Pssst! Das Lied

Hier ist wieder das improvisierte Lied am Donnerstag und ich muss mir auf die Schulter klopfen: So einen guten Text hatte ich noch nie!

Selbstverständlich ist wieder alles im Moment der Aufnahme komplett improvisiert. Viel Vergnügen:

Dieses Lied macht keinen Sinn, aber es ist funky!

Hier wieder das improvisierte Lied am Donnerstag. Frage an die Zuschauer: Was macht noch keinen Sinn, aber ist funky (also geil)?

Natürlich sind Text und Musik im Moment der Aufnahme komplett improvisiert. Und wer es sich nicht ansehen kann, sondern nur hören möchte, bitteschön:

[audio:https://uiuiuiuiuiuiui.de/wp-content/uploads/2010/11/Dieses-Lied-macht-keinen-Sinn-aber-es-ist-funky.mp3|titles=Dieses Lied macht keinen Sinn, aber es ist funky!]

Oder als kostenloser mp3 downoad: Dieses Lied macht keinen Sinn, aber es ist funky!

Und hier noch der Text zum Mitsingen:


Es geht mal wieder funky zu,
der Becher, der Becher, der Becher ist voll
Draussen steht ein Raabe auf dem Dach
und er kriegt den Schnabel nicht mehr zu, toll.
Kaffee und eine Menge kleinerer Drogen,
die machen das mit einem, das ist nicht gelogen.

Dieses Lied macht keinen Sinn, aber es ist funky – das ist alles was es braucht!
Dieses Lied macht keinen Sinn, aber es ist funky – das ist alles was es braucht!
Dieses Lied macht keinen Sinn, aber es ist funky – ich weiß nicht, wie der Text wieder geht
und wie der Text mit dem Reim zusammenhängt
und der Text auf die Melodie geht!
Dieses Lied ist funky, dieses Lied ist funky..

– scat –

Weist mich in eine Klinik ein, bitte, bitte, bitte!

So langsam müsste doch was passieren

Song-Improvisation über ein Thema

Das improvisierte Lied am Donnerstag. Wie immer sind Musik und Text komplett im Moment der Aufnahme improvisiert und das hier kommt raus bei dieser Song-Impro:

Und wer das Lied lieber hören will:

[audio:https://uiuiuiuiuiuiui.de/wp-content/uploads/2010/10/So-langsam-müsste-doch-was-passieren.mp3|titles=So langsam müsste doch was passieren]

Oder als kostenloser mp3 Download: So langsam müsste doch was passieren

Und noch der Text zum mitsingen:


So langsam müsste doch was passier’n,
ich halt das langsam nicht mehr aus.
Tut mich das alles noch interessier’n?
Ich muss hier mal raus!

Jeden Morgen das gleiche Problem,
man wacht auf und der Kaffee ist noch nicht gemacht.
Man schaut auf die Uhr und sieht man hat viel zu viel zu tun in kurzer Zeit,
während draußen die Sonne lacht.
Dabei würde man doch lieber draussen ein Eis essen oder über grüne Wiesen laufen
anstatt in den Supermarkt zu geh’n und Zahnpasta zu kaufen
und dann muss man noch die Rechnungen erledigen
und bei so wichtigen Leuten anrufen, dabei würd’ man sich am liebsten wieder hinlegen-

Wann geht es weiter? Wann geht es endlich los?
Wann ist man nicht mehr klein? Ja, wann ist man richtig groß?
Wann geht es endlich über diese Brücke drüber?
Wann ist es nicht mehr so schwer? Wann zuckt man mit den Schultern drüber?

Manchmal weiß ich nicht mehr, in welcher Tonart ich bin.
Auf den Tasten vom Klavier, da ist das nur halb so schlimm.
Doch wenn man im Leben nicht mehr weiß, in welchen Tönen das Lied des Lebens spielt
und man die Metaphern überhaupt nicht mehr versteht…

Dann schau nach draußen und die Sonne geht auf!
Denn ich bin in As-Dur gelandet und da freu ich mich drauf!
Zurück in B-Dur sieht man, dass es doch nur eine Frage der Ansichtsweise ist
und es ist scheißegal, was man tut, es ist nur eine Frage der Einstellung ob man traurig oder glücklich ist.

