Die Deutsche Bahn schreibt mir

Weil ich im November mit der Bahn nach Liverpool fahren will und das bei der Bahn online ja nicht so einfach zu buchen geht, schrieb mir gerade die Bahn nach einigem hin- und her (und zwar vollkommen meine Fragen ignorierend):

“Sehr geehrter Herr Wolff,

vielen Dank für Ihre E-Mail.

Wenn Sie uns online eine Preisanfrage stellen, können wir nur verbindlich buchen, wenn Sie uns dies persönlich bestätigen. Sollten Sie sich innerhalb von 24 Stunden nicht melden, ist dieser Reisepreis nicht mehr für Sie reserviert.”

Meine Antwort:

Der Reisepreis ist mir viel zu hoch, ich habe über Eurostar direkt gebucht, da kostet es (obwohl dort meine Bahncard 50 nicht gilt) die Hälfte und da wird mir als Kunden nicht gedroht und auf meine Fragen auch eingegangen.

Vielen Dank.

Sie müssen wirklich an ihrem Stil arbeiten.

Was meint ihr – wer hat Recht? Die Bahn oder ich?

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Zu gar nichts zu gebrauchen – Guten Morgen, ui! (Folge 20)

Ein Becher Kaffee, frisch gebrüht

Guten Morgen! Heute bin ich zu gar nichts zu gebrauchen, denn ich musste den Wecker noch eine Stunde früher stellen und das bei diesem sommerlichen Wintereinbruch. Dennoch bleiben ein paar Fragen offen, die der fleissige Kommentarschreiber gerne mit seinesgleichen diskutieren darf: Wieso “Guten Morgen, deutsche Bahn”? Wer war Victor Borge? Und was wollte ich am Ende doch noch sagen, als die Zeit auslief? Und habe ich an alles gedacht, an “Guten Morgen…”, an “Kaffee ist so geil wie…”, ans Klopfen und an “folgendes:”? Und an das auf-die-imaginäre-Uhr-schauen? Dann ist das ja schon ziemlich gut – zwar steigerungsfähig – aber für die Uhrzeit, Respekt an mich selbst. Ungh!

Die heutige Folge “Guten Morgen, ui!” – viel Vergnügen:

Das heutige “Kaffee ist so geil” ist: “Kaffee ist so geil, wie wenn Victor Borge zu Lebzeiten einen Gastauftritt als Borg bei Star Trek hätte.” – Wenn ihr noch weitere Vorschläge für geile “Kaffee ist geil” – Sprüche habt. Her damit – als Kommentar oder per mail: mail@uiuiuiuiuiuiui.de

Mein Youtube-Kanal (bitte abonnieren!)

Guten morgen, ui – der tägliche Videoblog von ui. – Hier gibt es alle Folgen bis jetzt.

Keine Witze über die Deutsche Bahn!

So, Herrschaften, der Zug fährt ab, Happy New Year, hier ist mein erster Videoblog (obwohl, das soll ich ja nicht mehr sagen – wie denn sonst?) des neuen Jahres. Denn in den Zügen wird nicht mehr “thank you for travelling with deutsche Bahn” gesagt, sondern “Thank you for choosing Deutsche Bahn today”. Na wenn das nichts ist:

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Deutsche Bahn rüstet sich für Xavier Naidoo

Als ich mich am Tag vor Heiligabend in das Bahnchaos stürzte hatte ich eh nicht die beste Laune. Die verlängerten Wartezeiten bestritt ich mit der Lektüre der neuesten Ausgabe der „mobil“, dem Magazin der Deutschen Bahn, was meine Laune vollends in den Keller rutschen ließ.

Auf dem Titelblatt der Heilsbringer der deutschen Popmusik, Xavier Naidoo, mit der Schlagzeile: „Auf den Spuren Frank Sinatras“. Oh nein! Das ist Gotteslästerung! Man kann ja viel über Xavier Naidoo sagen, meinetwegen kann es auch der neue Jesus sein, aber Frank Sinatra? Der Vergleich ist echt zu hoch gegriffen, da ist schon noch ein ziemlicher qualitativer Unterschied, man kann ja auch nicht über die Organisation der Bahn sagen „Auf den Spuren der Mafia“, die Mafia ist meilenweit besser organisiert.

