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Verhaltensregeln in der Bahn: nett oder böse?

Ein Kampf zwischen Gut und Böse, ein Kampf zwischen Engelchen und Teufelchen auf meiner Schulter, ein Kampf zwischen Weltverbessern und Schadenfreude tobte im Speisewagen des ICE. Einen Tisch weiter als ich saß nämlich ein Businessmann, der in seinen Laptop vertieft war, während er auf sein Essen wartete. Sein Glas Rotwein hatte er etwas neben den Computer gestellt.

Nun ist es aber so, dass es eine Tischkante in der Mitte gab, es waren also zwei Tische zusammengestellt, und das Weinglas rückte durch die Vibration des Zuges unendlich langsam aber unaufhörlich immer näher an den Computer heran.

Ich beobachtete das eine Weile und mir wurde klar, dass der Herr nie und nimmer das Weinglas im Auge hatte. Und mir wurde auch klar, dass das Weinglas umkippen würde, wenn es die Kante erreicht hätte, und vor allem, dass es genau auf den Computer fallen würde und der Wein sich über die Tastatur ergießen könnte.

„Wie geil ist das denn?“ dachte ich einerseits und ich wollte diesen Höhepunkt der Slapstick verursachenden Kettenreaktionen auf keinen Fall missen. Der Mann würde sich auch bestimmt sehr aufregen, denn schließlich wäre sein teurer Computer kaputt und er würde sich sehr ärgern und es macht immer Spaß zu sehen, wenn andere sich ärgern und nicht man sich selbst.

Das Weinglas war jetzt nur noch wenige Zentimeter von der Tischkante entfernt. Ich erwartete den Augenblick gespannt, doch so langsam meldete sich mein Gewissen. Und langsame Zweifel. Wie würde ich mich in der Situation fühlen? Ich wäre auch froh, wenn mich jemand warnen würde und meinen Computer retten würde, schließlich sind die Dinger nicht billig und an den Datenverlust wollte ich gar nicht erst denken.

Na gut, aber ich arbeite auch nicht im Restaurant mit einem Laptop. Und bin auch kein High Profile Manager, der noch viel mehr Gemeinheiten verdient hätte, als einen kleinen Computerschaden. Außerdem trinke ich keinen Rotwein beim Arbeiten.

Nur noch ein paar Millimeter… doch ich hielt es nicht mehr aus. „Entschuldigung, ihr Wein fällt gleich auf ihren Computer!“ warnte ich ihn. Der Mann blickte auf, stellte das Weinglas etwas weiter weg und arbeitete weiter. Kein einziges Wort des Dankes. So ein Arsch. Ich hätte aufstehen sollen, den Wein nehmen und über seinen Computer kippen sollen: „Sehen Sie, das hätten sie auch ohne mich gehabt!“ Undank ist der Welten Lohn.

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Zum Ausrasten: Ein Anruf bei der Bahn

In der ui.-Show haben wir mal bei der Fahrkartenauskunft der Bahn angerufen. Nicht bei der automatischen, sondern bei der teuren, um mit echten Menschen zu sprechen. Nach vielen Minuten in der teuren Warteschleife (angeblich wegen des Wetters), kamen wir auch durch.

Doch um das Video zu verstehen, muss man sich zunächst meinen Anruf bei der kostenfreien Fahrplanauskunft anschauen – Vorsicht, Lachkrampfgefahr:

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In der Show bei der Fabian Hintzen, Özgür Cebe und Robbi Pawlik alias Bademeister Schaluppke zu Gast waren, haben wir es dann auch geschafft, aber das Vergnügen war von kurzer Dauer:

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Betrunkene Hausfrauen in der Bahn

Manuel Wolff Stand Up Comedy
Manuel Wolff Stand Up Comedy

Ein Ausschnitt von einem Auftritt im Comedy Punch Club in Solingen. Hier rege ich mich mal so richtig über diese besoffenen Weiber auf Wochenend-Trips in der Deutschen Bahn auf. Wie sie ihren lauwarmen Sekt aus Plastikbechern trinken, laut schreiend dumme Spielchen im Abteil spielen, für ein Wochenende nach Hamburg fahren, um singende Katzen zu sehen und wie sie ihre hässlichen schnauzbärtigen Männer mal zu Hause lassen und noch viel mehr. Viel Vergnügen:

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Wer mehr Auftritte von mir sehen will, schaut einfach mal auf meine Künstler-Homepage manuelwolff.de, da gibt es die aktuellen Termine. Oder noch besser, meldet Euch im Newsletter an, dann bekommt ihr höchstens 1 Mal im Monat eine Mail mit allen aktuellen Terminen, Infos und mehr und vor allem vielen Möglichkeiten Freikarten und Ermäßigungen zu gewinnen. Einfach eine Mail mit „NEWSLETTER ANMELDEN“ an mail@manuelwolff.de schicken.

Und wenn Euch das obige Video gefallen hat, würde ich mich sehr über einen Kommentar freuen und wenn ihr „Danke“ sagt, indem ihr das Video mit Euren Freunden auf Facebook, Twitter, etc. teilt. Da unten gibt es tolle Knöpfe!