Warum fühlt man sich manchmal scheiße, dabei geht es einem doch gut?
Und genauso auf andere Weise geht es einem gut, nur fehlt einem der Mut
Am liebsten würde ich Sänger von solchen Motivationsliedchen erschiessen,
doch das bin ich ja selbst, also lass ich es sein und tu mit diesem Lied hier
die Liebe sprießen … lassen … tut mich nicht hassen … dafür…
nee nee nee, Schubidubeibeibye bye!

Lenas Chancen beim Eurovision Song Contest


Am 29. Mai ist der Grand Prix und es gibt zwei Lager: Die einen, die sagen, dass Lena Meyer-Landrut ganz vorne landen wird, die anderen, dass sie ganz weit hinten platziert. Also hört mal, warum sagt denn niemand „irgendwo in der Mitte“? Um ihre Chancen realistisch einzuschätzen, braucht es den Rat eines Experten: mir.

Ich habe bisher alle ESC Sieger hervorragend vorausgesagt. Außer letztes Jahr. Und das Jahr davor. Und im Jahr davor habe ich nicht getippt. Davor lag ich einmal daneben und habe ein paar Jahre pausiert, weil meine Vorhersagen nicht mehr so treffend waren. Und im Jahr davor und davor lag ich auch falsch. Aber jedes mal exakt. Gut, ich lag nur zwei Mal richtig, nämlich bei Sertab aus der Türkei und den Hard-Rock-Hallelujah-Finnen, aber immerhin.

Also fangen wir an, die einzig wahre Beurteilung von Lenas Chancen beim Grand Prix.

Ich weiß, als heterosexueller Grand Prix -Fan, gehöre ich zu einer aussterbenden Gattung, aber hört mich an: Es zählt bei weitem nicht nur das Lied oder die Stimme, auch nicht – wie oft vermutet wird – Sympathien für ein Land. Ganz, ganz viele Elemente spielen eine Rolle, gehen wir sie an.

Fangen wir trotzdem mal bei dem Lied an, das ist ein recht normaler Song, vom Komponisten wohl in ein paar Minuten hingeschmissen. Der Song ist langweilig und verliert seinen Reiz schon nach 30 Sekunden. Das macht aber erst mal nichts. Der Rhythmus ist ja ganz nett und positiv auf die Platzierung wird sich auswirken, dass die anderen Länder dieses Jahr auch nur Schrott liefern. Nur: In dem Lied ist überhaupt keine Steigerung drin, keine Rückung, nicht mal am Ende der Refrain einen Ton höher, wie es für einen ESC-Sieg nahezu notwendig ist. Es ist auch kein geiler Break drin, nur ein klitzekleiner, der so klingt, als hätte sich der Schlagzeuger kurz verspielt. Es wird also schwer. Jeder Grand Prix Teilnehmer hat höchstens 3 Minuten für seinen Song, was dazu führt, dass alle Teilnehmer versuchen, möglichst exakt die 3 Minuten zu füllen.

Was eigentlich Quatsch ist. Ein gutes Lied, dass nur zweieinhalb Minuten lang ist, wird dann gestreckt, ein paar Takte hinzugefügt, oder das Tempo etwas verlangsamt. Oder wenn das Lied zu lange ist, ein wenig verschnellert. Dass das nicht unbedingt förderlich ist und man mit einem kurzen Lied vielleicht mehr erreichen kann, daran denkt keiner.

Viele, viele, viele Grand Prix Lieder haben dieselbe Akkord-Struktur, nämlich C – a – d (oder F) – G. Hat Lena nicht. Na ja, nicht schlimm.

Kann denn wenigstens der Text punkten? Nun, beim Text ist – für das internationale Publikum – vor allen Dingen wichtig, dass er gar keinen Sinn macht. Es müssen nur Schlagworte vorkommen, die in möglichst vielen Ländern verstanden werden. „Love“, z.B., das hat sie ja drin.

