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Kichern und Picheln – Hausfrauenvereine in der Bahn

Über die Bahn und ihren Service meckern ist ja mittlerweile so Mainstream. Spätestens seit dem Buch „Sänk you for träwelling…“ macht es jeder, weil es ja so cool ist. Der Service der Bahn ist schlecht, keine Frage, aber wenn es schon Volkssport ist, dann macht es keinen Spaß mehr. Über die Bahn zu motzen war lustig, als sie noch eine grunddeutsche Institution war, jetzt will ich das nicht mehr. Vor allen Dingen, wenn sich die Bahnreisenden jetzt berufen fühlen, schon bei einer Verspätung von 5 Minuten herum zu motzen, weil die Bahn einfach Scheiße ist – was sie ja auch ist, aber meine Güte, 5 Minuten! Vor allen Dingen, wenn es sich um einen IC handelt, der eine zehnstündige Fahrt von, was weiß ich, Interlaken beginnt und sich nach Rostock heraufbahnt und dann 5 Minuten Verspätung hat, meine Güte, mach das mal mit dem Auto, 10 Stunden fahren und auf 5 Minuten genau sagen, wann man ankommt. Und bei Flugzeugen motzt niemand die Stewardessen bei Verspätungen an. Weil Leutehalt einen Trend folgen und der Trend ist, schimpfen ist okay. Und daher ist es jetzt nicht mehr cool.

Deswegen schimpfe ich jetzt viel lieber über Bahnfahrer, als über die Bahn selbst.

Was mich am meisten aufregt, sind diese kichernden und pichelnden Hausfrauengruppen, die an Wochenenden zum kollektiven Weihnachtsmarktbesuch oder zum kollektiven Wochenend-Trip nach Hamburg aufbrechen und das ganze Abteil mit ihrer nervigen Lautheit und Wichtigtuerei nerven. Schlimmer als 2 Amerikaner!

Die mal ohne ihre fetten schnauzbärtigen Männer ein spannendes Wochenende verbringen möchten und denken, es sei ne tolle Idee, mal an einem Samstag 5 Stunden hin, Sonntag 5 Stunden zurück nach Hamburg zu fahren, um da ein tolles Programm zu absolvieren, Scheißdrecks-Musical schauen (wahrscheinlich Cats oder „Ich war noch niemals in New York“), Hamburg Dungeon, wo Amateurschauspieler mit Kunstblut ein mickriges Gehalt bekommen um Touristen mit „Buh!“ zu erschrecken und natürlich Reeperbahn, an Wochenenden nicht viel anders, als die Idiotenversammlung bei einer Kirmes am Autoscooter.

In heller Vorfreude auf ihr geiles Wochenende trinke sie schon um 10 Uhr morgens im Großraumabteil den lauwarmen Sekt aus Plastikbechern und rufen dabei fröhlich „Stößchen!“, weil das ein pseudolustiger debiler Animateur aus dem letzten Cluburlaub auf Rhodos auch ständig gesagt hat und allein damit bei der versammelten Mannschaft kollektive Verzückung auslöste. Und die Plastikbecher sind nicht irgendwelche Plastikbecher, nein es sind diese unsinnigerweise zusammenschraubbaren Zweiteiler. Boden und Kelch müssen aneinander gesteckt werden, obwohl das nicht mal wirklich Platz spart und auch nicht wirklich innovativ ist. Aber halt genauso geil wie „Stößchen!“. Und lustig, derbe lustig, wie ein Kinderüberraschungsspielzeug für einfach gestrickte. Und natürlich sind sie große Tupperware-Fans, denn was gibt es schöneres? Und sie sind so richtig fleißig und haben Knabberzeug mitgebracht, Chips und Minibrezeln, schön schon zu Hause aus den Tüten entfernt und in die Dosen umgefüllt, weil … äh … ja weil halt! Warum schraubt man Sektgläser zusammen?

„Meine Fresse, seid ihr hässlich!“ entfuhr es mir. Worauf eine der Schreckschrauben entgegnete „Du bist awwer auch kää Bräd Pitt!“, worauf mir erst mal gar nichts einfiel, aber wer mir in die Comments den besten Comeback zu der Zeile schreibt, kriegt Freikarten für einen Auftritt nach Wahl von mir.