Nebenbei bemerkt, auch auf dem Titel wurde die Premiere von Christoph Maria Herbsts Buch über seinen Aufenthalt auf dem Traumschiff angemerkt. Wer sich da jetzt etwas lustiges wie Stromberg erwartet, sollte bedenken, dass Herbst ein Schauspieler ist, kein Autor und Stromberg lustig ist, weil Herbst, die Texte der Autoren gut umsetzt. Wenn er jetzt selbst ein Buch schreibt, muss das nicht gut sein, allein die Unkreativität des Buchtitels spricht da Bände. Haltet Euch fest, das humorvolle Buch über das Traumschiff heißt – „Ein Traum von einem Schiff“. Doch, ehrlich. Wenn man 30 Buchhalter in einen Raum stecken würde und ihnen die Aufgabe geben würde, einen Buchtitel zu finden, käme nichts schlechteres bei raus.

Aber zurück zur Mobil. Bevor ich auf „Xaver, na Du?“ eingehe, hier noch die andere Titelzeile:

„Kinder kostenlos: neue Angebote“

Da saß wahrscheinlich die gleiche Praktikantin dran, die den Artikel über den Mannheimer Sängerknaben geschrieben hat. Wobei, das steht ja dran, den Artikel hat Natali Michaely geschrieben und wenn sie keine Praktikantin ist, ist sie eine ganz, ganz schlechte Redakteurin, die außerdem in Xavier wohl verliebt ist und von ihm die unbefleckte Empfängnis erwartet.

Also der Hintergrund ist – und da kommt Sinatra ins Spiel – dass er gemeinsam mit den Rea Garvey und dem Comedian Michael Mittermaier eine „Rat Pack 2011“-Tour macht. Da ist die Bahn also nicht schuld. Höchstens, dass sie die Aufmerksamkeit drauf legt.

Interessanter Satz aus dem Artikel: „Erst vor kurzem war er bei den deutschen Truppen in Afghanistan, um Danke dafür zu sagen, dass sie ihren Kopf hinhalten für einen Krieg, den keiner will.“ – Also wenn den Krieg niemand will, sollte man sich dann nicht lieber bei denen bedanken, die nicht ihren Kopf dafür hinhalten?

Gut, aber darum geht es jetzt nicht, sondern eher um die unverhohlene Verehrung der Autorin für den Mittelmaß-Wichtigtuer Naidoo. Weisheiten von ihm werden als Zwischenüberschriften gesetzt:

„Früher haben Männer ja noch mehr nach Gentlemännern ausgesehen – da sah ein 35-jähriger aus wie 45.“

Das ist Xavier Naidoo pur, der redet so schlau, der sollte Fußballer werden!

„Xavier Naidoo mag keine Verehrungsgesten, er findet, dass nur seine Musik von Belang ist“ – den Satz kann man sehr missverstehen.

Aber nun kommen wir zur schönsten Stelle im Aufsatz:

„Xavier Naidoo in echt sieht aus wie Xavier Naidoo auf der Bühne. […] Aber irgendwie auch ganz anders.“

Ah ja. Und nun der versteckte Rassismus:

„Afrikanischer, verletzlicher.“

So so, afrikanischer ist also verletzlicher und auf der Bühne sieht er nicht so afrikanisch aus?

„Sind das da kleine, reizende Sommersprossen auf seiner Nase“

Keine Ahnung, Natali, versuch doch mal dran zu kratzen, um zu schauen, ob es abgeht. Wenn nicht, dann sind es wahrscheinlich Sommersprossen. Was ja sehr verletzlich und afrikanisch ist.

Okay, genug, der große Aufreger im Magazin war das nicht, sondern ein kleiner Kasten, in dem stand:

„Deutsche Bahn rüstet sich gegen Schnee und Eis.
Der vergangene Winter hatte die DB kalt erwischt, vor allem den (sic!) Personenverkehr und die Infrastruktur waren stark betroffen. Das soll sich in diesem Winter nicht wiederholen – dafür will die DB nun sorgen.“

Ähm – zu spät? Jetzt den Leuten erzählen, dass es letzten Winter Probleme mit der Bahn gab, aber diesen Winter nicht? Das klingt nach PR-SuperGAU. Aber wenigstens habt ihr für nächstes Jahr wieder einen Artikel. Übrigens, bevor ihr im Sommer dann schreibt, wie ihr diesmal das Klimaanlagen-Problem in den Griff bekommen habt, wartet lieber ab, bis der Sommer auch um ist.