Der Text von Lena macht auch tatsächlich recht wenig Sinn, warum singt sie, dass sie sich extra blaue Unterwäsche für ihren Liebsten gekauft hat? Aber an Schlagworten mangelt es dann doch ein wenig. Bernd Meinunger, der Texter von Ralph Siegel, der war Meister der unsinnigen Schlagworte. Aber damals musste man noch in der Muttersprache singen. Hätte Lena auch nicht geschadet, denn ihr Englisch tut weh. Da entsteht so ein peinlich berührtes Gefühl, dass man bekommt, wenn so Möchtegern-Anglizisten cool sein wollen. Jedem richtigen Engländer kommt allerdings das Kotzen bei dieser beliebigen Aussprache. Aus England kämen sogar mehr Punkte, wenn man mit einem breiten deutschen Akzent Englisch singen würde. Oder mit einem französischen Akzent, das ist doch süß. Aber England müssen wir schon mal aus den punktegebenden Ländern streichen, genauso Irland. Die Skandinaven können auch ziemlich gut englisch, also kommen von da auch wenig Punkte, da wird es schwer.

Aber worauf es grundsätzlich eigentlich ankommt, ist der Gesamteindruck, die Show. Wenn Lena einfach dasteht, mit ihren spastischen Bewegungen und das Lied ohne großes Brimborium singt, dann gibt es ein Dilemma wie damals bei Corinna May. Aber wer weiß, was sich die Verantwortlichen einfallen lassen haben um die Nummer zu pushen. Hoffentlich etwas spannenderes, als das schnell zusammengekleisterte Musikvideo.

Es gibt harte Regeln beim ESC, insgesamt dürfen nur 6 Leute auf der Bühne stehen, egal ob die Singen oder Tanzen. Die Musik ist Playback, aber alle Stimmen müssen live sein, auch die Backgroundstimmen. An der Regel sind schon viele Länder gescheitert, die nämlich dicke Backgroundstimmen auffahren wollten, aber gleichzeitig die coolsten akrobatischsten Tanzmoves. Tänzer außer Atem singen allerdings nicht so gut, so kann man bei vielen Performances ziemliches Luftschnappen hören. Bei Lenas Song sind meines Wissens keine Backgroundstimmen dabei, also hat man noch Platz für 5 weitere Leute, die versuchen können, zu retten, was zu retten ist. Vielleicht ein paar Artisten im Rhönrad?

Ein Gimmick wäre nicht schlecht. Vor zwei Jahren hat ein Russe mit einem Schlittschuhläufer gewonnen, der auch noch einen Geiger dabei hatte. Also geigte letztes Jahr der norwegische Sänger selbst und fuhr den höchsten Sieg aller Zeiten ein. Was meint ihr, wie viele Beiträge dieses Jahr einen Geiger mithaben? Großbritannien hatte letztes Jahr sogar 4 Geiger mit und auch noch Andrew Lloyd-Webber. 1 Geiger: Platz 1, 4 Geiger + Webber: Platz 5. So einfach ist die Rechnung.

Was hatte Deutschland letztes Jahr als Gimmick? Dita von Teese. Insgesamt 3 Tänzerinnen. Zwei, die alles gegeben haben und sich abmühten und Dita, die auf einem Sofa saß. Und dann im Lied groß angekündigt wurde, von dem falschen Pianisten, dann nach vorne zur Bühnenmitte ging und wieder zurück aufs Sofa. Das ist eine Leistung. Die beiden anderen Tänzerinnen, die sich richtig abgearbeitet haben und nicht namentlich erwähnt wurden, müssen sich auch verarscht vorgekommen sein.

Bevor Russland die Schlittschuhe auspackte hat Serbien gewonnen, mit „Molitva“, gesungen von einer Frau, die aussah, wie Daniel Küblböck mit ein paar mehr Kilo auf den Rippen. Aber immerhin konnte sie singen. Ist eh wurscht, nach einem Grand Prix Sieg kräht sowieso kein Hahn mehr nach Dir. Oder hat jemand mal wieder was von dem Norweger gehört? Oder von Helena Paparizou, Marie N, Tanel Banar, Dave Benton, Eimear Quinn, Secret Gardenusw. – selbst nach Ruslana und Lordi kräht eigentlich kein Hahn mehr. Lena wird auch spätestens am 29. Mai den Höhepunkt ihrer noch jungen Karriere hinter sich haben. Und in einem Jahr oder zwei nimmt sie wieder Komparsenrollen beim Privatfernsehen an.