Verdammt, und dann spielen sie laut im Zugabteil Spiele. Im Stehen! Das Ding wo man einen Zettel an der Stirn mit einer berühmten Person hat und raten muss, wer man ist. Natürlich standen Brad Pitt, Johnny Depp und George Clooney auf den Stirnen. Und Angela Merkel. Später packen sie dann den selbstgemixten Wodka-O aus, weil sie sich mal wieder jugendlich fühlen wollen, wie Koma-Säufer. Ja, sie wollen sich jugendlich fühlen, weil die 50-jährigen Trullas seit 20 bis 30 Jahren einen langweiligen Mann zu Hause haben, einen schnauzbärtigen Hemd-in-die-Hose-Stecker, der Abends nur vor der Glotze hängt, wenn er nicht gerade mit seinem Kegelverein einen Saufen geht.

Oder aber die Damen trinken Pina-Colada-Fertigmix und sagen „Oh, lecker, schmeckt total nach Südsee!“ – und eine sagt dann „aber des is doch net so salzig?“

Und dann kommt der Fahrkartenkontrolleur und sie kloppen Gags und Sprüche, als ob sie sich für 7 Tage, 7 Köpfe bewerben würden und sie versuchen alle auf einmal mit ihm zu schäkern und zu flirten, als ob sie ein Junggesellinnenabschied wären (was übrigens die zweitnervigste Frauengruppe ist, nach diesen Hausfrauenausflüglerinnen). Und sie flirten, was das Zeug hält, als ob ein 10 Jahre jüngerer Fahrkartenkontrolleur auch nur irgendetwas von der Hausfrauenbande wolle – außer eben ihre Fahrkarten. Und als ob auch nur irgendeine Frau auf Männer stehen würde, die Fahrkartenkontrolleure sind. Da ist doch arbeitslos attraktiver! Das geht nur wenn man um – mittlerweile – 11 Uhr morgens schon so hackedicht und stramm ist, wie Harald Juhnke in seinen besten Zeiten.

In Hamburg angekommen ist die Frauengruppe dann so besoffen, dass sie direkt ins Hotel gehen, direkt ins Bett und alles verpassen, nix ist mit Musical, keine Reeperbahn, kein Dungeon, gar nichts nur am nächsten Tag zurück in den Zug. Wo dann direkt weitergesoffen wird und sich bestätigt wird, dass der Ausflug trotzdem schön war. Schöner als ihre Männer zu Hause auf jeden Fall.

Auch schauen: Hier erfahrt ihr Alles über die Deutsche Bahn

Artikel-Bild von Gerhard Gellinger auf Pixabay

Der heißeste Tag

Es ist so heiß. Es ist so heiß, Es ist so heiß. Es ist so heiß. Es ist so heiß. Es ist so heiß. Das ist eine Schreibübung. Gegen Schreibblockade. Wenn man was schreiben will, aber einem partout nichts einfällt, soll man statt verzweifeln einfach den letzten Satz immer und immer wieder niederschreiben, irgendwann kommt dann was. Ist auch ein guter Tipp, aber es ist so heiß.

Der Tipp ist uralt, mir wurde er 1991 beigebracht, es mag auch schon 1990 gewesen sein, als ich ein Austausch-Schuljahr in Manchester, New Hampshire verbrachte und eine Klasse „Creative Writing“ hatte. Der Lehrer war der beste Lehrer, den es je gab und ich habe seinen Namen vergessen. Jedenfalls brachte er uns diesen Trick bei. Wobei das ja auch noch was anderes war, damals schrieben wir mit Stiften in Hefte.

Aber am Computer geht das ja genauso. Aber. Aber aber aber. Das Wort aber kommt aber tierisch oft vor in den wenigen Zeilen, die ich bis jetzt geschrieben habe. Aber es ist ja auch verdammt heiß.