Das Video ist von meinem Youtubekanal „ui. Comedy, Quatsch, Vlogs & mehr“, einfach mal klicken, da gibt es noch hunderte weiterer Videos. Und wenn ihr youtube habt, abonniert den Kanal!

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An Schlaf ist nicht wirklich zu denken

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Reisebericht Köln – Hamburg

Um 3 Uhr morgens bin ich endlich fertig mit Packen für mein über 3-monatiges erneutes Abenteuer und um 6 Uhr muss ich schon wieder raus, um mich zum Bahnhof zu schleppen. Die vierstündige Fahrt nach Hamburg werde ich ja wohl nutzen können, um noch ein bisschen vor Amtsantritt zu schlummern.

Doch im nicht sehr voll besetzten Abteil, steigt zuerst mal ein Pärchen ein, dass zwar reservierte Plätze hat, sich aber, weil diese nicht nebeneinander sind, auf die freien Plätze hinter mir setzt. Der Mann stinkt unglaublich nach Salami. Ich wusste gar nicht, dass Salami stinken kann, aber dank Mr. Salami weiß ich, dass es noch etwas nervtötenderes als Leberwurstbrotduft im Zugabteil gibt.

An Schlaf ist nicht wirklich zu denken. In Wuppertal steigt dann eine ältere Dame ein, steuert schnurstracks auf Mr. Salami zu und sagt, „Entschuldigung, aber das ist mein Platz.“ Freude! Hoffnung! „Ja, ich weiß, aber müssen Sie da sitzen?“ fragt Mr. Salami. Ja, bitte bitte, sie muss, sie muss einfach. Zum Glück will sie unbedingt da sitzen und da das Salami-Pärchen nicht auseinander sitzen will rückt es auf die Sitze auf der anderen Seite des Ganghes. Bringt nicht viel, der Duft weht trotzdem konsequent über den Fluss herbei. Doch erneut naht Rettung, denn auch dort ist ein Platz besetzt. Also beschließt das Pärchen sich zu trennen. Nur räumlich selbstverständlich. Die Frau bleibt sitzen und der Salami-Mann setzt sich neben die ältere Frau. Oh Shit.

An Schlaf ist nicht wirklich zu denken. Doch nach 15 Minuten räumlicher Trennung hält es das wohl frisch verliebte Fleischwaren-Pärchen nicht mehr aus, geht und findet einen gemeinsamen Platz weiter hinten im Abteil. Der Wurstgeruch lässt nach und ich will gerade einen weiteren Versuch starten, ein zu schlummern, da kommt schon der nächste Fahrgast, um der älteren Dame Gesellschaft zu leisten. Dummerweise sucht er das Gespräch mit ihr, denn er ist gerade auf dem Weg nach – verdammt – Hamburg, wo sich gerade 40,000 Zeugen Jehovas treffen und er kommt
gerade von Mannheim, wo sich auch 27,000 Zeugen Jehovas, darunter viele Russen, getroffen haben und alles sei so wunderbar, denn schon Jesus habe gesagt, dass dies und jenes und Wahnsinn.

An Schlaf ist nicht wirklich zu denken. Als die ältere Frau ihm dummerweise auch noch offenbart, dass ihr Mann letztes Jahr gestorben ist, hat er sie und fängt eine Predigt über Plätze im Himmel an und wie sie leben müsse, um ihn wieder zu sehen, und dass Gott und Jesus ja so toll seien und alles wunderbar und gut wird.

Finde ich auch. Nämlich wenn der gute Zeuge Jehovas auf die 40,000 Harley Davidson Rocker trifft, die auch gerade in Hamburg sind.

Die Müdigkeit kommt und letztendlich schaffe ich es fast, die Augen zu
schl… „Die Fahrkarten, bitte!“

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Als auch die Schaffner-Attacke vorbei ist, haben wir einen weiteren Zwischenstopp hinter uns. Nun steigt ein lautes Pärchen ein, dass in einer Sprache brabbelt, die so verrückt klingt, wie noch nichts, was ich je gehört habe. Irgendein asiatisch angehauchtes Finnisch. Oder irgendeine Eskimo-Sprache. Allerdings sieht das Paar aus wie Bayern. Sie rauschen wild brabbelnd an meinem Sitz vorbei und hindern mich weiter am Schlaf. „Järkis dommoldo gefappen brunsti brunsti tscherggemol die kommokommokommo do do do!“ – „Ei, flugg die fämbel knettere dängsiboms
die beil gekuntern die fliegen flagen jällis kostemoigna griggliwigli.“ – Und zack waren sie an mir vorbei gerauscht. Einige Sekunden Ruhe, dann rauschen sie wieder wild gestikulierend und vogonische Gedichte rezitierend zurück an mir vorbei.

Das Spiel wiederholt sich ein paar Mal, der Sinn entschließt sich mir nicht. Aber an Schlaf ist nicht wirklich zu denken. Endlich setzen sie sich, doch nach einer Viertelstunde springt wieder der Mann auf, rauscht in der Fantasiesprache labernd an mir vorbei – obwohl die einzige, die ihn versteht auf ihrem Sitz bleibt. Den räumlichen Abstand macht er eben durch Lautstärke wett, kommt mit drei schweren Koffern zurück und setzt sich wieder auf den Platz.

