GEZ-Gebühren nur noch für Volksmusik-Fans

Ich hab es nie so ganz verstanden mit den GEZ-Gebühren und der Grundversorgung und dem ganzen Kram. Die Millionen, die „Wetten Dass“ z.B. kostet, inwiefern ist das gerechtfertigt? Welchen Nutzen und welchen Wert hat diese Show, außer das Volk ruhigzustellen, wie im alten Rom? Die guten Sender wie Arte und die Spartensender von ARD und ZDF verbrauchen den geringsten Teil der Gebühren, wozu der ganze Rest? Wieso Bundesliga, wenn Privatsender auch bereit wären hohe Summen für die Übertragungsrechte zu zahlen? Wozu schicken sowohl ARD und ZDF teure Teams zu den olympischen Spielen und der Fußball-WM und berichten an abwechselnden Tagen? Um Geld zu verpulvern? Ein paar Spiele der Fußball-WM wurden gar an RTL gegeben, warum nicht gleich alle?

Warum wird auf ARD und ZDF gleichzeitig live von irgendwelchen Adels-Hochzeiten berichtet?

Und warum gab es vor kurzem mal folgendes Samstag-Abend-Programm?

Das ist ja schrecklich! Wahrscheinlich war Andre Rieu (Gott hab ihn selig) auch noch zu Gast in dem ARD-Musik-Potpourri, während er gleichzeitig seine Sendung im ZDF hatte. Wann hört denn dieser Wahnsinn auf? Erst wenn der letzte Volksmusikant gestorben ist, werdet ihr merken, dass man auch gescheites Programm machen kann. Währenddessen im WDR Fortgeschritten lernen, dass Liebe Verhandlungssache ist, eine Programm-Reform aber nicht.

Flattr this!

Über ui.

Manuel Wolff ist der Autor von "ui. der blog.", Außerdem "ui. der vlog." auf Youtube und diverse andere Projekte. Hauptberuflich Stand Up Comedian und Musikkabarettist und Improgott. G+

6 Gedanken zu „GEZ-Gebühren nur noch für Volksmusik-Fans

  1. Berechtigte Fragen.
    Eine weitere Frage ist, warum auch nach der Reform ein Hartz-4 Empfänger oder ein Lidl-Kassierer genauso viel GEZ zahlen muss wie Hartmut Mehdorn.
    Und das nicht mal verhindern kann, in dem er auf jegliches Empfangsgerät verzichtet.

  2. Aus dem gleichen Grund, aus dem es „Comedians“ gibt. Belustigung war den Menschen schon immer viel Wert. Und wie viel Geld in was investiert wird, richtet sich nach dem Mehrheitsgeschmack, nicht nach der Qualität. Ob das ganze einen wirklichen Nutzen hat, lässt sich sicher diskutieren.

  3. Das ist aber nicht die Aufgabe des öffentlich-rechtlichen Fernsehens, das Privatfernsehen deckt den Scheiß ohne Probleme ab. Und wnn man schon 2 Sender hat, muss ja nicht zeitgleich dasselbe laufen.

  4. Dass Du (und auch ich) „Melodien der Herzen“ und „Ein Sommernachtstraum“ für das Gleiche halten, heißt ja nicht, dass das alle so sehen.
    Außerdem läuft im Öff-Rechtl. nicht nur Mist, sondern auch sehr gute Sachen. Und es gibt auch mehr als nur zwei Sender. Die Dritten, 3Sat und Arte gehören auch dazu. Von den ganzen Radioprogrammen ganz zu schweigen.
    Stell Dir mal vor, es gäbe nur Privatfernsehen. Gebührenfrei aber inhaltlich völliger Mist. Da hat man zum Glück alle Viertelstunde eine Werbepause, die man zum Kotzen nutzen kann.

  5. HAchje, verstehst Du es nicht oder willst Du es nicht verstehen? Dass das öffentlich-rechtliche was anderes bieten muss, als das Privatfernsehen ist eigentlich klar. Ich finde es vollkommen okay, wenn Privatfernsehen werbefinanzierten Mist zeigt, bin aber dagegen, wenn das Öffentlich-rechtlich von mir finanzierten Mist zeigt.

    Hast Du den Artikel da oben eigentlich überhaupt gelesen?

Kommentar verfassen