39 Grad oder so. Bald soll ein Gewitter kommen. Genauso wie letzte Woche, da sollte auch ein Gewitter kommen. Bald soll der Weltuntergang kommen. Ach ja, und Trump hält ein Jahr im Amt nicht aus. Ach ja und Trump hält hundert Tage im Amt nicht aus, ach ja, Trump wird nur weniger Tage im Amt aushalten, ach ja, Trump wird niemals die Präsidentschaftswahl gewinnen, ach ja, Trump wird niemals die Kandidatur der Republikaner ergattern, ach ja.

Nun denn, was gibt es Neues von mir? Am Sonntag spiele ich beim Sziget-Festival in Budapest 20 Minuten Comedy auf englisch. Also es ist so: Ich freue mich tierisch, den Sziget ist das zweitgrößte Festival überhaupt in Europa und während ich im Comedy-Zelt spiele steht auf der großen Bühne gerade Noel Gallagher auf der Bühne, aber … es ist so verdammt heiß und ich bin überhaupt nicht vorbereitet.

Ich könnte das natürlich schön auf die Hitze schieben, aber das ist nicht der wahre Grund, der wahre Grund sind die hunderte Einträge habenden Todo-Listen, die 300 unbeantworteten Mails und der überquellende „zu erledigen“ Stapel auf meinem Schreibtisch und der noch überquellendere „dringend zu erledigen“ Stapel.

Ich habe diesen Text übrigens heute morgen schreiben wollen, jetzt, wo ich am Text sitze, ist es schon nach 18 Uhr und ich habe Hunger. Und es ist verdammt heiß. Übrigens war ich nicht ganz untätig heute morgen, ich war immerhin im Schwimmbad und bin ein paar Bahnen geschwommen, aber dann wurde es mir zu voll.

Finde ich übrigens eine Unverschämtheit, dass andere Menschen auch ins Schwimmbad gehen und es nicht mir ganz allein überlassen.

Öh. Warum ich mich jetzt nicht ranhalte und das wichtigste zuerst mache und mich für Sziget vorbereite? Immerhin ist nur noch wenige Tage hin und eh schon zu spät? Ah, weil es nicht das Dringendste ist, denn am Samstag spiele ich mein Soloprogramm im Ateliertheater. Und das haben ich schon lange nicht mehr gespielt, denn es ist so heiß und weiß ich überhaupt noch wie es geht und will ich nicht dran was ändern???Also wenn irgendwo in den nächsten Tagen Zeit sein sollte, was zu erledigen, dann sollte ich mich da als allererstes dran setzen. Und dann kann ich mich nicht auf Sziget vorbereiten. Aufs Solo aber auch nicht, denn übermorgen ist schon wieder BOING. Und im Sommer einen Comedy-Club zu führen und Karten zu verkaufen, ich kann mir etwas Leichteres vorstellen, es ist nämlich so heiß.

Und da ich meinen Künstler das Gleiche zahle, egal wie viele Zuschauer kommen, könnt ihr Euch vorstellen, wer hier gerade der Leidtragende ist. Dabei liebe ich eigentlich den Sommer. Also kommt mal mich live sehen, die ehrlichste Stand-up Comedy der Welt, Donnerstag im Coellner, Ubierring 22, 50678 Köln, der „BOING Comedy Club“ (20 Uhr – Karten auf www.boingcomedy.de), Samstag im Ateliertheater, Roonstr. 78, 50674 Köln (20:30 Uhr – Karten auf www.ateliertheater.de) und Sonntag beim Sziget-Festival in Budapest (das müsst ihr selbst herausfinden, mir ist gerade zu heiß. Aber.)

Es regnet

Eines Tages musste ich schnell zum Bahnhof um den Zug zu einem Auftritt zu bekommen und da ich ziemlich erkältet war und es anfing noch ziemlicher zu regnen rief ich bei dem Kölner Taxiruf 19 410 an, um ein Taxi zu bestellen, ging vor die Haustür und wartete. Und wartete und wartete. Nach 10 Minuten reif ich nochmals an, um mich nach dem Verbleib des Taxis zu erkundigen. Die Frau aus der Zentrale schimpfte mich daraufhin an! Ich sei noch nicht vermittelt, und dass es eben dauere und: „Es regnet!“ herrschte sie mich an.

