesen Artikel. Du fragst, zu Recht, weil du eine andere Einstellung zum Leben hast (behaupte ich einfach ein

  232. am besten den sozialismus einführen dann gimge alles den geregelten gang
    möllemann und grass sind nun meine freunde. merklich aber ganz leise schleicht
    sich die ideologie der bolschewisten ein,weil alle westdeutschen reaktioäre sind die scheuklappen tragen . j.p.

  233. Scheiss interlektuelles „betroffenes“ weil selbs suizidal, Gelaber.

    Würdelos sich hier mit seinem Selbstmitleid auszukotzen und den Respekt vor Robre zu verlieren

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