Also mein Tipp: Nicht besser als Platz 10, na ja, sagen wir 9, aber auch nicht schlechter als Platz 15. Wetten?

Das Impro Lied über Chatroulette – Song zum Freitag

chtroulette song

Das heutige Thema des komplett improvisierten Liedes zum Freitag ist Chatroulette. Sowohl die Musik am Klavier, als auch der Text sind aus dem Stegreif improvisiert.

Achtung: Dies ist nicht das Video von “Merton”, der im Chatroulette Impro-Lieder über seine Chat-Partner gesungen hat (das gibt es hier), sondern einfach ein improvisierter Song zum Thema Chatroulette.

Wo ist der verdammte Stromstecker hin?




Text und Musik sind im Moment der Aufnahme komplett improvisiert. Hier der nachträglich abgetippte Text:

Wo ist der verdammte Stromstecker hin?

Ich kann Euch sagen, dass ich tierisch beschissene Laune habe;
und wenn ich mir stelle diese eine Frage
flipp’ ich aus:

Wo ist der verdammte Stromstecker von dem blöden Drumcomputer hin?
Ich weiß es nicht, aber das ist der Grund, warum ich so verdammt verärgert bin!
Es kann doch nicht angehen, dass Stromadapter in einer 30qm-Zimmer-Wohnung einfach sich in Luft auflösen,
so daß ich jetzt ohne Schlagzeug spielen muss und noch mal in den Elektroladen düsen –

verdammte Scheiße, verdammte Scheiße,
immer geht der ganze Tag ‘rum, weil man etwas sucht!
verdammte Scheiße, verdammte Scheiße,
diese ewige Sucherei sei doch verflucht!

Irgendwann hat man nicht mal mehr Zeit in den 24 Stunden des Tages einen Kaffee zu trinken, weil man das Kaffeepulver nicht mehr findet!
Es macht mich wahnsinnig!

Und was mach ich jetzt ohne Schlagzeug, soll ich etwa *beatbox* die ganze Zeit machen?
dann kann ich doch währenddessen nicht singen! *schreit* yeah, yeah, yeah!

Jetzt versteh’ ich auch die Heavy Metal – Rocker, warum sie die ganze Zeit so rumschreien,
wahrscheinlich, weil sie gerade mal wieder ein Stromkabel verloren haben und zwar das von der elektrischen Gitarre! YEEEEAAHHHH! *hust*

Wo ist der verdammte Stromstecker – Downloadlink als mp3 (1.7MB)

ui. macht weiterhin Euren Song – ein Wahnsinn, diese Resonanz!

Also, wir hatten uns ja bereits auf das Tempo des Songs geeinigt, 95bpm. Jetzt ging es, um die Tonart, sie wird G-Moll sein.

Was? Wie kann das sein? Das werdet ihr Euch fragen, denn es wurde doch 3x für D-Moll gevotet und kein einziges mal für G-Moll?

Nun erkläre ich, wie ich das ausgewertet habe: Wir hatten 7 Votes, davon 5 für Moll, 2 für Dur. Also Moll. Dann hatten wir Votes für die folgenden Tonarten: A, Fis, D und C. Wenn man die Grundtöne dieser Tonarten nimmt und daraus einen Akkord baut, bekommt man einen Septakkord auf D, D7. In welcher Moll-Tonart kommt dieser nun vor? Richtig, in G-Moll als Dominantseptakkord.

Klingt kompliziert? Egal, das Lied wird in G-Moll sein und 95bpm haben.

Jetzt wage ich mich noch mal an die Texter unter Euch: Habt ihr Texte, die ihr vertont haben wollt? Das kann alles sein, Gedichte, Songentwürfe, was auch immer. Nun habt ihr die Chance, dass endlich mal ein richtiger Song daraus gemacht wird!

Diesmal bitte ich aber die Textentwürfe mir per E-Mail zu senden, da müsst ihr dann auch keine Angst haben, dass doofe Kommentare von anderen kommen. Deutsch oder Englisch, geht beides (andere Sprachen kann ich nicht), als reiner Text oder meinetwegen als angehängtes Word-Dokument oder .pdf oder was auch immer.