„Ich weiß, deswegen bestelle ich ja ein Taxi!“ kläffte ich zurück. Normalerweise sind die Leute bei 19 410 nämlich sehr freundlich und beschimpfen einen nicht, wenn man ihnen Umsatz macht. Ich teilte ihr mit, dass eine Straße weiter, am Chlodwigplatz ja sogar ein Taxistand sei, da könne es doch nicht so lange dauern ein Taxi rüber zu schicken.

Doch die Frau in der Zentrale entgegnete wieder: „Ja aber es regnet!“

Ich sagte Ihr: „Dann schicken Sie mir halt ein überdachtes Taxi.“

Die Wahrheit über kriminelle Ausländer

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So titelte vor ein paar Jahren die immer blöder werdende BILD-Zeitung. Nicht zu übersehen, auf meinem Weg zur Arbeit, der in St. Pauli an mindestens fünf türkischen Kiosken vorbeiführt, wo sie prominent in der Auslage lag. Ein Foto des armen ausländischen Kioskbesitzers neben dieser Schlagzeile würde Preise gewinnen – und wie schon vorhergesehen geht die Medienhetze jetzt erst recht los.

Aber um was geht es eigentlich in dem Artikel zur Schlagzeile? Ist wieder etwas passiert, gibt es etwas wichtiges zu sagen? Nö, der Artikel hat nur eine kurze Einleitung und bringt dann Zitate aus einer wahrscheinlich mehr oder weniger aus dem Zusammenhang gerissenen Rede eines Staatsanwalts.

Ich möchte mir die Redaktionskonferenz gar nicht vorstellen, wo beschlossen wurde, dass noch schnell ein Artikel über kriminelle Ausländer nötig sei, um noch einen Reißer fürs Titelblatt zu haben und sich schnell in 5 Minuten was aus den Fingern gesogen wurde.

Was berichtet denn der Staatsanwalt in seiner Rede? Erst mal stellt er klar, dass nicht die Türken die bösen sind, sondern die Araber. Das passt einfach zur Zeit besser ins Konzept der Hetzer. Außerdem isst der Staatsanwalt wahrscheinlich auch so gerne Döner. Er berichtet von Dauerkriminellen, die das Verbrechertum in der Familie lernen und auch Gefängnisstrafen gerne annehmen, das würde eben dazugehören. Dass er im selben Vortrag sagt, dass Haft sie nicht beeindruckt und dass das einzige, was sie beeindruckt, Haft ist, fällt selbst im Artikel von BILD, wo es nicht mehr als zwei Sätze auseinander steht, nicht auf.

Und ganz am Anfang des Artikels werden von Bild Zahlen genannt: „Die kriminellen Übergriffe ausländischer Jugendlicher – es ist alles noch viel schlimmer! Allein in Berlin gab es laut Berliner „Tagesspiegel“ Ende September 2363 jugendliche Schwerkriminelle.“ Ja, es ist alles noch viel schlimmer. Beim tumben Leser verfestigt sich ein Gedanke. Wenn Ausländer so viele Straftaten begehen, dann sind Deutsche doch viel besser! Wir sind Papst, wir sind Deutschland, ihr nicht, Ausländer raus!

Doch Zahlen sagen ohne Zusammenhang erst mal gar nichts aus. Wenn man sich die Zahlen mal näher betrachtet fällt was auf: BILD lügt. Sie holen irgendeine Quelle raus, damit das Volk mal wieder vor Ausländern Angst hat und sie weg haben will. Die 2363 jugendlichen Schwerkriminellen von denen die Rede ist, sind allerdings größtenteils keine Ausländer. Es ist nämlich die Summer aller jugendlichen Schwerkriminellen in Berlin. Deutsche UND Ausländer zusammen. Schlecht recherchiert oder Absicht? Für Bild ist da wohl kein großer Unterschied, ob Krimineller oder Ausländer. Ist eh alles das Gleiche, kriminelle Ausländer halt.

