Dem „edlen Volk von Afghanistan“

Dem „edlen Volk von Afghanistan“ geht es ja anscheinend recht gut, wenn 2000 von ihnen Rumpelstilzchen spielen und „Tod den Ausländern“ rufen, nur weil – nicht mal vorsätzlich – ein Buch verbrannt wurde, das wie die Bibel auch nur aus Papier und von Menschen geschriebenem Text besteht:

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,816609,00.html

Wer auch immer, aus irgendeinem Grund denkt, es sei schlimmer ein Buch zu verbrennen, als jemanden umzubringen, soll sich doch bitte erhängen. Dann kriegt er wenigstens nicht mehr mit, wenn so etwas passiert.

Wie sieht das eigentlich mit elektronischen Medien aus? Ich habe mir nämlich den Koran in elektronischer Form heruntergeladen. Leider aus Versehen zwei mal. Die eine Datei habe ich also gelöscht, in den Papierkorb verschoben und den Papierkorb geleert. Ist das jetzt schlimm?

Flattr this!

Über ui.

Manuel Wolff ist der Autor von „ui. der blog.“, Außerdem „ui. der vlog.“ auf Youtube und diverse andere Projekte.

Hauptberuflich Stand Up Comedian und Musikkabarettist und Improgott.

G+

3 Gedanken zu „Dem „edlen Volk von Afghanistan“

  1. Nein, ich glaube, das geht in Ordnung, die Datei ist jetzt gut aufgehoben im virtuellen Paradies.
    Aber bei religiösen Fanatikern weiß man natürlich nie. Sprich lieber noch mal schnell ein Gebet. Zur Sicherheit.

  2. Das Gebet muss er natürlich in einer Textdatei tippen und diese dann ebenfalls löschen.

    Zum Thema: Ich finde es einfach nur unfassbar, dass jemand so reagiert.
    Das ist in meinen Augen absolut unverständlich.
    Ich verstehe ohnehin nicht, wie man so einen Hass auf andere Menschen entwickeln kann.
    Was dort und auch im Rest der Welt geschieht, wie die Menschen so miteinander umgehen können, das ist für mich absolut unbegreiflich.
    Nennt mich ruhig „Kleingeist“, aber ich verstehe es einfach nicht.

  3. Der ui hat ja mal nen sehr schönen Beitrag über Hass geschrieben.
    Hassprediger, offensichtliche und unterschwellige, sind das große Problem unserer Zeit und ein Problem, gegen das anscheinend nicht mal die große Transparenz und große Aufklärungsfähigkeit des Internets gegenhalten kann.
    Im Gegenteil, die Aufheizer scheinen stärker als die mäßigenden Stimmen zu sein. Und vor allem reizvoller, für Medien genau wie für Medien konsumierende.

    z.B. bin ich sicher, dass in unzähligen Menschen aktuell ein Hass auf Afghanistan brodelt. Obwohl nur sehr schwer in Erfahrung zu bringen ist, wie viele geistig Zurückgebliebene tatsächlich an den Tumulten beteiligt sind. Wie viele besonnene Einwohner diesen gegenüberstehen, die sich evtl. Sorgen machen, wie die Medien das international präsentieren werden.
    Muss natürlich nicht sein. Vielleicht sind die auch alle voll am ausflippen.

Kommentar verfassen