15 Minuten später, trägt er die Koffer wieder zurück. Da ich absolut keinen Sinn in deren Handlung entdecken kann, schlussfolgere ich, dass es nur die menschliche Logik nicht begreifen kann und die beiden Außerirdische sind. Daher auch die komische Sprache. Wahrscheinlich sind sie gerade auf dem Weg von Mannheim nach Hamburg – ich wusste gar nicht, dass es auf Alpha Zentauri auch Zeugen Jehovas gibt.

Aber jetzt ist ja alles klar und die Müdigkeit ist mittlerweile so groß, dass mich nicht mehr aufhalten w… – „Personalwechsel! Die Fahrkarten, bitte!“

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Die E-Mail-Adressen der Bahn

ice deutsche bahn

Die Bahn nutzt ja jede Gelegenheit sich bei ihren Kunden unbeliebt zu machen. Vor allem online können die Wünsche oft nicht zufrieden gestellt werden, z.B. wenn man eine Fahrkarte nach Belgien oder nach London braucht, dann kann einen die Bahn schon manchmal terrorisieren.

Also möchte man sich vielleicht beschweren. Aber wie?

Einfach anrufen? Gar nicht so einfach, die im Netz angegebenen Nummern sind allesamt gebührenpflichtig und führen nur dazu, dass die Bahn auch noch daran verdient, wenn Du Dich beschweren willst.

Post? Ja, dauert.

Wie sieht es mit E-Mail aus? Ganz kompliziert. Auf der Bahn-Webseite stehen nämlich keine E-Mail-Adressen, sondern man muss sich kompliziert zu Kontaktformularen klicken und man weiß dann immer noch nicht, ob man an die richtige Stelle gelangt.

Wenn man dann aber irgendwann dann doch eine Antwort bekommt, die nicht nur darauf hinweist, dass man auch eine gebührenpflichtige Nummer anrufen kann, dann hat man auch eine E-Mail-Adresse.

So war das auch bei mir und wann immer ich ein Problem mit der Bahn habe, schreibe ich an ebendiese E-Mail-Adresse. Geht schneller, erspart mir das suchen und ist kostenlos. Und die E-Mail-Adressen sind noch nicht einmal geheim, daher als Service an alle, die nicht suchen wollen – die E-Mail-Adressen der Bahn:

kundendialog@bahn.de
bahncard@bahn.de
bahncard-service@bahn.de

Was der Unterschied zwischen der 2. und 3. ist, habe ich in all den Jahren auch nicht herausfinden können, aber anscheinend sitzen andere Sachbearbeiter dahinter, was dazu führte, dass ich zwei mal oder kein mal die Antwort bekam und die einen nicht wussten, was die anderen im Schilde führten, trotz „ihr Zeichen / unser Zeichen“.

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Fahrplan Deutsche Bahn inklusive Papierflieger

Deutsche Bahn Pofalla Hilf

Preise Deutsche Bahn gestiegen, aber jetzt mit Papierflieger!

Pofalla muss helfen, doch, doch. Denn pünktlichen zum neuen Fahrplan der Bahn, pünktlich zum Start des Stresses in der Weihnachtszeit, wo alle Nerven eh schon angespannt sind im Zug, hat es jemand in der Redaktion der DB Mobil ganz ganz schlimm verbockt, um zu noch mehr Frust zu führen. Kinder weinen, Familien werden auseinander getrieben und ich bekomme einen Wutanfall. Aber seht selbst:

Und wenn Euch das Video gefallen hat, bitte nehmt Euch ein paar Sekunden Zeit, um Danke zu sagen, indem ihr:

– hier einen Kommentar schreibt
– mit den „social media“ buttons unter dem Beitrag, ihn Freunden zeigt
– mit „flattr“ spendet

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Die Deutsche Bahn schreibt mir

Weil ich im November mit der Bahn nach Liverpool fahren will und das bei der Bahn online ja nicht so einfach zu buchen geht, schrieb mir gerade die Bahn nach einigem hin- und her (und zwar vollkommen meine Fragen ignorierend):

„Sehr geehrter Herr Wolff,

vielen Dank für Ihre E-Mail.

Wenn Sie uns online eine Preisanfrage stellen, können wir nur verbindlich buchen, wenn Sie uns dies persönlich bestätigen. Sollten Sie sich innerhalb von 24 Stunden nicht melden, ist dieser Reisepreis nicht mehr für Sie reserviert.“

Meine Antwort:

Der Reisepreis ist mir viel zu hoch, ich habe über Eurostar direkt gebucht, da kostet es (obwohl dort meine Bahncard 50 nicht gilt) die Hälfte und da wird mir als Kunden nicht gedroht und auf meine Fragen auch eingegangen.

Vielen Dank.

Sie müssen wirklich an ihrem Stil arbeiten.

Was meint ihr – wer hat Recht? Die Bahn oder ich?

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