Übrigens, Berlin hatte 2006 die niedrigste Kriminalitätsrate seit der Wiedervereinigung. Trotzdem, am besten alle ausweisen, und zwar nicht nur die jugendlichen Schwerkriminellen, oder die 25% aller Straftäter, die Ausländer sind, sondern auch die über 470,000 Ausländer Berlins, die noch nie eine Straftat begangen haben.

Also ich bin sogar dafür, dass kriminelle Deutsche ausgewiesen werden. Und ich glaube sogar, da hätten die BILD-Leser noch nicht mal was dagegen. Einfach alle ausweisen, die anders sind: Ausländer, Schwule, Langhaarige, PDS-Wähler, Linkshänder … das ganze Pack! Und vor allen Dingen Kriminelle, schließlich zahlt der gute deutsche Steuerzahler ja sowieso zu viel für die Gefängnisse. Und irgendwann kommen sie ja doch wieder raus. Schade, dass wir keinen elektrischen Stuhl haben, ach, früher war ja doch alles besser.

Und was ist denn nun die Wahrheit über kriminelle Ausländer? Nun, die Wahrheit ist … *trommelwirbel* … sie sind kriminell. Jawoll, kriminelle Ausländer sind kriminell! Was für eine Erkenntnis, danke BILD. Aber wenigstens haben wir eine Menge, über die BILD-Macher und ihre Leserschaft gelernt.

Ich denke mal, es geht BILD diesmal gar nicht darum, Ausländerfeindlichkeit zu schüren. Das wird einfach billigend in Kauf genommen. Es geht BILD nur darum, eine möglichst schockierende Schlagzeile zu finden, die allerdings genug Konsens bei den Stammtischlern findet, so dass sie jeder morgens kauft, damit man sich in der Mittagspause gemeinsam empören kann. Dass sich dann der Pöbel gemeinsam über Ausländer aufregt, ist BILD egal. Das ist nun mal der Preis, wenn man seine Auflage retten kann.

Ich erinnere mich noch an die „Asylbetrüger“-Schlagzeilen und das Asylantengeschimpfe von BILD, so lange, bis dann in Rostock Lichtenhagen gezündelt wurde. Und ich denke mal, die BILD wird gestern einen Verkaufsrekord aufgestellt haben – jedenfalls habe ich schon am Nachmittag keinen Kiosk mehr gefunden, der Exemplare übrig hatte.

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Backwerk ist wie Helene Fischer

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Hier in Köln am Chlodwigplatz gibt es ein Backwerk. Und gegenüber von diesem Backwerk gibt es ein … Backwerk! Und klar, es ist ja vollkommen okay bei Backwerk zu kaufen, wenn man minderwertige Produkte haben möchte. Aber dafür darf man wenigstens die Arbeit der Verkäufer selbst übernehmen.

Und es ist ja nicht so, dass man ins Backwerk gehen muss, wenn man im gegenüberliegenden Backwerk gerade fertig ist. Nein, neben dem Backwerk ist eine Bäckerei, da gibt es Backwaren. Und daneben ist ein Kiosk, da gibt es Tabakwaren. Und daneben wohnt ein Osho-Jünger, also ein Baghwan.

Aber man muss Leute, die bei Backwerk kaufen, akzeptieren. Das sind so Leute, die auf ihren Online-Profilen als Lieblingsrestaurant Vapiano angeben. Und bei Studium „Schule des Lebens“ schreiben. Und Helene Fischer mögen, denn sie hätte so viel Charme und Ausstrahlung. Also sorry, Perfektionismus mag bewundernswert sein, aber doch nicht charmant! Doch, doch, Helene Fischer sei so eine herzerwärmende Persönlichkeit. Ja, wie ein Dalek. Oder für die, die Doctor Who nicht kennen: Wie die Borg. Also ein perfekter Kampfroboter, der alles zerstören will. Mit so viel Persönlichkeit, dass er durch einen anderen Kampfroboter einfach ersetzt werden kann. So wie Helene Fischer schon den vorherigen Kampfroboter Michelle ersetzt hat.

Helene Fischer hat ja im Tatort eine russische Killerprostituierte gespielt – also was heißt gespielt?

Leute geben hundert Euro für Helene Fischer Tickets aus und kaufen bei Backwerk. Also egal, was es kostet, die Leute wollen Scheiße.