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Wortspiele zum Mehdohrn-Rücktritt

Hier ist der offizielle Sammelplatz für Bahn- und Zug-Wortspiele zu Mehdorns Rücktritt.

(Ich kann den heute Abend leider nicht sehen, wäre aber schön, wenn jemand berichten könnte, wie viele zugspezifische Wortspiele vorkamen)

Bis jetzt:

– Rückzug
– der Zug ist abgefahren
– Mehdorn endlich zurückgetreten: Bitte entschuldigen Sie die Verspätung
– zurückbleiben, bitte
– Der letzte Schachzug
– Bahn frei für Nachfolger
– Mehdorn im Auge
– Entgleisung bei der Bahn
– Mehdorn auf dem Abstellgleis
– Wegen eines Personenschadens entsteht eine Verspätung von …
– Alle aussteigen, Mehdorn endet hier
– Mehdorns Endstation
– Mehdornfreier Bahnhof (danke ml)
– Herr Mehdorn, genießen Sie Ihren Ruhestand in vollen Zügen! (sehr gut, Michse!)
– Rote Kelle fuer Mehdorn (danke StephanJ – versteh ich nicht)
– bahnbrechende…
– Thank you for travelling with Deutsche Bahn (dibtych)
– Mehdorn zieht die Notbremse
– Mehdorn steigt aus, Die Türen schließen selbstständig! (u.a. Henning)
– Mehdorn bleibt auf der Strecke (Danke Andreas)
– wer ist denn jetzt am zug? (Danke Schinshady)
– am Ende des Tunnels (u.a . sliggs)
– Typisch Bahn: Selbst der Rücktritt des Chefs ist verspätet.(XiongShuiRT auf Twitter. Gefunden von Corax)
– Mehdorn verlässt diesen Abort so, wie er ihn selbst vorzufinden wünscht (sliggs)
– Fahr doch zur Hölle
– Nur Fliegen ist schöner! (gegenglück)
– Die Bahn unter Zugzwang (Explorer)

Moritz bringt gleich 3 großartige Titel:

– Da hat es Mehdorn aus der Bahn geworfen…
– Mehdorns bahnbrechender Ausstieg
– Mehdorn bahnt sich den Weg nach draussen

Alle, die in den Kommentaren geposteten, werden Zug um Zug hier eingestellt.

Auch schauen: Hier erfahrt ihr Alles über die Deutsche Bahn

Immer mehr Spaß mit der Bahn

Ihr erinnert Euch, am 14. Januar 2009 fiel kurz nachdem ich ein Ticket auf bahn.de buchen wollte, der Strom aus (siehe hier). Das Ticket bekam ich nicht und musste mir am Bahnhof kurz vor der Reise eins besorgen.

Umso erstaunter war ich, als ich einige Tage später auf meinem Kontoauszug entdeckte, dass die Bahn dennoch das Geld von meinem Konto abgebucht hätte. Also schrieb ich einen bösen Brief an die E-Mail-Adresse (weil es mir zu doof ist, dafür kostenpflichtige Nummern anzurufen).

Kurz darauf bekam ich eine Antwort:

“Sehr geehrter Herr Wolf,

vielen Dank für Ihre E-Mail.
Wir bedauern den Vorfall und werden Ihnen den Betrag gutschreiben.

Es würde uns freuen, Sie auch weiterhin auf unseren Seiten und in unseren Zügen begrüßen zu dürfen.”

Nett, oder? Nicht ganz. Meine Antwortmail darauf war sehr kurz:

“Wolff, nicht Wolf.”

Am nächsten Tag kam eine weitere E-Mail der Bahn:

“Sehr geehrter Herr Wolff,

vielen Dank für Ihre E-Mail.
Wir bedauern das wir Ihren Namen falsch geschrieben haben.

Es würde uns freuen, Sie auch weiterhin auf unseren Seiten und in unseren Zügen begrüßen zu dürfen.”

Nett, oder? Nicht ganz. Meine Antwortmail darauf war sehr kurz:

“”dass” nicht “das”. Mit Komma.”

Ich bin gespannt, welch unterhaltsame Briefwechsel sich noch ergeben, an den Spaß bei “Manuel Wolff gegen die Bahn” ist ja schwer heran zu kommen.

