Michael Jackson: Dr. Conrad Murray schuldig gesprochen wegen fahrlässiger Tötung

Dr. Conrad Murray schuldig des Mordes an Michael Jackson

Die Jury hat ihr Statement abgegeben, in einem spannenden 6-Wochen langen Gerichtsverfahren wurde soeben Dr. Conrad Murray nicht des Mordes, sondern wegen fahrlässiger Tötung an Michael Jackson schuldig gesprochen und in Handschellen aus dem Gerichtssaal geführt. Zu welcher Strafe das führt, wird am 29. November bekannt gegeben.

Schon ein komisches Rechtssystem, die USA. Warum führen sie ihn in Handschellen ab? Besteht denn Fluchtgefahr? Oder ist das, um „ätsch“ zu sagen. Die Familie von Michael Jackson, die Jackson zu dem Freak gemacht hat, der er war, ist jedenfalls happy, dass sie die Schuld auf jemand anders schieben können.

Hier der Schuldspruch der Jury:

Der Schrei in dem Video, der klingt, als ob ein Hund stirbt – das ist übrigens LaToya Jackson. Wie die Staatsanwaltschaft, die Jury überzeugen konnte, ist nicht ganz sicher, zunächst zeigten sie ein Foto des toten Michael Jackson, dann die Audioaufnahme unter Drogeneinfluss und letztendlich noch ein Foto vom toten Michael Jackson nackt.

Außerhalb des Gerichtsgebäudes feierten Verrückte, entschuldigung, Michael Jackson Fans den Schuldspruch, als ob ihn das wieder lebendig machen würde oder als ob ein Fußballspiel gewonnen wäre:

Dabei ist es eigentlich ganz einfach: Michael Jackson wollte von Dr. Conrad Murray Propofol und hat es bekommen, Dr. Murray hätte nein sagen müssen. Von Mord kann man da nicht sprechen. Wie seht ihr das?

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Über ui.

Manuel Wolff ist der Autor von „ui. der blog.“, Außerdem „ui. der vlog.“ auf Youtube und diverse andere Projekte.

Hauptberuflich Stand Up Comedian und Musikkabarettist und Improgott.

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3 Gedanken zu „Michael Jackson: Dr. Conrad Murray schuldig gesprochen wegen fahrlässiger Tötung

  1. Je tragischer ein Ereignis empfunden wird, desto größer ist das Bedürfnis, Schuldige zu finden und „Gerechtigkeit wiederherzustellen“ – das ist ja nichts Neues.

    Was den Arzt und Deine Frage angeht, ganz ehrlich, ich habe keine Ahnung, wie die Situation zu bewerten ist. Mord lag natürlich nicht vor. Aber wie groß die Schuld (oder sagen wir, die Fehleinschätzung) des Mannes war, in welcher Situation er sich befand, wie verantwortungslos er sich verhalten hat – für Ausßenstehende fast nicht zu beurteilen, ich versuch’s lieber gar nicht erst.

    Allerdings muss ich schon sagen, die Tonaufzeichnung von Michael Jackson, lallend und zugedröhnt, wirkte allein schon sehr verstörend. *Jeder* – und erst Recht jeder Arzt, hätte besorgt sein und erkennen müssen, dass die Lage gefährlich ist.

    Aber das war nur ein kleiner Ausschnitt… wer weiß, was da alles los war.

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