Dann kann man sich auch diese Mikrowellen-Fertiggerichte kaufen. Currywurst mit Pommes für die Mikrowelle. Schönes Foto auf der Folie, rein in die Mikrowelle, Folie abziehen und – hossa, Überraschung! Qualitativ wie Schlager, aber was für eine Überraschung! Schaut man dann noch mal auf der Folie nach, steht da „Abbildung ähnlich“. Ja, Wahnsinn, da kann ich dann auch bei online-Partnerbörsen Fotos von Brad Pitt und George Clooney einstellen und schreibe drunter: „Abbildung ähnlich“.??Oder es steht drauf „Serviervorschlag“. Ja, würde ich ja gerne machen, aber Instruktionen, wie ich das Zeug drapieren muss, damit es annähernd so aussieht, wie auf der Abbildung sagt mir keiner.

Übrigens, kennt ihr diese einzelverpackten Kekse, die es im Cafe zum Kaffee gibt? Da hab ich kürzlich einen bekommen und auf der Packung war ein Bild des Kekses. Nur der Keks. Und es stand tatsächlich „Serviervorschlag“ drunter.

So ein Keks ist ja auch ein süßes Massenprodukt wie Helene Fischer. Nur hört man ihm lieber zu. Ich mache mit diesen Keksen das, was ich gerne mit Helene Fischer machen würde: Sie in kochend heißen Kaffee tunken.

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Deutschland kann 7 Millionen Flüchtlinge aufnehmen!

„Aber die haben alle Smartphones!“

Mit Humor gegen Fremdenhass!

stand up comedy gegen rechts refugees welcome

Es ist eine traurige Zeit in Deutschland gerade, viele Menschen kommen hier her, weil sie Hilfe brauchen und ein brauner Mob, unzählige Rechtsextremisten, „Wutbürger„, „besorgte Bürger“ und sonstige Heuchler schlagen ihnen eine Welle des Hasses entgegen, bis hin zu terroristischer Gewalt. Viele denken, es kämen zu viele, aber das ist Quatsch. Andere sagen ja zu Kriegsflüchtlingen und nein zu „Wirtschaftsflüchtlingen“, aber das ist auch Quatsch.

Wir können noch viel mehr unterbringen, aber seht selbst: Mit Humor gegen Fremdenhass (Comedian Manuel Wolff – manuelwolff.de)

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Und wir können und sollten nicht nur, wir müssten sogar dringend mehr Leute nach Deutschland bringen. In Ostdeutschland wohnen 2,3 Millionen Menschen weniger als 1990. Jedes Jahr wandern hunderttausende Menschen aus Deutschland aus, dazu kommt, dass mehr sterben, als geboren werden. Und wir werden immer Älter. Wir brauchen dringend, Leute hier. Die Flüchtlinge nehmen Euch nicht die Rente weg, ihr nehmt sie Euch selbst weg!

An die „Wutbürger“, „besorgten Bürger“ und sonstige Dummlaberer und Nichtskönner:
Es gibt natürlich Leute in Deutschland, die viel zu viel Geld bekommen und der Graben zwischen reich und arm wird immer größer, aber da solltet ihr mal auf die andere Seite schauen, auf die, denen es zu gut geht und nicht auf die, denen es noch schlechter geht, als einem selbst. Die nehmen Euch nämlich nichts weg.

Deutschland hat jedes Jahr 35 Milliarden Euro Rüstungsausgaben. Aber da geht ihr nicht auf die Barrikaden. Für 35 Milliarden Euro kann man 3,5 Millionen Flüchtlinge unterbringen und versorgen. Also mehr als 4 mal so viel wie prognostiziert.

Deutsche geben jährlich 70 Milliarden für Glücksspiel aus. 70 Milliarden, die sie einfach über haben, und ihr Glück versuchen. Davon kann man 7 Millionen Flüchtlinge unterbringen und versorgen. Oder allen Arbeitslosen ein ziemlich gutes Gehalt zahlen.