Perfektion der Preisverwirrung der Deutschen Bahn

Wenn ihr Euch fragt, was ich “zwischen den Jahren” gemacht habe, dann kann ich Euch sagen, die meiste Zeit davon habe ich mit dem Fahrkartenkauf eines Tickets für die simple Strecke Köln – Düsseldorf verbracht. Die Fahrt dahin dauert selbst mit dem langsamsten Zug nur 30 Minuten, der Fahrkartenkauf bedeutend länger.

Folgende Ausgangssituation: Für den 27.12.2008 hatte ich ein Ticket von Neustadt an der Weinstraße nach Köln. Ich wollte aber nach kurzem Aufenthalt in Köln am Abend weiter nach Düsseldorf. Also versuchte ich am 26.12.2008 auf bahn.de ein Ticket Köln-Düsseldorf zu finden und zu buchen:

Mir wird eine Verbindung mit dem IC angezeigt, für € 5,50 mit Bahncard 50. Klingt gut, ich will buchen und komme auf eine Seite, die mir die Wahl stellt zwischen “Fahrkarte mit Sitzplatzreservierung”, “Fahrkarte ohne Sitzplatzreservierung” und “Sitzplatzreservierung ohne Fahrkarte”. Anklickbar ist allerdings nur das Letztere. Da ich alles will, außer einer Sitzplatzreservierung bringt mich das nicht weiter.

Interessehalber versuche ich Streckenkombinationen, die weiter als Stuttgart gehen, oder direkt die Strecke Neustadt – Düsseldorf. Das würde alles gehen. Nur Köln-Düsseldorf scheint die Bahn verbieten zu wollen. Die meisten Düsseldorfer übrigens auch.

Am 27.12.2008 fahre ich also erstmal ohne weiteres Ticket nach Köln. Dem Schaffner (ich weiß, “Zugbegleiter”) im ICE schildere ich mein Problem und er versteht mich nicht ganz, aber ich ihn auch nicht, denn er murmelt irgendwas von wegen “Verkehrsverbund”. Netterweise zückt er sein Teil, um mir ein Köln-Düsseldorf-Ticket zu verkaufen, als er aber erfährt, dass ich erst am Abend nach Düsseldorf weiterfahren will, steckt er es unverschämterweise wieder weg und sagt, ich solle mir das Ticket am Automaten kaufen. Na toll.

Am Abend kaufe ich das Ticket am Automaten, sehe aber das der nächste Zug ein Regional-Express ist, also etwas langsamer, aber dafür bestimmt billiger, als der darauffolgende IC. Auf der Verbindungsanzeige des Automaten steht etwas von wegen “Verbundtarif”. Ich drücke drauf und der Schlawiner verlangt von mir € 9,30. Nö, will ich nicht.

Ich breche ab und wähle den späteren Zug, einen IC. Ich habe ja keine “Zugbindung” und kann dann doch einsteigen wo ich will, oder? Und tatsächlich, dieser wird mir wie bei bahn.de für € 5,50 angezeigt. Und haltet Euch fest: Es gibt überhaupt keine Probleme beim buchen und ich erhalte das Ticket. Und steige natürlich in den Zug, der mir für € 9,30 verkauft werden sollte, schon eine heftige Konfrontation mit dem Schaffner erwartend. Der Schaffner kam aber gar nicht.

Hier könnte die Geschichte zu Ende sein, doch am 31.12.2008 fuhr ich noch einmal nach Düsseldorf. Allerdings noch ein Stückchen weiter, nämlich nach “Ratingen Ost”. Gebe also diese Orte bei bahn.de ein und ratet mal, was bahn.de haben möchte? Nur € 5,70. Wie kann das denn plötzlich sein?

Interessehalber gebe ich einfach noch einmal die gleiche Verbindung ein, allerdings nur bis Düsseldorf Hauptbahnhof, um zu sehen, ob das jetzt auch  € 5,70 oder gar nur € 5,50 oder sogar € 9,30 kostet, aber nein: Das Portal offeriert mir: “Preisauskunft nicht möglich”. Das heißt also, ich kann online kein Ticket von Köln nach Düsseldorf buchen, allerdings ein paar Stationen weiter schon. Wer darin einen Sinn erkennen kann, erklärt es mir bitte in den Kommentaren.