Aber nein, angeblich werden unsere Steuern ja „verschwendet“ und wir haben ja nix und jetzt geht das auch noch an die Flüchtlinge. Das ist Quatsch. Schaltet mal euer Herz und euer Hirn ein und merkt endlich, dass eure Argumente keine Argumente sind, sondern nur Neid, Missgunst, Egoismus und vor allem Fremdenfeindlichkeit. Ihr denkt, Euch steht etwas zu, allein aufgrund Eurer Nationalität, für die ihr nichts aber auch gar nichts getan habt. Und weil ihr selbst nichts könnt, aber zu feige seid, die Wut auf euch selbst zu richten, richtet ihr sie auf Schwächere. Ihr seid so traurige Gestalten, da müsste man fast Mitleid haben.

Es wird Zeit, dass wir alle mehr den Mund aufmachen, gegen die sich verbreitende braune Pest! Refugees Welcome!

Comedy gegen rechts – bitte teilen!

Laptop kaputt – Die Welt geht unter!

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Heute gibt es schlechte Nachrichten. Ich meine jetzt nicht schlechte Nachrichten in der Weltpolitik oder in der Familie oder sonstige Naturkatastrophen, nein, ich meine schlechte Nachrichten für mich. Mein Laptop hat den Geist aufgegeben. Mein MacBook Pro hat „rien ne vas plus“ und „au revoir“ gesagt – ich wusste gar nicht, dass es französisch kann. Jedenfalls musste ich tatsächlich gestern einen neuen Rechner kaufen.

Es stimmt ja schon, dass ein Mac länger hält, als ein PC. Ungefähr doppelt so lange. Ein Laptop-PC kostet 400 Euro und hält 3 Jahre, wenn man Glück hat, ein Macbook hingegen hält 6. Und kostet 2000 Euro. Woraus man schließen kann, dass Applefreaks keine Ahnung von Mathematik haben.

Was auch kein Wunder ist, da das Rechner-Widget auf dem Mac nicht mal die Punkt-vor-Strich-Regel kennt. Jedenfalls 2000 Euro ärmer habe ich dann gestern Abend versucht, das neue Teil einzurichten, alte Programme rüberzuziehen und so weiter und so fort, einige laufen auf dem neuen Betriebssystem nicht mehr, damit man sich Neue kauft, damit Apple noch mehr Geld kriegt, boah, wenn ich Steve Jobs erwische, bringe ich ihn um!

Apple hat übrigens ein neues Betriebssystem für das iPhone. Da können Nutzer Siri auch eine männliche Stimme geben. Aber leider, jedes mal wenn man ihm eine Frage stellt, sagt er „Da muss ich erst mal meine Frau fragen.“

Man kann die Welt ja nicht nur in Männer und Frauen aufteilen, sondern auch in PC Nutzer und Mac-Nutzer einteilen. Und genauso wie es ein paar Menschen gibt, die weder Mann, noch Frau sind, gibt es auch ein paar Linux-Fans.

Jedenfalls, als endlich alles eingerichtet war, wollte ich etwas ausdrucken, klar, dass das erst mal nicht funktionierte. Habe Druckertreiber runter geladen und alles mögliche versucht…

Kennt ihr die Geschichte mit der Frau, die bei der IT-Hotline anruft und sagt, egal was sie macht, der Bildschirm bleibt schwarz? Die Vergessen hat, den Stromstecker einzustecken? Sagen wir mal so, die Frau bin ich. Ich hatte einfach die Verbindung zwischen Laptop und Drucker nicht eingesteckt.

Ist schon verrückt, mit dem ganzen Computer und Internet Kram, wie schnell sich das entwickelt. Als es noch kein Facebook gab, habe ich mit meiner Polaroid immer Bilder von meinem Essen gemacht und in einem Briefumschlag an alle meine Freunde per Post geschickt.

Ja, das war jetzt lustig, aber das ist nicht schlimm. Ich hatte mal ein Date und sagte zu meiner Begleitung: „Wusstest Du, dass eine Frau zum Lachen zu bringen, der zweitbeste Weg ist, sie ins Bett zu kriegen?“ Natürlich fragte sie: „Wirklich? Was ist denn der beste Weg?“. Ich sagte: „Ein großes Messer.“. Da musste sie lachen.

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